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#1 18.03.2021 21:45:13

fre4k_x
Mitglied

Frage zu GRUB und MBR bei Verwendung unter BIOS Legacy

Guten Abend.
Ich benötige noch einmal Hilfe. Ich habe eine 480GB SSD von Crucial mit fdisk folgendermaßen partioniert:

/dev/sda1 256M ext4 /mnt/boot
/dev/sda2 42G ext4 /mnt/root
/dev/sda3 396G ext4 /mnt/home
/dev/sda4 8,9G swap

Jetzt bin ich kurz davor GRUB zu installieren und bin an der Anleitung im englischen Archlinux-Wiki an den folgenden Instruktionen für MBR hängen geblieben.

Master Boot Record (MBR) specific instructions
Usually the post-MBR gap (after the 512 byte MBR region and before the start of the first partition) in many MBR partitioned systems is 31 KiB when DOS compatibility cylinder alignment issues are satisfied in the partition table. However a post-MBR gap of about 1 to 2 MiB is recommended to provide sufficient room for embedding GRUB's core.img (FS#24103). It is advisable to use a partitioning tool that supports 1 MiB partition alignment to obtain this space as well as to satisfy other non-512-byte-sector issues (which are unrelated to embedding of core.img).

MBR-spezifische Anweisungen (Master Boot Record)
Normalerweise beträgt die Post-MBR-Lücke (nach dem 512-Byte-MBR-Bereich und vor dem Start der ersten Partition) in vielen MBR-partitionierten Systemen 31 KiB, wenn Probleme mit der Ausrichtung des DOS-Kompatibilitätszylinders in der Partitionstabelle erfüllt sind. Es wird jedoch eine Post-MBR-Lücke von etwa 1 bis 2 MiB empfohlen, um ausreichend Platz für die Einbettung von GRUBs core.img (FS # 24103) zu schaffen. Es ist ratsam, ein Partitionierungstool zu verwenden, das die Ausrichtung von 1 MiB-Partitionen unterstützt, um diesen Speicherplatz zu erhalten und andere Probleme zu lösen, die nicht dem 512-Byte-Sektor entsprechen (die nicht mit der Einbettung von core.img zusammenhängen).

Was genau ist hier zu tun?

Bei der Auflistung der Informationen zu den MBR-Partitionen mit fdisk -l erhalte ich außerdem folgende Ausgabe:

Device    Boot          Start                     End             Sectors    Id  System
/dev/sda1   *             2048               526335            524288    83  Linux
/dev/sda2              526336           88606719        88080384    83  Linux
/dev/sda3          88606720         919078911      830472192    83  Linux
/dev/sda4        919078911         937703087        18624176    82  Linux Swap / Solaris
GPT PMBR size mismatch (1424023 != 7864319) will be corrected by write.

Steht die Meldung in irgendeinem Zusammenhang mit der Post-MBR-Lücke? Gibt es hier Handlungsbedarf oder kann ich die Meldung ignorieren? Mit 'write' verschwindet die Meldung leider nicht.

Beitrag geändert von fre4k_x (18.03.2021 21:54:16)

Offline

#2 18.03.2021 21:53:49

frostschutz
Mitglied

Re: Frage zu GRUB und MBR bei Verwendung unter BIOS Legacy

Im MSDOS-Schema ist das so OK, bei GPT müsstest du für Grub eine Partition erstellen.

Was sagt parted dazu?

parted /dev/sda unit s print free

Offline

#3 18.03.2021 22:05:29

fre4k_x
Mitglied

Re: Frage zu GRUB und MBR bei Verwendung unter BIOS Legacy

Damit es schneller geht, habe ich hier ein Bild hochgeladen von der Ausgabe.

Offline

#4 18.03.2021 22:14:35

tuxnix
Mitglied

Re: Frage zu GRUB und MBR bei Verwendung unter BIOS Legacy

Wieso nimmt du jetzt die Englische Wiki?
Nichts gegen die englische Arch-Wiki, aber dann kann man sich hier die Mühe machen neu zu überlegen was du davon falsch verstanden haben könntest.
Und deutsch verstehst du garantiert auch besser. Das macht es leichter Dinge zu verstehen die man noch nicht kennt.

