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#1 11.04.2021 21:01:27

Sonja
Mitglied

arch auf BTRFS und (unverschlüsselt) LVM

Hallo,

Leider Komme ich mit den wiki's  durcheinander: was genau wann und wie.
Mein System sieht so aus:
1x 120G SSD    sda
1x 220GB SSD sdb
1x 3TB HDD     sdc

Eines Vorweg: die HDD ist ext4 formatiert und enthält meine gesamten Home Dateien (220GB).

Nun habe ich angedacht die 120GB SSD mit einer 512MB großen ef00 Partitions zu Formatieren und den Rest für SWAP zu formatieren. SSD2  für root, und "Home" (mittels Symlinks) weiterhin auf der HDD.

Wie genau und in welcher Reihenfolge ist hier vorzugehen? Wie gesagt, die wikis:
https://wiki.archlinux.de/title/LVM
https://wiki.archlinux.de/title/Arch_auf_BtrFS
https://wiki.archlinux.de/title/Moderne … %BCsselung
https://wiki.archlinux.de/title/UEFI_Installation

durch und komme schlicht durcheinander mit dem wie genau wann und wo.

Ich hoffe man kann mir hier weiterhelfen.

Gruß.

Offline

#2 11.04.2021 21:40:26

tuxnix
Mitglied

Re: arch auf BTRFS und (unverschlüsselt) LVM

Denke auch, dass du durch das Lesen aller Anleitungen jetzt den Faden etwas verloren hast.
Wenn du noch wenig Erfahrung hast, dann würde ich dir raten den einfachen Weg zu gehen.

Verschlüsselung benötigt man bei stationären PCs selten. LVM und BtrFS sind sehr interessant, aber wenn man/frau die Möglichkeiten die das bietet gar nicht braucht und auch noch keine Übung damit hat, dann machen sie alles komplizierter als es sein müsste.

Weshalb keine einfache Standardinstallation wie hier?:  https://wiki.archlinux.de/title/UEFI-Rechner_grub_br
Wieviel Ram hat der Recher? Brauchst du überhaupt eine separate Swap-Partition?
Ist der Suspend to disk Modus wichtig?

Die 120GB SSD würde mehr als ausreichen für die BOOT- ROOT- und falls gewünscht auch für eine SWAP-Partition.
Die Festplatte mit den 3T Daten kannst du später dann immer noch, auch nach der Grundinstallation auf /home einhängen.

Falls du noch nicht so geübt bist, würde ich die Festplatte auch erst einmal ganz beiseite legen. Jedenfalls kann dann gar nichts mehr schief gehen.
Nachteile hat fran jedenfalls dadurch keine.

Beitrag geändert von tuxnix (11.04.2021 22:03:11)

Offline

#3 11.04.2021 22:44:17

Sonja
Mitglied

Re: arch auf BTRFS und (unverschlüsselt) LVM

tuxnix schrieb:

Denke auch, dass du durch das Lesen aller Anleitungen jetzt den Faden etwas verloren hast.
Wenn du noch wenig Erfahrung hast, dann würde ich dir raten den einfachen Weg zu gehen.

Verschlüsselung benötigt man bei stationären PCs selten. LVM und BtrFS sind sehr interessant, aber wenn man/frau die Möglichkeiten die das bietet gar nicht braucht und auch noch keine Übung damit hat, dann machen sie alles komplizierter als es sein müsste.

Weshalb keine einfache Standardinstallation wie hier?:  https://wiki.archlinux.de/title/UEFI-Rechner_grub_br
Wieviel Ram hat der Recher? Brauchst du überhaupt eine separate Swap-Partition?
Ist der Suspend to disk Modus wichtig?

Die 120GB SSD würde mehr als ausreichen für die BOOT- ROOT- und falls gewünscht auch für eine SWAP-Partition.
Die Festplatte mit den 3T Daten kannst du später dann immer noch, auch nach der Grundinstallation auf /home einhängen.

