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#1 08.07.2007 10:04:56

ManfredB
Mitglied

ArchLinux-Installation - sehr gute Erfahrungen

Hallo zusammen,

ich möchte doch einmal ein grosses Lob aussprechen, auch wenn es hier vielleicht nicht hingehört.

Nachdem meine alte Installation von einer anderen Linux-Installation geschreddert worden war, hab ich mich an eine Neu-Installation mit der ftp.iso vom LinuxTag 2007 gemacht.

Dank der sehr guten Anleitung im Wiki (ausserordentliches Lob dafür!) war es kein Problem, Arch neu aufzusetzen.

Nicht immer ist es ja sinnvoll, ein funktionierendes System erneut zu installieren, aber was soll einer machen, wenn so etwas passiert (Arch vollkommen weggeputzt von der Festplatte.

Ich bin restlos begeistert über
1. Die Geschwindigkeit der Installation (ftp.nluug.nl)
2. Die gute Hilfe bei der Installation mit jedem Schritt
3. Das flotte installierte System (booten rasant, Start von KDE schnell)

Bestätigung für den Slogan von ArchLinux:
"eine einfache, schlanke Linux-Distribution"

Allen auch viel Freude mit ArchLinux
und einen schönen Sonntag dazu smile

Gruss
Manfred

Offline

#2 08.07.2007 11:01:57

Spot
Mitglied

Re: ArchLinux-Installation - sehr gute Erfahrungen

Ist ja mal schön Lob-Themen zu sehen und nicht nur welche mit Problemem wink

Ich möchte mich deinem Lob anschließen.
Selber war ich erstaunt wie schnell die Installation von statten ging.
Die Wiki ist sehr zu empfehlen und hat mich besonders bei dem Nvidia-Treiber, Xorg, pacman usw... weitergeholfen und gebracht.

Auch ist das Forum sehr kompetent - mir wurde immer freundlich geholfen.
Nachdem ich Knoppix, Suse, Mandriva und Xubuntu hinter mir habe, denke ich das ich mit Arch auf längere Zeit glücklich werden werde smile

Hiermit möchte ich micht schonmal für die Hilfe bedanken: Danke ! smile

Mit freundlichen Grüßen
'Spot

Offline

#3 10.07.2007 11:43:19

thomasf72
Gast

Re: ArchLinux-Installation - sehr gute Erfahrungen

Da Lob ich gleich mal mit lol ... interessantes System
Allerdings finde ich es auch etwas schade, des es arch nur bleeding-edge gibt. wink Mit so einem Stable Zweig , der von Release zu Release nur mit Security and Bugfixes bedient würde, würde Arch ... zumindest für mich zu meinem favorisiertem System machen .... in allen Bereichen.
Aber ich will ja nicht meckern hier ..... es ist eben so gewollt und fertig. smile

#4 10.07.2007 12:27:54

Flying Saxman
Mitglied

Re: ArchLinux-Installation - sehr gute Erfahrungen

Gab es mal Diskussionen zu. So weit ich das erinnern kann, waren die contra-argumente, dass es zu viel Aufwand bedeuten würde (siehe Debian) und unter Umständen eben ein solches "stabiles" System, in das nur erprobte Software kommt, gerade dadurch instabil wird, wg. inkompatibilitäten (ich hoffe, ich schrob es richtig) der Komponenten untereinander. Irgendwie sowas meine ich zu erinnern.

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#5 10.07.2007 12:44:30

Pierre
Entwickler

Re: ArchLinux-Installation - sehr gute Erfahrungen

Richtig. Wenn man das richtig machen möchte, ist der Aufwand enorm. So ist es zum Beispiel mehr oder weniger trivial eine neue KDE-Version zu packen. Hierzu sind eigentlich keine Kenntnisse über die interne Architektur von KDE nötig. (man muß nichtmal programmieren können)

Möchte ich aber eine KDE-Version festhalten und nur Sicherheitsupdates einspielen, wird es kompliziert. Diese werden vom KDE-Projekt ja nicht für alte Versionen angeboten (warum auch?). Hier muß man also selbst Hand anlegen und versuchen nur die Sicherheitsupdates aus der neuen Version in die alte zurückzuportieren. Das ist nicht immer einfach und erfordert einiges an Wissen über den Programmcode. Die Gefahr, daß man hierbei Lücken oder Seiteneffekte übersieht oder gar neue Fehler einbaut ist recht groß.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist: Jede Software hat irgendwie Fehler. Da macht es kaum Sinn einen Versionsstand einzufrieren und nur noch Sicherheitslücken zu stopfen. So hatte ich z.B. bei einer Debian-Installation mit Bugs in PHP zu kämpfen, die in neueren PHP-Versionen behoben wurden. Da es aber kein Sicherheitsrisiko war, wurde es nicht behoben.