Auf den ersten Blick hast du Mischmasch gebaut.

/dev/sda1 ext4 256M /mnt/boot

du brauchst keine Boot Partition bei einem BIOS-Rechner!
Der MBR liegt oberhalb der ersten Partition und muss auch nicht extra angelegt werden.

Bei der home--Partition würde ich auch erst einmal überlegen, für was die Extrapartition denn überhaupt gut sein soll. So jedenfalls bringt die weder zusätzliche Funktion noch mehr Sicherheit.

Bliebe nach meinem Geschmack nur noch eine root und swap übrig.

    fdisk /dev/sdx – Starten von fdisk
    o – Erstellt eine leere Partitionstabelle (im cache).
    n – Erstellen einer neuen Partition
    ↵ Enter – Primärpatition bestätigen
    ↵ Enter – Partitionsnummer bestätigen
    ↵ Enter – Ersten Sektor bestätigen
    -4G – Letzter Sektor -4GIB
    a – Bootsektor aktivieren
    n – Erstellen einer neuen Partition
    ↵ Enter – Primarpatition bestätigen
    ↵ Enter – Partitionsnummer bestätigen
    ↵ Enter – Ersten Sektor bestätigen
    ↵ Enter – Letzten Sektor bestätigen
    t – Partitionstyp wählen
    ↵ Enter – Partitionsnummer bestätigen
    82 – Partitionstyp auf Linux swap setzen
    p – Zur eigenen Kontrolle vor dem Speichern
    w – Schreiben der Partitionstabelle


Grüße tuxnix

Edit:
Wenn du gdisk benutzen würdest würde noch zusätzlich eine extra Partition von 1M und dem Typ ef02 gebraucht werden. Bei der Partitionierung mit fdisk aber nicht!

Beitrag geändert von tuxnix (19.03.2021 08:38:09)

Offline

#5 18.03.2021 22:15:40

frostschutz
Mitglied

Re: Frage zu GRUB und MBR bei Verwendung unter BIOS Legacy

ja das ist OK so, msdos partition, bei 'grub-install /dev/sda' wird sich grub dann in den unpartitionierten Bereich 63s-2047s einnisten

PS: die /boot Partition ist ggf. zu klein wenn du z.B. parallel linux und linux-lts kernel installiert haben willst

Beitrag geändert von frostschutz (18.03.2021 22:17:01)

Offline

#6 18.03.2021 22:23:22

fre4k_x
Mitglied

Re: Frage zu GRUB und MBR bei Verwendung unter BIOS Legacy

@frostschutz Okay, danke. Wie groß sollte denn die Boot-Partition dann sein und kann ich das jetzt noch ändern?

Offline

#7 18.03.2021 22:27:49

UphooW0a
Gast

Re: Frage zu GRUB und MBR bei Verwendung unter BIOS Legacy

fre4k_x schrieb:

GPT PMBR size mismatch (1424023 != 7864319) will be corrected by write.
Steht die Meldung in irgendeinem Zusammenhang mit der Post-MBR-Lücke? Gibt es hier Handlungsbedarf oder kann ich die Meldung ignorieren? Mit 'write' verschwindet die Meldung leider nicht.

Die Meldung bezieht sich wahrscheinlich auf den nächsten Datenträger der fdisk-Ausgabe, und das wird der USB-Stick des Installationsimages sein. Wenn das ISO mit dd auf den Stick kopiert wird, dann nimmt der die Größe des ISOs an, obwohl er tatsächlich größer ist, und dann kommt es zum size mismatch.

Zieh den Stick mal ab und führe erneut "fdisk -l" aus, dann wird auch die Meldung weg sein.

Das müsste man mal an die fdisk-Entwickler melden, dass vor der Meldung eine Leerzeile eingeschoben oder in der Meldung der betreffende Datenträger explizit genannt wird.