Falls du noch nicht so geübt bist, würde ich die Festplatte auch erst einmal ganz beiseite legen. Jedenfalls kann dann gar nichts mehr schief gehen.
Nachteile hat fran jedenfalls dadurch keine.

Swap Brauche ich für/zum Hibernate/Suspend
RAM: 32G
Snapshot: Wichtig


Wie richte ich das alles ein (partitionieren btrfs,, lvm, uefi)?

Beitrag geändert von Sonja (11.04.2021 22:46:22)

Offline

#4 11.04.2021 22:56:58

tuxnix
Mitglied

Re: arch auf BTRFS und (unverschlüsselt) LVM

Gut wenn wir darüber gesprochen haben. wink

Wenn du tatsächlich snapshots brauchst, dann muss ich leider passen. (Habe noch nie btrfs benötigt, da das System selbst in den sehr sehr seltenen Notfällen auch mit ARCHISO.Stick reparierbar bleibt.)
Diese Anleitung müsste dann aber für dich die Richtige sein. https://wiki.archlinux.de/title/Arch_auf_BtrFS.
Falls du an einer Stelle Schwierigkeiten hast, kannst du ja nochmal gezieltere Fragen stellen.

Offline

#5 12.04.2021 06:57:09

Norby07
Mitglied

Re: arch auf BTRFS und (unverschlüsselt) LVM

Mit Timeshift hat man die Rootdaten auch gesichert!
Da benötigt man kein BTRF

Gruß norby07

Online

#6 12.04.2021 13:29:51

Sonja
Mitglied

Re: arch auf BTRFS und (unverschlüsselt) LVM

Hm.. erstmal Danke für die Antworten. Doch hätte ich gerne noch gewusst in welcher Reihenfolge LVM BTRFS und UEFI eingerichtet/installiert wird, und wie klappt das dann mit GRUB?

Außerdem würde ich gerne wissen warum sich hier so vehement gegen BTFRS ausgesprochen wird, wo doch SUSE schon seit vielen Jahren auf dieses Dateisystem setzt, und zudem auch Garuda Linux ebenfalls auf BTRFS setzt, ohne Probleme.

Offline

#7 12.04.2021 14:49:01

stefanhusmann
Moderator

Re: arch auf BTRFS und (unverschlüsselt) LVM

Was ist mit "hier" gemeint? Dieser Thread oder dieses Forum? In beiden Fällen entzieht sich mir, wo du die Gegenerschaft gegen btrfs herausliest.

Offline

#8 12.04.2021 14:58:08

schard
Moderator

Re: arch auf BTRFS und (unverschlüsselt) LVM

Der Gründe, warum ich btrfs nicht nutze sind:
1) Der Subvolume-Krempel und die Snapshots machen die Dateisystemverwaltung unnötig kompliziert. Die hierdurch gebotenen Features kann ich auch mit anderen Dateisystemen und damit dateisystemunabhängig durch die Verwendung anderer Technologien umsetzen.
2) Das btrfs Ecosystem ist immer noch nicht vollständig ausgereift.

Offline

#9 12.04.2021 17:06:25

blub
Gast

Re: arch auf BTRFS und (unverschlüsselt) LVM

Hallo Sonja,
ich habe vor kurzem angefangen, mich mit btrfs zu beschäftigen, da ich das auf einem neuen PC demnächst auch einrichten will und auch vor habe Snapshots zu verwenden. Mir erschließt sich jedoch nicht, wieso du LVM benötigst. Bringt das irgendwelche Vorteile, die mit btrfs selbst nicht umsetzbar sind?

#10 12.04.2021 21:01:44

tuxnix
Mitglied

Re: arch auf BTRFS und (unverschlüsselt) LVM

Sonja schrieb:

So, ich hab's:  https://wiki.archlinux.de/title/LVM ab  Punkt 6.

