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#1 25.02.2005 21:59:41

_desta_
Gast

Einige Fragen zu Archlinux !

Hallo an alle !

Ich arbeite schon länger mit Linux und habe natürlich auch schon einige ausprobiert.
Im Moment sind Debian (1. Stelle *g*) und Gentoo meine beiden Favoriten.
Bei Gentoo nervt mich immer das kompilieren. Aber es ist immer aktuell.

Ich habe bei Archlinux gesehen das auch sehr aktuelle Pakete verwendet werden.
Wird hier auch alles aus den Sourcen kompiliert ? Sind das fertige Paktete ?

z.b KDE aus den Sourcen ist ja die Hölle.

Von Debian verwende ich im Moment nur SID.

Wie ist das bei Arch ? Wird da aus stable usw. gemischt ?
Wie stabil ist das ganze wirklich ? Ich habe immer gerne neuere Sachen.

Würde mich freuen wenn ihr mir einige Fragen beantworten könntet.

Habe ne Radeon 9800 XT und Xorg mit echter Transparenz noch nie live gesehen auf meinem PC.
3D-Beschleunigung ist halt immer so ein Thema.

Grüße Alex

#2 26.02.2005 12:39:16

Pierre
Entwickler

Re: Einige Fragen zu Archlinux !

Hallo,

ArchLinux enthält immer die neuesten Versionen der jeweiligen Projekte. Es gibt nur eine Arch-Version, nämlich "current" (nicht stable, testing und sid wie bei Debian)

Desweiteren ist ArchLinux eine Binärdistribution, d.h. es gibt zu allen Programmen fertig kompilierte Pakete. Allerdings ist es mittels ABS sehr leicht eigene Pakete zu erstellen.

Ich denke nicht, daß die Transparenz von xorg auf ATI-Karten so gut läuft (ATI hat keine RENDER-Extension, oder?).

Offline

#3 05.04.2005 13:45:50

hoergen
Gast

Re: Einige Fragen zu Archlinux !

KDE aus den sourcen ist nicht die Hölle. Man läd sich Konstruct runter, liest das Readme und 2-3 Stunden später steht das KDE.

#4 05.04.2005 18:53:01

FJO
Mitglied

Re: Einige Fragen zu Archlinux !

Hui, auf was für einer Maschine kompilierst du das? KDE braucht bei mir eher 8-10 Stunden (Pentium-M mit 1,3 GHz). Aber auch das ist eigentlich nicht so schlimm, man muss den Rechner nur mal laufen lassen wenn man ihn mal einen Tag eh nicht braucht. Die meisten Programme brauchen erheblich weniger Zeit, nur OOo, X11 und Mozilla brauchen ebenfalls recht viel Zeit.

Offline

#5 05.04.2005 19:39:56

MatrixP
Mitglied

Re: Einige Fragen zu Archlinux !

das ist der vorteil von arch gegenüber gentoo.... lol:D:D

Fertig optimiert kompilierte pakete *g*

Gentoo auf meinem Server läuft allerdings auch sehr gut. Portage gefällt mir halt sehr gut wegen dem großen Angebot an Software.

Btw Arch ist aktueller als Gentoo wink

MatrixP

P.S: arch ist stabil. hatte bist jetzt keine probleme....

Offline

#6 05.04.2005 20:33:26

FJO
Mitglied

Re: Einige Fragen zu Archlinux !

Ich sehe das mit dem Kompilieren als den Vorteil von Gentoo wink
Wenn man das nicht so sieht ist Gentoo aber auch eher die falsche Distribution

Offline

#7 06.04.2005 16:51:25

MatrixP
Mitglied

Re: Einige Fragen zu Archlinux !

Ich sehe das mit dem Kompilieren als den Vorteil von Gentoo wink
Wenn man das nicht so sieht ist Gentoo aber auch eher die falsche Distribution

wink

Ich will jetzt keinen Distro Streit anzetteln, aber genau das bringt es eben nicht. Hab irgendwo mal gelesen, dass der performance unterschied zwischen Debian (i386) und Gentoo max. 3% ausmacht. Von daher kann man sich das schenken. Kenne aber den Vergleich zwischen Gentoo und Debian nicht, da ich Debian nicht kenne *g* --> die Hoffnung stirbt zu letzt lol

MatrixP

Beitrag geändert von MatrixP (06.04.2005 18:20:25)

Offline

#8 06.04.2005 16:58:11

Pierre
Entwickler

Re: Einige Fragen zu Archlinux !

