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#1 07.05.2017 09:33:25

brikler
Mitglied

"Unser digitales Gedächtnis"

servus

http://www.arte.tv/de/videos/050717-000 … gedachtnis

Die Masse an digitalen Daten, die in der modernen Gesellschaft produziert wird, nimmt stetig zu. Doch wie können diese Daten auf den traditionellen Medien wie CD, DVD oder Festplatte gesichert werden, die instabil und kurzlebig sind? Gibt es aktuelle Forschungsarbeiten, die zur Entwicklung eines dauerhaften Speichermediums führen könnten?

Die Masse an digitalen Daten, die in der modernen Gesellschaft produziert wird, nimmt stetig zu. Jeden Tag werden Daten in einer Größenordnung von 2,5 Trillionen Byte ausgetauscht. Eine wahre Sintflut, die „Big Data“ genannt wird. Schätzungen zufolge sind 90 Prozent des gesamten weltweiten Datenvolumens sogar erst innerhalb der letzten zwei Jahre entstanden. Wie kann man Ordnung in diese digitale Datenmasse bringen und sie speichern? Die bekannten Speichermedien wie DVD, CD und Festplatte sind keine Lösung: Ihre Lebensdauer beträgt kaum 10 Jahre. Wie soll man da sicherstellen, dass Schlüsselmomente des Lebens, die auf digitalen Fotos festgehalten wurden, in 20 oder 30 Jahren noch verfügbar sind? Oder dass auch in 100 oder 500 Jahren Informationen zu den Lagerorten von Atommüll und den erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen noch vollständig erhalten sind? Wie lassen sich Daten dauerhaft speichern, sei es für ein Menschenleben oder über Generationen hinweg? Überall auf der Welt beschäftigen sich Labors der Spitzenforschung mit neuen Speichermedien. Jede der angestrebten Lösungen stellt eine wissenschaftliche und technologische Herausforderung dar. Wodurch wird der USB-Stick morgen ersetzt werden? Durch DNA? Durch Quarz? Werden wir zum Papier zurückkehren müssen, das letztlich über Jahrhunderte hinweg Bestand hatte? All diesen Fragen geht die Dokumentation in wissenschaftlich fundierter und zugleich spannender Weise nach.

ich fand das video interessant und so möcht ichs mit euch teilen smile

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#2 06.08.2017 17:31:00

keeper
Mitglied

Re: "Unser digitales Gedächtnis"

Tja, soviel zu "dafür zahl ich". Der Beitrag is leider nicht mehr online. War das aus der Sendung Xenius? Da hätt ich ihn zumindest auf Youtube gefunden (find das Thema sehr interessant).

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#3 06.08.2017 18:22:53

matthias
Moderator

Re: "Unser digitales Gedächtnis"

Du weisst aber schon, was Google ist?
http://www.dailymotion.com/video/x3jf76x

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#4 06.08.2017 19:03:48

keeper
Mitglied

Re: "Unser digitales Gedächtnis"

Ah, danke dir smile

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#5 07.08.2017 07:37:19

brikler
Mitglied

Re: "Unser digitales Gedächtnis"

keeper schrieb:

War das aus der Sendung Xenius?

xenius wars nicht, da gings explizit am datenspeicherung und mögliche konzepte dazu, wie zum beispiel in gen sequenzen.

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#6 07.08.2017 09:44:11

stefu
Mitglied

Re: "Unser digitales Gedächtnis"

Zumindest bei 500 Jahren würde ich mal behaupten wird es enorm schwierig.
Einen 500 Jahre alten deutschen Text versteht kaum ein heute lebender Deutscher mehr.
Symbole, die wir heute verstehen, werden höchstwahrscheinlich in 500 Jahren auch nicht mehr so klar ersichtlich sein, wie wir es meinen.

Und weniger wichtig als die Datenträger finde ich immer noch die Formate.
Als ich mit Grafikbearbeitung angefangen habe, gab es so zig Formate, die heute obsolet sind. Und in 100 Jahren erst recht.
Und machen wir uns wirklich dran die Sache ernst zu nehmen, dann ist die Kombination aus stetig wechselnder Sprache bzw. wechselnde Symbolbedeutung, obsoleter Formate und technischer Weiterentwicklung mit neune Medien, die alte in Vergessenheit geraten lassen ein sicheres Zeichen dafür, dass es in 500 Jahren schwierig wird.

In puncto Atommülllager wird es wohl auf "try and die" rauslaufen.

