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#151 09.07.2013 16:00:02

Creshal
Mitglied

Re: Programme werden nach /usr/bin verschoben

> Alles was ich an Treibern für mein System brauchte, war fest im Kernel integriert.

Also quasi Windows-Verhältnisse, wo jeder Hardware-Wechsel zu Problemen führt? big_smile wink

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#152 09.07.2013 16:10:18

Lycanthropist
Mitglied

Re: Programme werden nach /usr/bin verschoben

Creshal schrieb:

> Alles was ich an Treibern für mein System brauchte, war fest im Kernel integriert.

Also quasi Windows-Verhältnisse, wo jeder Hardware-Wechsel zu Problemen führt? big_smile wink

So ähnlich, ja. wink Aber da ich selten irgendwas an meiner Hardware ändere, war das nie ein Problem (Außer ein Mal, als ein Kumpel plötzlich mit einem USB Headset ankam ^^). Dafür startete er dann immer etwas schneller, da die Module nicht erst geladen werden mussten. smile

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#153 09.07.2013 17:13:17

Smon
Mitglied

Re: Programme werden nach /usr/bin verschoben

Lycanthropist schrieb:

Dafür startete er dann immer etwas schneller, da die Module nicht erst geladen werden mussten. smile

Heutzutage braucht das BIOS bei mir länger als das komplette restliche Booten.

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#154 09.07.2013 17:20:33

Creshal
Mitglied

Re: Programme werden nach /usr/bin verschoben

Sowieso. Zwischen BIOS, Option ROMs, Bootloader, Daemons und Desktopumgebung muss sich der Kernel schon anstrengen, um ordentlich die Bootzeit zu vermiesen.

Beitrag geändert von Creshal (09.07.2013 17:20:51)

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#155 09.07.2013 17:48:22

Ovion
Mitglied

Re: Programme werden nach /usr/bin verschoben

robert2555 schrieb:

FHS-2.3:
3. The Root Filesystem
"To boot a system, enough must be present on the root partition to mount other filesystems. This includes
utilities, configuration, boot loader information, and other essential start-up data. /usr, /opt, and /var are
designed such that they may be located on other partitions or filesystems."

Wurde, wie Dirk schon angedeutet hat, zu einem Zeitpunkt spezifiziert, als /usr teilweise schlicht auf einen anderen Datenträger *musste*, weil die Datenträger zu klein waren. Diese Spezifikation war aus der Not geboren und macht schlicht und ergreifend heute nicht mehr wirklich Sinn. Oder kannst du mir den Sinn erklären, den ein /usr auf einer separaten Partition hat? Würde mich echt mal interessieren, ob's dafür irgendwo noch 'nen use-case gibt, da das hier ja schon wiederholt kritisiert wurde.

Das einzige, was mir da einfällt, wäre /usr als Netzlaufwerk, aber da kannst du gleich das komplette System auf einem Terminalserver starten, dürfte weniger Probleme machen.

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#156 10.07.2013 10:53:10

Lycanthropist
Mitglied

Re: Programme werden nach /usr/bin verschoben

Creshal schrieb:

Sowieso. Zwischen BIOS, Option ROMs, Bootloader, Daemons und Desktopumgebung muss sich der Kernel schon anstrengen, um ordentlich die Bootzeit zu vermiesen.

Jedes Bisschen zählt! smile

"Wer den Pfennig nicht ehrt, ist den Taler nicht wert." wink

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#157 10.07.2013 11:25:08

robert2555
Mitglied

Re: Programme werden nach /usr/bin verschoben

Ovion schrieb:
robert2555 schrieb:

FHS-2.3:
3. The Root Filesystem
"To boot a system, enough must be present on the root partition to mount other filesystems. This includes
utilities, configuration, boot loader information, and other essential start-up data. /usr, /opt, and /var are
designed such that they may be located on other partitions or filesystems."

Wurde, wie Dirk schon angedeutet hat, zu einem Zeitpunkt spezifiziert, als /usr teilweise schlicht auf einen anderen Datenträger *musste*, weil die Datenträger zu klein waren. Diese Spezifikation war aus der Not geboren und macht schlicht und ergreifend heute nicht mehr wirklich Sinn. Oder kannst du mir den Sinn erklären, den ein /usr auf einer separaten Partition hat? Würde mich echt mal interessieren, ob's dafür irgendwo noch 'nen use-case gibt, da das hier ja schon wiederholt kritisiert wurde.

Das einzige, was mir da einfällt, wäre /usr als Netzlaufwerk, aber da kannst du gleich das komplette System auf einem Terminalserver starten, dürfte weniger Probleme machen.