#8 18.03.2021 22:37:23

fre4k_x
Mitglied

Re: Frage zu GRUB und MBR bei Verwendung unter BIOS Legacy

@UphooW0a You made my day. smile Das ist des Rätsels Lösung. Es liegt tatsächlich an dem USB-Stick, auf den ich das ISO mit dd kopiert habe. Wenn ich den folgenden Befehl eingebe, ist die Meldung weg, da mir nur die SSD angezeigt wird:

fdisk -l /dev/sda

Das ist aber auch echt gemein, dass die Meldung direkt darunter steht.

tuxnix schrieb:

Wieso nimmt du jetzt die Englische Wiki?

Ich lese meistens parallel, da das englische Wiki noch etwas ausführlicher ist. wink
An dieser Stelle muss ich aber auch ein Lob aussprechen. Es hat sich hier wirklich viel getan. Als ich vor längerer Zeit hier ins Wiki geschaut habe, waren viele Beiträge ziemlich veraltet. Das hat sich nun geändert und man merkt, dass an dem Wiki gearbeitet wird. smile

tuxnix schrieb:

du brauchst keine Boot Partition bei einem BIOS-Rechner!

Das sehe ich etwas anders. Eine Boot-Partition halte ich für sinnvoll. Falls es mal Probleme beim Start des Betriebssystems gibt, kann man mit fsck eine Prüfung des Dateisystems der Boot-Partition durchführen. Außerdem repariert fsck eventuelle Fehler und das System würde wieder booten. Das geht wesentlich schneller, als wenn man alles auf einer Partition hat.

tuxnix schrieb:

Bei der home--Partition würde ich auch erst einmal überlegen, für was die Extrapartition denn überhaupt gut sein soll. So jedenfalls bringt die weder zusätzliche Funktion noch mehr Sicherheit.

Die Partition Home lege ich grundsätzlich an. Falls ich mal neu aufsetzen muss, gehen meine Benutzerdaten nicht verloren.

Wenn ich vier primären Partitionen anlegen kann, dann nutze ich das natürlich. Aber es ist auch Geschmackssache. Ich habe am liebsten alles streng getrennt. Halte ich für einfacher, falls mal Probleme auftauchen. wink

Beitrag geändert von fre4k_x (18.03.2021 23:10:46)

Offline

#9 18.03.2021 23:34:53

tuxnix
Mitglied

Re: Frage zu GRUB und MBR bei Verwendung unter BIOS Legacy

tuxnix schrieb:

du brauchst keine Boot Partition bei einem BIOS-Rechner!

fre4k_x schrieb:

Das sehe ich etwas anders. Eine Boot-Partition halte ich für sinnvoll. Falls es mal Probleme beim Start des Betriebssystems gibt, kann man mit fsck eine Prüfung des Dateisystems der Boot-Partition durchführen.

Wenn der Rechner doch aber vom MBR bootet nutzt dir die Boot-Partition wenig von der überhaupt nicht gebootet wird.

tuxnix schrieb:

Bei der home--Partition würde ich auch erst einmal überlegen, für was die Extrapartition denn überhaupt gut sein soll. So jedenfalls bringt die weder zusätzliche Funktion noch mehr Sicherheit.

fre4k_x schrieb:

Die Partition Home lege ich grundsätzlich an. Falls ich mal neu aufsetzen muss, gehen meine Benutzerdaten nicht verloren.

Wenn du physisch eine Platte hast, bleibt das immer physisch ein Platte.
Bei einem physischen Defekt nutzt dir die Unterteilung in unterschiedliche Partitionen nichts.
Im Zweifelsfall verschwendest du nur Plattenplatz bzw. hast root zu klein gewählt und musst später Partitionen verschieben.

In einem Verzeichnis sind die Daten genau so sicher wie in einer Extrapartition.
Für die Sicherheit hilft nur die Datensicherung auf ein anderes physikalisches Medium.