Nunja, KDE läuft auf meinem Athlon 600 (ArchLinux) deutlich schneller als auf einem P4 2.8 GHz (Debian). Das kann aber auch daran liegen, daß die Debian-Pakete von KDE ziemlicher Murks sind wink

Offline

#9 06.04.2005 22:14:59

FJO
Mitglied

Re: Einige Fragen zu Archlinux !

Ich sehe den Vorteil auch eher in der Konfigurierbarkeit. Man kompiliert eben genau die Optionen mit ein, die man wirklich braucht. Bei einzellnen Packten z.B. xine habe ich auch den Eindruck, dass das Programm tatsächlich schneller läuft. Hier dürfte aber vor allem zu betragen, dass das Programm dann z.B. SSE benutzt.

Offline

#10 07.07.2005 12:28:21

dcf
Gast

Re: Einige Fragen zu Archlinux !

Der vorteil von gentoo liegt auch darin, dass es sich auf praktisch jeder architektur installieren lässt, da selbst kompiliert wird... ich habe gentoo auf einem iMac G3 laufen... Das kompilieren (XFCE, Mozilla, Openoffice) hat zwar > 48 Stunden gedauert, aber jetzt läuft das ganze doch mit ner ganz ordentlichen geschwindigkeit... deutlich schneller wie pre-compiled-ubuntu...

#11 22.07.2005 11:40:22

ncoder.
Gast

Re: Einige Fragen zu Archlinux !

Ich möchte nun auch keinen Distro-Streit anzetteln, aber bin erst letztes Wochenende von Gentoo auf Arch umgestiegen. Mein bisheriges Fazit, der größte Vorteil von Gentoo gegenüber Arch sind die vielen Dokus und Foren, die man sowohl auf Deutsch und Englisch findet. Ob nun Gentoo schneller ist als Arch mag ich zu bezweifeln. Zumindest merke ich davon nichts. Mag sein das Gentoo theoretisch schneller ist, in der Praxis merke zumindest ich aber nicht viel davon.
Dennoch, beide sind sehr gute Distris, mich haben lediglich die langen Kompilierzeiten unter Gentoo gestört. Sonnst hätte ich keinen Grund zum wechseln gehabt.
Andererseits ist es schon sehr beeindruckend, wenn man am Sonntag Abend um 19 Uhr mit dem installieren anfängt, und um 20:30 Uhr mit fast allen fertig ist.

#12 24.10.2005 21:17:13

jakob
Mitglied

Re: Einige Fragen zu Archlinux !

Hm, mit Gentoo habe ich noch nicht gearbeitet, aber wenn ich mir vorstelle: 40 Stunden für das Kompilieren von KDE (mal ganz davon abgesehen, dass ich meinen PC nie solang am Stück laufen lassen könnte), das kann doch nie und nimmer durch 5 Sekunden schnelleres Starten beim Hochfahren gutgemacht werden... wie sagt man so schön in der Finanzwelt, das amortisiert sich doch nie...

Offline

#13 26.10.2005 19:10:01

FJO
Mitglied

Re: Einige Fragen zu Archlinux !

Ich denke es ist wenig sinnvoll sich über die Vor- und Nachteile diese Punktes zu streiten. Gentoo hat als Quelltextdistribution einfach ein ganz anderes Ziel. Alles selbst zu kompilieren hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Was einem da wichtiger ist hängt von der Anwendungssituation und den persönlichen Vorlieben ab. Ich denke wenn man Gentoo einsetzt, sollte man auch bewusst eine Quelltextdistribution haben wollen, auch wenn man nicht mehr zwingend alles selbst kompilieren muss. Als solche empfinde ich Gentoo als sehr durchdacht. Auch bei der Dokumentation kann man, zumindest in englisch, eigentlich nicht klagen.