Durch die Installation jeglicher Softwarepakete aus dem Repository unter /usr, bläht sich das rootfs für meinen Geschmack zu sehr auf und ähnelt einer C: Partition unter Windows. Ich hätte gerne ein sauberes rootfs mit nur 1-2GB um evtl. /usr auf eine andere Platte oder einfach in eine LVM zu packen...

btw: Eine FHS 3.0 wurde 2011 schon einmal angekündigt, ich bin gespannt ob da noch etwas draus wird...

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#158 10.07.2013 11:41:07

Creshal
Mitglied

Re: Programme werden nach /usr/bin verschoben

Weil jetzt alles sauber in /usr liegt, was du problemlos in eine eigene Partition auslagern kannst (solange du sie durch das initramfs mountest, was Arch unterstützt), verstopft es das Rootfs mehr, als wenn es in /bin, /sbin, und /lib verstreut wäre, was du nach FHS nicht auf eigene Partitionen auslagern darfst?

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#159 10.07.2013 11:43:26

Dirk
Moderator

Re: Programme werden nach /usr/bin verschoben

Creshal schrieb:

Weil jetzt alles sauber in /usr liegt, was du problemlos in eine eigene Partition auslagern kannst (solange du sie durch das initramfs mountest, was Arch unterstützt), verstopft es das Rootfs mehr, als wenn es in /bin, /sbin, und /lib verstreut wäre, was du nach FHS nicht auf eigene Partitionen auslagern darfst?

Für ihn anscheinend *lol* Also manchmal … smile

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#160 10.07.2013 17:56:29

Ovion
Mitglied

Re: Programme werden nach /usr/bin verschoben

robert2555 schrieb:

Durch die Installation jeglicher Softwarepakete aus dem Repository unter /usr, bläht sich das rootfs für meinen Geschmack zu sehr auf und ähnelt einer C: Partition unter Windows. Ich hätte gerne ein sauberes rootfs mit nur 1-2GB um evtl. /usr auf eine andere Platte oder einfach in eine LVM zu packen...

Die Frage ist, welchen Vorteil hast du daraus? Bedenkend dass das erkauft wird, Binarys über zig Verzeichnisse zu verstreuen, was der Ordnung nicht zuträglich ist. Ich sehe den Vorteil eines solch schlanken rootfs nicht, wenn man mit diesem Rootfs ohnehin nicht arbeiten kann.

Creshal schrieb:

Weil jetzt alles sauber in /usr liegt, was du problemlos in eine eigene Partition auslagern kannst (solange du sie durch das initramfs mountest, was Arch unterstützt)

Und warum erzählen dann alle, dass Booten mit separatem /usr broken sei?

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#161 10.07.2013 17:58:51

Dirk
Moderator

Re: Programme werden nach /usr/bin verschoben

Ovion schrieb:

Und warum erzählen dann alle, dass Booten mit separatem /usr broken sei?

Aus dem selben Grund, aus dem viele (selbst Köche) behaupten, dass Fleisch Poren habe, die man durch das Anbraten schließen könne – Weil es alle behaupten, und diese Behauptungen ungeprüft übernommen werden.

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#162 10.07.2013 18:22:22

Creshal
Mitglied

Re: Programme werden nach /usr/bin verschoben

Ovion schrieb:
Creshal schrieb:

Weil jetzt alles sauber in /usr liegt, was du problemlos in eine eigene Partition auslagern kannst (solange du sie durch das initramfs mountest, was Arch unterstützt)

Und warum erzählen dann alle, dass Booten mit separatem /usr broken sei?

Weil "Boot mit separatem /usr" entweder "Boot mit /usr, das zusammen mit den anderen fstab-Einträgen durch die Root-Partition eingebunden wird" oder "Boot mit /usr, das durch das Initramfs direkt eingebunden wird" bedeuten kann. Weil ersteres nicht geht, hat mkinitcpio zweiteres als Workaround eingebaut. wink

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#163 10.07.2013 18:42:24

Smon
Mitglied

Re: Programme werden nach /usr/bin verschoben

Steht doch sogar auch im Wiki:
https://wiki.archlinux.org/index.php/Mk … mmon_hooks

usr     Add supports for /usr on a separate partition.     Mounts the /usr partition after the real root has been mounted.

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#164 20.07.2013 14:29:24

matthias
Moderator

Re: Programme werden nach /usr/bin verschoben

Wer jetzt zwei Monate zu spät kommt, den bestraft das Leben. (zumindest unter Arch)

Daher machen wir an dieser Stelle besser Schluss und ansonsten gilt: neue Probleme = neuer Thread.

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