/closed

Stimmt! Es heißt ja auch Logical Volumen Management. Sorry, dass ich da nicht sofort drauf gekommen bin.
Das ist wohl das Beste, was man mit 3 Datenträgern und 4 Anleitungen anfangen kann.
Ich gelobe Besserung. roll

Beitrag geändert von tuxnix (12.04.2021 21:03:58)

Offline

#11 13.04.2021 15:38:29

Gerry_Ghetto
Mitglied

Re: arch auf BTRFS und (unverschlüsselt) LVM

Wie von @blub bereits angemerkt, erschliesst sich auch mir nicht, weswegen du LVM und BtrFs verwenden willst. Wenn du erklärst, was du eigentlich erreichen willst, dann kann man erklären, wie du das hinbekommst.

So auf den ersten Blick würde ich dir empfehlen, entweder BtrFs oder LVM in Kombination mit ext4 zu verwenden, aber nicht LVM mit BtrFs. Ein Blick auf https://btrfs.wiki.kernel.org/index.php/Status zeigt, dass BtrFs hauptsächlich beim RAID noch gewisse Probleme hat.

Im Fedora Magazine https://fedoramagazine.org/choose-betwe … -lvm-ext4/ ist übrigens vor kurzem ein Artikel erschienen, der LVM und BtrFs etwas besser erklärt.

Offline

#12 13.04.2021 16:35:49

Sonja
Mitglied

Re: arch auf BTRFS und (unverschlüsselt) LVM

Laut dem fedoramagazine erfolgt bei der ext4 zu brtrfs conversion nichts mit den gespeicherten Daten, der BTRFS Artikel hier im wiki besagt aber ,das ein Backup nach anderswo erfolgen muss, bevor man zu eine ext4 platte zu btrfs wandelt. Was stimmt nun? Denn mein Plan scheitert, daran, dass mein "home" 283G groß ist und mir die Möglichkeit fehlt dieses auf etwas externes zu sichern.

Offline

#13 13.04.2021 16:37:44

tuxnix
Mitglied

Re: arch auf BTRFS und (unverschlüsselt) LVM

Gerry_Ghetto schrieb:

Wie von @blub bereits angemerkt, erschliesst sich auch mir nicht, weswegen du LVM und BtrFs verwenden willst. Wenn du erklärst, was du eigentlich erreichen willst, dann kann man erklären, wie du das hinbekommst.

So auf den ersten Blick würde ich dir empfehlen, entweder BtrFs oder LVM in Kombination mit ext4 zu verwenden, aber nicht LVM mit BtrFs. Ein Blick auf https://btrfs.wiki.kernel.org/index.php/Status zeigt, dass BtrFs hauptsächlich beim RAID noch gewisse Probleme hat.

Im Fedora Magazine https://fedoramagazine.org/choose-betwe … -lvm-ext4/ ist übrigens vor kurzem ein Artikel erschienen, der LVM und BtrFs etwas besser erklärt.


Manchmal löst man eine Frage von ganz allein,  just in dem Moment, wenn man mal jemanden anderen die Frage stellen konnte. Ich denke. dass ist hier passiert.
Ja, ich rätsel jetzt auch ein wenig. Nr 6 ist jetzt die Lösung, aber ich weiß nicht genau weshalb, denn was die exakte Frage war, habe ich bis jetzt immer noch nicht verstanden.
Deshalb hab ich hier auch im Nachhinein mal ein wenig gefrotzelt.

Im Grunde aber kennt man ja diese Situation wenn die Lösung "42" ist, aber man nicht weiß, was denn die eigentliche Frage war.

Ganz so geheimnissvoll wie 42, ist es aber doch nicht.
Kann mich irren, aber denke, dass jetzt die Datenträger in einem PV zusammengefasst werden.
Und die HDD kann für Snapshots bzw. System- und Datensicherung hier mit einbezogen werden.
Jedenfalls würde ich für die Sicherung immer ein physisch getrenntes Medium verwenden.