Da die meisten OS-Projekte keinen "stabilen" Zweig pflegen (in dem also nur Bugs behoben werden), ist es für Distributionen sehr schwierig dies selbst bereitzustellen. Der Aufwand mag sich aber für größere Installationen in Unternehmen etc. sehr wohl lohnen.

Offline

#6 10.07.2007 20:07:38

thomasf72
Gast

Re: ArchLinux-Installation - sehr gute Erfahrungen

Jo, kann man verstehen,wenn man das so liest. Man lernt nie aus. smile
Doch ist es nicht auch sehr "gefährlich" für die Verfügbarkeit des Systems, wenn neue Pakete gebaut und ins Repo geschoben werden? Es muß ja nicht gleich ein kompletter Freeze bis zum nächsten Release erfolgen, aber irgendein Testzyklus eben, so das der Produktiv genutze Zweig allein dadurch schon stabiler wird. Wenn ich das richtig verstehe, dann findet doch ... Zitat aus Info über Arch: "Sowie ein Paket aktualisiert wurde, landet es ,nach einer eventuellen (kurzen) Testing Phase, in Current" ... nicht wirklich ein Test statt?

Kleine Anmerkung noch, um Missverstände auszuschließen:
Klingt vielleicht etwas wie meckern .... sollte aber bitte wirklich nicht so verstanden werden. Ich interessiere mich nur für Arch als stabiles/verläßliches System und glaube eben, (nach meinem Wissensstand) das der derzeitige Weg , dem eigentlich sehr guten System immer etwas unstables Anhängt. Ich habe zumindest seit dem ich Arch nutze, immer noch ein Debian mit an Board. wink

Thomas

#7 10.07.2007 23:38:21

matthias
Moderator

Re: ArchLinux-Installation - sehr gute Erfahrungen

thomasf72 schrieb:

Zitat aus Info über Arch: "Sowie ein Paket aktualisiert wurde, landet es ,nach einer eventuellen (kurzen) Testing Phase, in Current" ... nicht wirklich ein Test statt?

Doch, es findet immer ein ziemlich intensiver Test statt, bevor etwas überhaupt nach [testing] rutscht. Da wird es dann von einigen Usern ausprobiert, bevor es offiziell wird.

Und philosophisch gesehen: Du hast offenkundig ein wenig Angst vor dem Begriff "bleeding edge", doch ein stinknormales Sicherheits-Update kann offenkundig nichs anderes sein als "bleeding edge", richtig? (Sicherheits-Update heisst nur: wir reagieren auf die allerjüngste Bedrohung, wir wissen nur noch nicht, ob es klappt). Bekanntlich hat Arch ein Rolling-Release-System und löst Sicherheits-Probleme auf diesem Weg.

thomasf72 schrieb:

Ich (...) glaube eben, (...) das (...) dem eigentlich sehr guten System immer etwas unstables Anhängt.

Ja, es ist per Definition "unstable" - ohne Garantien. Hat Debian Garantien? "Unstable" heisst eben irgendwo auch: Wir haben die neuesten Sicherhets-Updates schon drin, oder? Du wirst hier und anderswo einige Threads finden, in denen Arch längst auch für den komerziellen oder den Server-Markt für tauglich befunden wurde.

thomasf72 schrieb:

Ich habe zumindest seit dem ich Arch nutze, immer noch ein Debian mit an Board. wink

Ja, ich schleppe auch noch einigen Restmüll mit mir 'rum (in meinem Fall ein älteres Suse). Hab ich die letzten zwölf Monate nicht mal gestartet. Hab ich mental als Testgebiet für Nuklear-Experimente freigegeben ...