Ja, beim Neuaufsetzen. Aber weshalb eigentlich?
Im Grunde lässt sich doch alles mit Boot-Stick in der Chroot reparieren.
Wenn man keine blöde Partitionierung gewählt hat, muss man auch nicht neu Partitionieren. wink
Nur das Neu-Partitionieren gefährdet deine Daten. Alles andere lässt sich in der Chroot richten.
Das ist ja der Vorteil bei Arch. Da gibt es nicht diese automatischen Installer die dann automatisch alles neu machen.

Beitrag geändert von tuxnix (18.03.2021 23:47:10)

Offline

#10 19.03.2021 01:03:36

fre4k_x
Mitglied

Re: Frage zu GRUB und MBR bei Verwendung unter BIOS Legacy

@tuxnix Okay, deine Argumentation kann ich nachvollziehen. Ich werde meine Partionierung mal überdenken, Ich bin immer offen auch andere Meinungen zu hören und es dann anders zu machen, wenn es sinnvoll erscheint.

Offline

#11 19.03.2021 10:10:15

UphooW0a
Gast

Re: Frage zu GRUB und MBR bei Verwendung unter BIOS Legacy

frostschutz schrieb:

PS: die /boot Partition ist ggf. zu klein wenn du z.B. parallel linux und linux-lts kernel installiert haben willst

Das reicht... ich habe (wegen Verschlüsselung) auch eine separate boot-Partition mit 256MB angelegt, und da sind nach beiden Kerneln, vier initramfs und dem Backup der dm-crypt-header immer noch ~86MB frei.

#12 19.03.2021 10:22:52

fre4k_x
Mitglied

Re: Frage zu GRUB und MBR bei Verwendung unter BIOS Legacy

Danke @UphooW0a. Gut zu wissen. Dann lasse ich das jetzt so.

Offline

#13 19.03.2021 15:54:31

Gerry_Ghetto
Mitglied

Re: Frage zu GRUB und MBR bei Verwendung unter BIOS Legacy

tuxnix schrieb:
tuxnix schrieb:

du brauchst keine Boot Partition bei einem BIOS-Rechner!

fre4k_x schrieb:

Das sehe ich etwas anders. Eine Boot-Partition halte ich für sinnvoll. Falls es mal Probleme beim Start des Betriebssystems gibt, kann man mit fsck eine Prüfung des Dateisystems der Boot-Partition durchführen.

Wenn der Rechner doch aber vom MBR bootet nutzt dir die Boot-Partition wenig von der überhaupt nicht gebootet wird.

Auch beim Booten im BIOS-Modus ist /boot wichtig. Ob /boot auf einer separaten Partition liegt oder nicht, ist dabei unerheblich. Technisch ist eine separate /boot nicht nötig, aber je nach Überlegungen kann es trotzdem Sinn machen.

Jedem, der meint, dass /boot im BIOS-Modus nicht benötigt wird, dem empfehle ich, mal die Dateien /boot/vmlinuz-linux und /boot/initramfs* zu löschen und neu zu starten.

tuxnix schrieb:
tuxnix schrieb:

Bei der home--Partition würde ich auch erst einmal überlegen, für was die Extrapartition denn überhaupt gut sein soll. So jedenfalls bringt die weder zusätzliche Funktion noch mehr Sicherheit.

fre4k_x schrieb:

Die Partition Home lege ich grundsätzlich an. Falls ich mal neu aufsetzen muss, gehen meine Benutzerdaten nicht verloren.

Wenn du physisch eine Platte hast, bleibt das immer physisch ein Platte.
Bei einem physischen Defekt nutzt dir die Unterteilung in unterschiedliche Partitionen nichts.

Richtig, ein physischer Defekt ist völlig unabhängig von der Partitionierung.

tuxnix schrieb:

Im Zweifelsfall verschwendest du nur Plattenplatz bzw. hast root zu klein gewählt und musst später Partitionen verschieben.

root zu klein gewählt? Welche Grösse hat der Benutzer denn?

Und wer sich bei den Partitionsgrössen nicht sicher ist, nimmt dann eher sowas wie LVM.

Daten können immer und überall verloren gehen. Wer keine Datensicherungen hat, hat auch keine wichtigen Daten.

