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#1 07.06.2012 22:32:46

matthias
Moderator

filesystem-Aktualisierung - manueller Eingriff erforderlich

Ab Version filesystem-2012.6-2 sind die Verzeichnisse /var/run und /var/lock per Verknüpfung versetzt worden.
Bei den meisten Systemen werden die Verknüpfungen erzeugt. Wie auch immer, diese Verknüpfungen sind nicht bei den Paketen vorhanden. Dieser Fehler wird somit bereinigt.
Sind die Verknüpfungen auf dem System, ( Das wäre bei den meisten Leuten so), dann kannst Du einfach ein

# pacman -Syu --ignore filesystem && pacman -S filesystem --force

  durchführen.
Andererseits, sind /var/run oder /var/lock Verzeichnisse ( zum Beispiel falls du systemd und mit mit initscripts niemals bootest ) dann mußt du die Verzeichnisse VOR dem aktualisieren löschen. Falls diese Verzeichnisse zur Zeit gebraucht sind, ist es ratsam alle Hintergrundaktivitäten (Dienste) abzuschalten bevor man fortfährt.

# rm -rf /var/run /var/lock && pacman -Syu && reboot

Notiz: Generell, es wird dringend abgeraten die Option --force zu benutzen da diese nicht sicher ist. Es ist sicherer und empfohlen eine Löschung der Verknüpfungen /var/run oder /var/lock per hand durchzuführen. In diesem speziellen Fall ist es jedoch sicher und empfohlen --force zu verwenden, um zu vermeiden, die Symlinks /var/run oder /var/lock per Hand löschen zu müssen.
 
Als Letztes, beim aktualisieren des Paketes filesystem für Benutzer mit Paketversion vor linux-3.4 wird es eine Warnung geben für Rechte auf Verzeichnis /sys. Das ist nicht weiter schlimm. Die Rechte werden 555 sein, und bei der Aktualisierung  wird das angezeigt im Paket filesystem.

PS: Danke an Greg für die Übersetzung.

Offline

#2 07.06.2012 23:19:02

jefaridas
Mitglied

Re: filesystem-Aktualisierung - manueller Eingriff erforderlich

matthias schrieb:

Notiz: Generell, es wird dringend abgeraten die Option --force zu benutzen da diese nicht sicher ist. Es ist sicherer und empfohlen eine Löschung der Verknüpfungen /var/run oder /var/lock per hand durchzuführen.

Note: In general, it is strongly advised to avoid the --force switch as it is not safe. However, in this particular case it is safe, and suggested to avoid having to manually delete the /var/run or /var/lock symlinks.

Würde ich dann doch "etwas anders" übersetzen, nämlich genaues Gegenteil:
In diesem speziellen Fall ist es jedoch sicher und empfohlen (--force zu verwenden) um zu vermeiden die Symlinks /var/run oder /var/lock per Hand löschen zu müssen.

Offline

#3 07.06.2012 23:38:31

matthias
Moderator

Re: filesystem-Aktualisierung - manueller Eingriff erforderlich

Hast ja recht. Jetzt zufrieden? Startseite ist schon wichtig, Fehler bitte immer sofort melden.

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#4 08.06.2012 02:25:18

stefanhusmann
Moderator

Re: filesystem-Aktualisierung - manueller Eingriff erforderlich

Danke. Aber andererseits, was ist so schlimm, daran zwei Symlinks (man sollte sich schon sicher sein, dass es solche sind, s.o.) manuell zu löschen? Es funktioniert ja auch, und mir ist das bauchgefühlsmäßig lieber als ein länglicher, selten genutzter pacman-Aufruf.

Edit: Zu spät gesehen, dass das hier schon diskutiert wurde.
Und nochmal Dank an alle, die hier meinen Job machen.

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#5 08.06.2012 10:08:41

arlite
Mitglied

Re: filesystem-Aktualisierung - manueller Eingriff erforderlich

matthias schrieb:

Falls diese Verzeichnisse zur Zeit gebraucht sind, ist es ratsam alle Hintergrundaktivitäten (Dienste) abzuschalten bevor man fortfährt.

Ich glaube, das geht am gründlichsten mit einem Wechsel in Runlevel 1. Damit lief das Update hier durch wie geschmiert.

Offline

#6 12.06.2012 12:06:28

starflow
Mitglied

Re: filesystem-Aktualisierung - manueller Eingriff erforderlich

@jefaridas:
Aber sonst findest du die Übersetztung in Ordnung?

Ich finde sie doch ehrlich gesagt...holprig, etwas sehr holprig um ehrlich zu sein.
Ich selber habe dann doch lieber das Original gelesen.

Ich mein, das kann doch nicht nur mir so gehen?!

Ich will ja nicht einfach nur rummeckern, also hier mal meine Version:

archlinux.org schrieb:

Ab filesystem-2012.6-2 sind die Ordner /var/run und /var/lock durch Symlinks nach /run bzw. /run/lock zu ersetzten.
Auf den meisten Systemen ist das bereits der Fall da diese Symlinks beim Boot durch initscripts erstellt werden.
Allerdings sind die Symlinks keinem Packet zugehörig, was wir hiermit beheben werden.

Wenn die Symlinks bereits vorhanden sind (was bei den meisten der Fall sein sollte) kann man einfach folgendes ausführen:

pacman -Syu --ignore filesystem && pacman -S filesystem --force

Falls das nicht der Fall sein sollte, /var/run und /var/lock sind also Ordner und keine Symlinks (was z.B. zutreffen sollte
wenn man systemd statt initscripts verwendet), muss man diese vor dem Update löschen, da diese Ordner zur Laufzeit genutzt
werden sollten vorher alle Hintergrundanwendungen beendet werden.

pacman -Syu --ignore filesystem && rm -rf /var/run /var/lock && \
  pacman -S filesystem

Danach sollte das System neugestartet werden.

Anmerkung: Normalerweise wird dringend davon abgeraten die Option --force zu benutzen da diese nicht sicher ist.
Es ist sicherer und empfohlen eine Löschung der Verknüpfungen /var/run oder /var/lock per Hand durchzuführen. In diesem
speziellen Fall ist es jedoch sicher und empfohlen --force zu verwenden, um zu vermeiden, die Symlinks /var/run oder
/var/lock per Hand löschen zu müssen.

Als letztes, beim aktualisieren des Paketes filesystem werden Nutzer einer Kernelverson vor linux-3.4 eine Warnung erhalten
im Bezug auf die Rechte des Verzeichnis /sys. Das ist nicht weiter schlimm, die Rechte werden 555 sein, und bei der Aktualisierung
wird das angezeigt im Paket filesystem.

MfG *~

P.S.: Ich hoffe mein Posting kommt nicht allzu barsch rüber.

Offline

#7 26.06.2012 22:44:20

mows
Gast

Re: filesystem-Aktualisierung - manueller Eingriff erforderlich

Durch diesen Pfusch sind mir in den letzten Wochen 2 Systeme verreckt. Beim ersten System hatte ich die besprochenen Verzeichnisse per --force gelöscht, beim 2. bin ich nach Anleitung verfahren. Bei 2 weiteren Archlinux-Systemen, die ich u.a. auch beruflich und privat nutze, lief alles glatt durch manuelle Löschung der Verzeichnisse von der Shell aus. Glücksspiel für mich.

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