Da ich jedoch recht optimistisch bin, hoffe ich einfach, dass es in Zukunft Datenspeicher auf Basis von Stings gibt, die auf einem Speicher in heutiger USB Stick Größe das Gesamte aktuelle Internet mehrfach aufnehmen können. Und dann natürlich auch ein Envince oder Okular, was alle jemals vorhandenen Formate beherrscht und jede Sprache in die dann vorherrschende Sprache übersetzten kann - fehlerfrei (sogar Allgäurisch big_smile).
Zumal wir dann mind. auch schon Quantencomputer nutzen werden.

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#7 14.08.2017 19:16:42

akarvi
Mitglied

Re: "Unser digitales Gedächtnis"

Der bisher einzige erprobte wirkliche Langzeitdatenspeicher ist immer noch gutes altes Hartgestein wie Granit oder Diorit. Kann man nach 5000 Jahren noch lesen. Verstehen, Datendichte und Handling sind allerdings ein anderes Blatt. smile

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#8 15.08.2017 10:53:07

brikler
Mitglied

Re: "Unser digitales Gedächtnis"

akarvi schrieb:

Der bisher einzige erprobte wirkliche Langzeitdatenspeicher ist immer noch gutes altes Hartgestein wie Granit oder Diorit. Kann man nach 5000 Jahren noch lesen.

nicht ganz: nur wenn es nicht der witterung ausgesetzt ist^^
von dem her, sind glasierte fliesen grad so gut oder noch besser, weil man nicht mit hammer und meißel schreiben braucht

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#9 15.08.2017 12:19:22

matthias
Moderator

Re: "Unser digitales Gedächtnis"

Ich ritze meinen persönlichen Schriftverkehr immer auf die verblichene Innenseite der Schädeldecke von Säbelzahntigern, und schiebe die danach ins Fax-Gerät.

Das klappt super - es stellt sicher, dass niemand mehr mit dir spricht. Danach hast du Ruhe ...

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#10 15.08.2017 12:24:38

niemand
Mitglied

Re: "Unser digitales Gedächtnis"

Zumindest bei 500 Jahren würde ich mal behaupten wird es enorm schwierig.
Einen 500 Jahre alten deutschen Text versteht kaum ein heute lebender Deutscher mehr.

Dann wird es, wie heute, Leute geben, die sich auf alte Sprachen spezialisiert haben und in der Lage sind, Texte in den dann aktuellen Stand der Sprache zu übersetzen.

Was Medien angeht: 3D in einen Diamanten gelaserte Daten sollten überaus haltbar sein und eine gute Datendichte bieten. Notfalls geht sicher auch was anderes – siehe Bernstein mit Mio Jahre alten Insekten drin, deren DNA teilweise immer noch „lesbar“ ist. Die Frage ist die, ob entsprechende Möglichkeiten zum Auslesen vorhanden sein, oder reproduziert werden können.

Offline

#11 15.08.2017 15:25:12

Henrikx
Mitglied

Re: "Unser digitales Gedächtnis"

In 500 Jahren sitzt die Menschheit, oder was davon übrig ist, wieder vor dem Feuer.

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#12 15.08.2017 15:37:07

matthias
Moderator

Re: "Unser digitales Gedächtnis"

Diese Aussage halte ich jetzt für übertrieben optimistisch.

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#13 15.08.2017 19:23:48

efreak4u
Mitglied

Re: "Unser digitales Gedächtnis"

Zum Glueck sind wir hier im Café...  driftet ja ordentlich ab.. XD

... aber matthias, ich verstehe dich... Alle hacken auf das gute alte FAX rum... mal abgesehen von unserer Regierung... big_smile

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#14 15.08.2017 20:21:28

TBone
Mitglied

Re: "Unser digitales Gedächtnis"

Es hat eben jede Generation ihren ganz eigenen Weltuntergang.

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#15 10.11.2017 16:12:39

Werner
Mitglied

Re: "Unser digitales Gedächtnis"

Eine großartige Dokumentation, die man gesehen haben sollte: Mobilisierung der Träume (leider nur bis zum 15.11.2017 online).
Der Dokumentarfilm beginnt bei 49:30.

Arte Headline schrieb:

Der große Dokumentarfilm verfolgt die technischen und politischen Utopien der letzten 100 Jahre, die das vergangene Jahrhundert in seiner wechselvollen Geschichte begleitet haben. Seltenes Archivmaterial von fast 200 Filmen erzählt von diesem rasenden Fortschritt und seiner Dystopien. Eine Exkursion in die Geschichte von Film, Funk und Fernsehen.

Edit: Der direkte Link auf‘s Video - auch da ab 49:30.
(Den Direktlink hat man wohl vergessen zu depublizieren, er funktioniert jedenfalls auch heute am 18.11. noch) smile

Beitrag geändert von Werner (18.11.2017 11:01:57)

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