Es gibt übrigens auch gute Gründe, /home auf einer separaten Partition zu haben:

  • Man kann unterschiedliche Dateisysteme verwenden.

  • Man trennt üblicherweise System und Nutzdaten. /home gehört zu den Nutzdaten.

  • Man kann eine separate /home-Partition mit noexec einbinden.

  • /home kann auf einer separaten Festplatte sein.

  • Wird eine Logdatei zu gross, merkt man es früher.

  • Entpackt man eine Zip-Bombe in /home, bleibt das System davon unberührt.

  • Man kann ein neues Linux installieren und die bestehende /home-Partition weiter verwenden.

Offline

#14 19.03.2021 23:26:31

tuxnix
Mitglied

Re: Frage zu GRUB und MBR bei Verwendung unter BIOS Legacy

@Gerry_Ghetto
Ja, danke dir, das stimmt alles!

Und ja, da stecken eine Menge Möglichkeiten drin.
( Man könnte auch mit einer separaten Home-Partition, die Daten die man zuvor auf dem Homeverzeichnis gespeichert hat,  durch das Mounten dieser Home-Partition praktisch "unsichtbar" machen. wink )
Aber nein, ich wollte das /boot Verzeichnis nicht löschen! Aber für was brauche ich eine separate Boot-Partition bei einem Bios-Rechner?
Nur um dann sofort darüber fachsimpeln zu müssen wie groß oder klein sie denn sein muss?
Wenn nur /home eine extra Partition hätte bekommen sollen, hätte ich auch gar nichts gesagt.

Grundsätzlich gehe ich jedoch  einmal von dem Verzeichnisbaum aus.  Und das bleibt es ja im Grunde auch immer, egal, welche Verzeichnisse man auch immer auf separate Partitionen auslagert.
Und bevor ich mir den Umstand mache und alles komplizierter gestalte als es sein muss, überlege ich lieben vorher, was für einen konkreten Vorteil das dann wirklich in der Praxis hat. Hier geht es ja um ein Tablett, Da würde ich ohnehin später die Daten vom NAS holen wollen. Diesen Zwang, den viele haben, /home auf eine extra Partition haben zu müssen halte ich jedenfalls für recht übertrieben und die größte Flexibilität hat man doch meistens wenn man die Dinge einfach hält.


Edit: Habe nochmal darüber nachgedacht und stelle folgende These zur Diskussion:

Die Auslagerung auf zusätzliche Partitionen bringt nur etwas wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
1. Physische Trennung von Datenträgern
2. Unterschiedliche Dateisysteme (incl. Verschlüsselung)
3. Unterschiedliche Mountregeln

Trennung von Nutz- und Systemdaten ist allein noch kein gutes Argument, da das Betriebsystem keinen Unterschied macht. Die Verzeichnisstruktur ist der Ordnungsrahmen und der ändert sich nicht allein dadurch das etwas auf einer anderen Partition gespeichert wird.
Das Argument Neuaufsetzen werde ich nochmal prüfen. M.M.n. kann man sogar mit all seinen Daten im /home-Verzeichnis ein

pacstrap /mnt base  ... 

fahren ohne jeden Datenverlust.
Odner die schon bestehen werden dabei ja nicht überschrieben oder gar gelöscht.

Ich bin mal gespannt ob die These so Bestand haben kann. Mir fällt jedenfalls erst einmal keine Ausnahme dazu ein.

Beitrag geändert von tuxnix (20.03.2021 15:26:33)

Offline

#15 20.03.2021 16:34:05

Gerry_Ghetto
Mitglied

Re: Frage zu GRUB und MBR bei Verwendung unter BIOS Legacy

Wenn man nicht weiss, wozu man eine separate Partition braucht, dann braucht man auch keine separate Partition. Ich habe lediglich ein paar Gründe für eine separate Partition angeführt. Jeder ist selbst für sein System verantwortlich. Und ich traue dem hiesigen Themenersteller durchaus zu, dass er genug Wissen zu seinem Anwendungsfall hat, um diese Entscheidung treffen zu können.