Offline

#14 04.11.2005 20:07:07

Sicherheitskurt
Gast

Re: Einige Fragen zu Archlinux !

FJO schrieb:

Ich denke es ist wenig sinnvoll sich über die Vor- und Nachteile diese Punktes zu streiten. Gentoo hat als Quelltextdistribution einfach ein ganz anderes Ziel. Alles selbst zu kompilieren hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Was einem da wichtiger ist hängt von der Anwendungssituation und den persönlichen Vorlieben ab. Ich denke wenn man Gentoo einsetzt, sollte man auch bewusst eine Quelltextdistribution haben wollen, auch wenn man nicht mehr zwingend alles selbst kompilieren muss. Als solche empfinde ich Gentoo als sehr durchdacht. Auch bei der Dokumentation kann man, zumindest in englisch, eigentlich nicht klagen.

Damit wäre dann wohl das Zwischenthema abgescheschlossen.

Nochmal zum Thema:

Als stabil würde ich Arch nicht bezeichnen. Zwar hatte ich bisher auch noch keine Probleme mit defekten Paketen etc., aber die Pakete bei Arch werden wenig getestet und eher schnell veröffentlicht. Es eignet sich daher eher nicht für wichtige Produktivsysteme wie Server etc.

#15 05.11.2005 17:11:54

jakob
Mitglied

Re: Einige Fragen zu Archlinux !

hm also das mit dem schnellen veröffentlichen kann ich nicht bestätigen, openoffice2.0.0 liegt immer noch in [testing]... z.B.

Ich hatte noch keine Probs mit Arch von wegen Abstürzen (weiß allerdings nicht, ob das nun ein Indiz für ein stabiles System ist, so wie ihr immer davon redet... bin halt doch ein bis vor kurzem eingefleischter Fensternutzer....)

MfG,

hellwoofa

Offline

#16 09.11.2005 11:20:25

tonks
Mitglied

Re: Einige Fragen zu Archlinux !

hellwoofa schrieb:

hm also das mit dem schnellen veröffentlichen kann ich nicht bestätigen, openoffice2.0.0 liegt immer noch in [testing]... z.B.

Ich hatte noch keine Probs mit Arch von wegen Abstürzen (weiß allerdings nicht, ob das nun ein Indiz für ein stabiles System ist, so wie ihr immer davon redet... bin halt doch ein bis vor kurzem eingefleischter Fensternutzer....)

MfG,

hellwoofa

Genau wie ich, ich versuche zwar seit 1994 (hüstel) auf Linux umzusteigen (zuerst SuSE, dann Debian jetzt ARCH) hat aber bisher nie recht geklappt.
Mein Ziel ist ein System, das leicht zu bedienen/warten/erweitern ist und das ist Arch alle mal mehr als SuSE oder Debian. Hauptsächlich brauche ich ein LAPMS,
weil ich halt viel DB/Webseiten entwickle...
Ausserdem probier ich halt auch gerne rum, also neu Software installieren und löschen, etc...

Auch das geht für mich unter Arch am besten. Und natürlich möchte ich in angemessenem Zeitraum auch aktuelle Pakete finden (was mich mit Debian geht ...)

Ich bin runherum mit Arch zufrieden. Bisher gab es auch nur einen kleinen Crash, beim einstellen des Bildschirmschoners meldete KDE einen Absturz. Fenster wegklicken und weiter gings. Könnte damit zusammen hängen, dass ich vom nvidia - Treiber nochmal auf den nv gewechselt habe wink

Naja, das hat mir nix ausgemacht.

Aber zum Thema Distri-Streit. Mein Bruder , eigentlich genauso drauf wie ich, nutzt mitlerweile SuSE 10.0 und ist glücklich mein Cousin ist Gentoo Fan und ich finde halt Arch super. Jeder kann doch nutzen was er will. Ist das nicht einer der ganz großen Vorteile und Stärken von Linux?

Für mich ist es jedenfalls so. Jeder soll mit seiner Distri glücklich werden.
Hauptsache wir nutzen Linux und der Community-Prozess geht weiter...

keep on hacking...
tonks

Offline

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