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#8 11.07.2007 08:03:33

mipooh
Mitglied

Re: ArchLinux-Installation - sehr gute Erfahrungen

wirkliche Probleme habe ich mit Archlinux nie gehabt. Da war Debian schon problematischer (hatte da mal unstable) und das stable ziemlich veraltet, was Desktopsachen angeht.

Offline

#9 11.07.2007 12:31:19

marsupilama
Mitglied

Re: ArchLinux-Installation - sehr gute Erfahrungen

matthias schrieb:

Ja, ich schleppe auch noch einigen Restmüll mit mir 'rum (in meinem Fall ein älteres Suse). Hab ich die letzten zwölf Monate nicht mal gestartet.

das geht mir mit mit meinem "Reserve-Mandrake" ähnlich ; da arch so gut läuft, wird das wird wohl demnächst als /tmp eingehängt... wink

Beitrag geändert von marsupilama (11.07.2007 12:32:24)

Offline

#10 11.07.2007 20:00:42

thomasf
Mitglied

Re: ArchLinux-Installation - sehr gute Erfahrungen

matthias schrieb:

Doch, es findet immer ein ziemlich intensiver Test statt, bevor etwas überhaupt nach [testing] rutscht. Da wird es dann von einigen Usern ausprobiert, bevor es offiziell wird.

Es gibt also "vor" testing noch einen anderen Zweig? .... wußte ich garnicht.

Nu fällt mir doch glatt nochwas ein lol

Pierre erklärt etwas weiter oben wie schwierig es ist ein "gefreeztes" System mit Security und Bugfixes upzudaten , da die Patches eventuell andere inkompatibilitäten hervorrufen können. Ich habe mir darüber echt nen Kopp gemacht und frage mich dabei aber ob das nicht auch auf Rolling-Releasing zutrifft? Ist doch vom Grundprinzip her das selbe oder? Es wird ja hier auch immer nur teileweise irgendwas erneuert ... oder verstehe ich es nicht richtig.

Anbei nochmal die Bitte das nicht als meckern zu verstehen ....... ich will das einfach etwas verstehen können. smile

Thomas

Beitrag geändert von thomasf (11.07.2007 20:15:56)

Offline

#11 11.07.2007 22:15:01

matthias
Moderator

Re: ArchLinux-Installation - sehr gute Erfahrungen

thomasf schrieb:

Es gibt also "vor" testing noch einen anderen Zweig? .... wußte ich garnicht.

Nicht so wirklich - es gibt Diskussionen unter den Devs, es gibt inoffizielle Repos für Arch-spezifische Sachen, wie auch für grosse Projekte wie KDE, es gibt Mailing-Listen, auf denen das alles diskutiert wird. Das ist alles total inoffiziell - du kannst das finden, wenn Du willst, aber Du kannst dich nicht beschweren, wenn etwas nicht funktioniert, was offenkundig noch in Entwicklung ist. Auch [testing] - der nächste Schritt - würde man bei klarem Verstand nur aktivieren, wenn man ein noch-nicht-offizielles Paket ernsthaft auf Herz und Nieren prüfen will. Wer nur ein stabiles System will, ist mit offiziellen Paketen gut bedient.

Zu deiner zweiten Frage: Keine Ahnung big_smile
Ich glaube, ein Rolling-Release-System verursacht auf Grund der inkremetellen Vorgehensweise keine Inkompabilitäten. Aber so wirklich verstehe ich das auch nicht wink

Dritter Punkt: Niemand hat Dich je hier des Gemeckeres bezichtigt, und niemand wird dich für Verstehens-Fragen kritisieren.

Offline

#12 11.07.2007 23:37:46

zico
Mitglied

Re: ArchLinux-Installation - sehr gute Erfahrungen

Ach ich find das ganz in Ordnung mit dem rolling System bisher. Ausserdem ists ja jedem selbst überlassen was er wann und wie updated. Ist ja schließlich ein Linux wink

Offline

#13 12.07.2007 00:26:28

Schrauber
Mitglied

Re: ArchLinux-Installation - sehr gute Erfahrungen

Da ich selber Softwareentwickler bin (allerdings am Großrechner), kann ich Pierres Argumentation sehr gut nachvollziehen.