Ob die separate Partition dann zu gross oder klein ist, merkt man ja dann auch ganz ohne zu fachsimpeln. Für /boot würde ich mal schauen, wieviel Platz die Dateien brauchen. Momentan sind es bei mir um die 60 MiB, also runde ich auf 70 MiB auf. Je nach Situation kann es vorkommen, dass gleichzeitig der normale, der LTS, und ein selbst kompilierter Kernel vorhanden sind. Um sicher zu gehen, zähle ich noch einen dazu. Für /boot würde ich also 4 * 70 MiB = 280 MiB veranschlagen und wäre damit auf lange Sicht auf der sicheren Seite. Je nach Grösse des Speichers, würde ich sogar grosszügig auf 512 MiB aufrunden (ich gehöre nicht zu den Menschen, die nervös werden, wenn da über längere Zeit über 400 MiB einer Partition nicht genutzt werden). Die 256 MiB vom Themenersteller liegen also nicht weit daneben.

tuxnix schrieb:

Trennung von Nutz- und Systemdaten ist allein noch kein gutes Argument, da das Betriebsystem keinen Unterschied macht. Die Verzeichnisstruktur ist der Ordnungsrahmen und der ändert sich nicht allein dadurch das etwas auf einer anderen Partition gespeichert wird.

Es geht nicht darum, ob ein Nutzer oder ein Programm bemerkt, ob sich Daten auf Partition X oder Y befinden. Es geht darum, dass du System und Nutzdaten getrennt hast. Wenn du beispielsweise anfängst, eine Webseite zu programmieren, dann wirst du wahrscheinlich früher oder später eine Datenbank erstellen. Irgendwann merkst du, dass du für die Datenbank und Webserver gerne einen eigenen Server, der nicht Rolling Release ist, als Dualboot hättest. Im Idealfall bindest du also nur die vorhandenen Daten ein, die du für den neuen Server brauchst und nicht deine komplette Arch Installation.

tuxnix schrieb:

Das Argument Neuaufsetzen werde ich nochmal prüfen. M.M.n. kann man sogar mit all seinen Daten im /home-Verzeichnis ein

pacstrap /mnt base  ... 

fahren ohne jeden Datenverlust.
Odner die schon bestehen werden dabei ja nicht überschrieben oder gar gelöscht.

Dass nichts überschrieben wird, kann erwünscht sein, muss aber nicht. Mal angenommen du hättest rekursiv auf dem Wurzelverzeichnis die Rechte auf 600 gesetzt. Dann halte ich es für einfacher, die Partition mit dem System zu formatieren, das System zu installieren und nur die Rechte meiner Nutzdaten anpassen zu müssen.

Und gegen Datenverlust helfen nur Datensicherungen.

Offline

#16 21.03.2021 14:46:24

tuxnix
Mitglied

Re: Frage zu GRUB und MBR bei Verwendung unter BIOS Legacy

@Gerry_Ghetto
Klar, wenn ich eine none Rolling Distro für einen http-Server neben Arch Linux auf dem selben Rechner betreiben will, dann brauche ich ein Dualboot und richte das von vornherein so ein, dass, die Betriebssysteme auf verschiedenen Partitionen liegen. Dann brauche ich aber zwei Partitionen für /. D.h. ich brauche die Partitionen wahrscheinlich etwas anders dimensioniert als wenn ich mit einer / und einer /home Partition plane. Real heißt das wohl meistens neu aufsetzen wenn das auf ein und der selben Festplatte stattfinden soll.

Ein wenig reden wir an einander vorbei.
Mein Argument heißt: Lass die Dinge einfach, komplizierter heißt nicht unbedingt besser.
Du sagst: Aber Partitionen werden für soooo viele nützliche Dinge gebraucht.

Ich denke aber wir haben das Terrain gemeinsam recht gut beschritten. Der Rest dürfte Geschmackssache bleiben.
Ich danke dir recht herzlich. Ich hab das Gefühl, dass wir das Thema von allen Aspekten her recht gut beleuchtet haben.

Grüße tuxnix

Beitrag geändert von tuxnix (21.03.2021 14:52:14)

Offline

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