Beitrag geändert von tuxnix (13.04.2021 20:24:19)

Offline

#14 13.04.2021 16:52:53

tuxnix
Mitglied

Re: arch auf BTRFS und (unverschlüsselt) LVM

Sonja schrieb:

Laut dem fedoramagazine erfolgt bei der ext4 zu brtrfs conversion nichts mit den gespeicherten Daten, der BTRFS Artikel hier im wiki besagt aber ,das ein Backup nach anderswo erfolgen muss, bevor man zu eine ext4 platte zu btrfs wandelt. Was stimmt nun? Denn mein Plan scheitert, daran, dass mein "home" 283G groß ist und mir die Möglichkeit fehlt dieses auf etwas externes zu sichern.

Daten nicht zu wandeln, oder das Dateisystem zu wechseln ohne, dass man eine Sicherung hat. Das ist eine allgemein gültige Sicherheitsempfehlung.
Wenn die Daten nicht so wichtig sind, kann man auch mal ausprobieren ob eine conversion tatsächlich gelingt. Wenn nicht hat man halt Pech gehabt.

Ich dachte, du schnürst dir mit den zwei SSDs ein PV, dann ist doch Platz für alles und die HDD kann danach auch integriert werden.
Aber wie gesagt. So ganz habe ich nicht verstanden was du genau brauchst und für was das am Ende dienen soll.

Offline

#15 13.04.2021 18:21:13

blub
Gast

Re: arch auf BTRFS und (unverschlüsselt) LVM

tuxnix schrieb:

...

Ich dachte, du schnürst dir mit den zwei SSDs ein PV, dann ist doch Platz für alles und die HDD kann danach auch integriert werden.
Aber wie gesagt. So ganz habe ich nicht verstanden was du genau brauchst und für was das am Ende dienen soll.

Ich bin mir gerade nicht sicher, ob du hier trollen willst, oder noch so einiges mehr nicht verstanden hast?!
Mit LVM wären die SSDs zwei PV, die du zu einem VG zusammenfassen kannst. Darin erstellst du dann LVs, die du mit dem gewünschten Dateisystem formatieren kannst. Genau das geht jedoch auch mit btrfs direkt, dafür bräuchte man LVM nicht.
Wenn ich den Eingangspost von Sonja richtig verstanden habe, hat sie allerdings gar nicht vor, Festplatten zu einem größeren Speicher zusammenzufassen. Daher meine Frage nach dem Nutzen von LVM.

#16 13.04.2021 19:15:21

Sonja
Mitglied

Re: arch auf BTRFS und (unverschlüsselt) LVM

blub schrieb:
tuxnix schrieb:

...

Ich dachte, du schnürst dir mit den zwei SSDs ein PV, dann ist doch Platz für alles und die HDD kann danach auch integriert werden.
Aber wie gesagt. So ganz habe ich nicht verstanden was du genau brauchst und für was das am Ende dienen soll.

Ich bin mir gerade nicht sicher, ob du hier trollen willst, oder noch so einiges mehr nicht verstanden hast?!
Mit LVM wären die SSDs zwei PV, die du zu einem VG zusammenfassen kannst. Darin erstellst du dann LVs, die du mit dem gewünschten Dateisystem formatieren kannst. Genau das geht jedoch auch mit btrfs direkt, dafür bräuchte man LVM nicht.
Wenn ich den Eingangspost von Sonja richtig verstanden habe, hat sie allerdings gar nicht vor, Festplatten zu einem größeren Speicher zusammenzufassen. Daher meine Frage nach dem Nutzen von LVM.


Der Nutzen soll sein, den Systemboot (BIOS/UEFI PW kann man durch entfernen von Stromkabel und Batterie aushebeln) zu verschlüsseln, was meines wissens nur mit LVM geht. UNd was meine Daten betrifft, so sind mir diese sehr wichtig.

Beitrag geändert von Sonja (13.04.2021 19:15:37)

Offline

#17 13.04.2021 20:03:48

tuxnix
Mitglied

Re: arch auf BTRFS und (unverschlüsselt) LVM

Durch das Trennen von Strom und Datenkabel und wieder anstecken kann man bei SSDs das Passwort und die SSD eigene Verschlüsselung eventuell wieder außer Kraft setzen. (Soweit ich das richtig gelesen habe.) M.m. nach sind dann aber auch die Daten darauf gelöscht.
Klar wenn man das Motherboard stromlos macht und die kleine Batterie kurz raus nimmt dann vergisst das BIOS/UEFI auch des Passwort. Jemand der die Festplatte raus nimmt hat ohnehin Zugriff auf unverschlüsselte Daten.