Das Problem ist folgendes:
Patches für Sicherheitslücken kommen i.d.R. für aktuelle Versionen raus.
Wenn man nun einen Freeze macht, dann legt man sich auf einen Versionsstand fest. Nun kommt u.U. für zwei Versionen später ein Sicherheitspatch raus. Die Lücke bestand aber auch schon in der alten Version.
Der Sicherheitspatch passt aber nicht zur alten Version. Man muss ihn nun zurück auf die alte Version portieren. I.d.R. ist sowas eine ziemliche Frickelei und kommt einer Neuentwicklung des Patches gleich. Dabei kann man schlicht nicht garantieren, das man alle Randbedingungen und Nebenwirkungen bedacht hat. Absolut fehlerfreie Software ist leider Wunschdenken und in der Praxis unmöglich.

Man braucht also Devs, die die Patches zurück portieren können. Das kostet einfach Manpower ohne Ende.

Auf der anderen Seite steht das Rolling Release. Hier hat man die altuellen Versionen und kann die Patches einfach darauf anwenden. Ohne irgendwelche Frickeleien. Das ist wesentlich einfacher.
Nachteil ist auf dieser Seite, das man immer aufpassen muss, das auch alle Pakete im System zusammenpassen.

Beides hat also Vor- und Nachteile. Es gibt nicht die bessere oder sicherere Variante.
Der größte Vorteil eines Stable-Zweiges liegt darin, das nicht ständig neue Versionen von Paketen rauskommen. Das ist für Admins einfacher.

Letzten Endes ist es eine schlichte Entscheidung. A oder B. Stable oder Rolling Release. Eine Entscheidung um besser oder schlechter ist es nicht. Es hängt von der Zielrichtung ab.

Offline

#14 12.07.2007 15:55:54

Army
Mitglied

Re: ArchLinux-Installation - sehr gute Erfahrungen

Also mir gingen diese Freezes unter Ubuntu irgendwann voll auf die Nerven! Das war ein sehr gewichtiger Grund, hierher zu kommen. Schaut euch mal Ubuntu 6.06 LTS an! Diese Version wird noch heute gepflegt und ist noch immer gefreezed. Das betrifft u.a. den Firefox, der inzwischen auf Version 2 geupdatet wurde und dessen offizielle Pflege für den 1.5.? bereits beendet wurde. Tja, ziemlich Kacke, oder?! Die müssen jetzt die Sicherheitsupdates auf 1.5.? portieren! Das ist doch eigentlich völlig bescheuert, oder?! Da liegt die neue Version auf dem Tisch und wird nicht benutzt. Klar, diese Ubuntu-Version muss ja niemand benutzen, aber alleine sowas anzubieten...ich nix blick

Offline

#15 12.07.2007 21:09:58

_rp_
Gast

Re: ArchLinux-Installation - sehr gute Erfahrungen

Army schrieb:

Also mir gingen diese Freezes unter Ubuntu irgendwann voll auf die Nerven! Das war ein sehr gewichtiger Grund, hierher zu kommen. Schaut euch mal Ubuntu 6.06 LTS an! Diese Version wird noch heute gepflegt und ist noch immer gefreezed. [...] Da liegt die neue Version auf dem Tisch und wird nicht benutzt. Klar, diese Ubuntu-Version muss ja niemand benutzen, aber alleine sowas anzubieten...

Never change a running system.
Die meisten Firmen würden das halbjährige Updaten wohl kaum mitmachen, insbesondere wenn man mal bedenkt, wie oft es bei diesen Updates dann Probleme gibt (Probleme = finanzieller Verlust). Ich hatte bei neuen SuSE-Versionen jedenfalls immer mehr Probleme auf einen Schlag als bei Arch über ein Jahr verteilt.
Da es aber Canonicals Absicht ist, Ubuntu auf Firmen-PCs laufen zu sehen (Firmenkunden = Support = Geld), mussten sie eben auch ein Ubuntu speziell für Firmenkunden bauen und dies bedeutet Langzeit-Support von mindestens 3 Jahren.

#16 14.07.2007 11:37:35

Army
Mitglied

Re: ArchLinux-Installation - sehr gute Erfahrungen

Ja ok, logisch, für Firmen macht das Sinn, da hast du Recht. Ich hab auch eher auf Privatanwender gepeilt. Also zieh ich die 4 Worte vor dem letzten "..." zurück wink

Offline

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