Um das mal ausdrücklich zu sagen. Ich trolle grundsätzlich nicht! Ich versuche das nur humorvoll zu sehen, wenn jemand mir sagt: "Hier hast du 3 Datenträger und 4 Anleitungen, bitte sag mir was ich tun soll", und ich weiß exakt Nichts davon was derjenige braucht, mal abgesehen davon dass ich selbstverständlich dann schon annehme, dass das System hinterher auch funzen soll.

Klar hab ich mir dazu auch einen Kopf gemacht.
Soll denn auch eine Verschlüsselung der Daten durch das System gemacht werden und soll eine Datensicherung verschlüsselt oder lieber unverschlüsselt stattfinden?

Beitrag geändert von tuxnix (13.04.2021 20:31:47)

Offline

#18 13.04.2021 20:34:58

Gerry_Ghetto
Mitglied

Re: arch auf BTRFS und (unverschlüsselt) LVM

Sonja schrieb:

Laut dem fedoramagazine erfolgt bei der ext4 zu brtrfs conversion nichts mit den gespeicherten Daten, der BTRFS Artikel hier im wiki besagt aber ,das ein Backup nach anderswo erfolgen muss, bevor man zu eine ext4 platte zu btrfs wandelt. Was stimmt nun? Denn mein Plan scheitert, daran, dass mein "home" 283G groß ist und mir die Möglichkeit fehlt dieses auf etwas externes zu sichern.

Ich denke, du verwechselst hier Dinge. BtrFs hat die Möglichkeit, ein existierendes ext4-Dateisystem in BtrFs umzuwandeln. Diese Dateisystemumwandlung kann gutgehen, muss aber nicht. Falls etwas schief ginge, könnte man die Datensicherung zurückspielen, falls man denn eine hätte.

Ein Backup ist eine Datensicherung. Wenn du wichtige Daten hast, dann hast du mindestens eine (!) Datensicherung, die physisch getrennt ist. Wenn du aktuell keine Datensicherung deiner wichtigen Daten hast, dann hast du faktisch auch keine wichtigen Daten. Eine Festplatte/SSD/Controller kann immer, aus den unterschiedlichsten Gründen, kaputt gehen.

Die Datensicherung kann auch auf einem anderen Dateisystem sein. Du kannst prinzipiell auch deine Dateien auf ext4 gespeichert haben und das Backup mit NTFS haben. Wobei ich schon sehr stark empfehlen würde, dass die Nutzdaten und die Datensicherungen alle mit dem gleichen Dateisystem arbeiten (aber auf unterschiedlichen Festplatten!), um Probleme mit den Berechtigungen und Einschränkungen der Dateigrösse zu umgehen.


Sonja schrieb:

Der Nutzen soll sein, den Systemboot (BIOS/UEFI PW kann man durch entfernen von Stromkabel und Batterie aushebeln) zu verschlüsseln, was meines wissens nur mit LVM geht. UNd was meine Daten betrifft, so sind mir diese sehr wichtig.

Ok, du möchtest also ein komplett verschlüsseltes System haben, um die Vertraulichkeit deiner Daten zu gewährleisten. Das hat nichts mit LVM zu tun.

Unter Linux verwendet man üblicherweise einen LUKS-Container (Linux Unified Key Setup), um die darin enthaltenen Daten zu verschlüsseln. Es gibt da die wildesten Optionen und Varianten, wie man LUKS, LVM und Dateisysteme miteinander kombinieren kann. Da ich dich eher als Anfängerin einschätzen würde, würde ich dir ganz grob in etwa folgendes vorschlagen:

  • Eine EFI-System-Partition (ESP) mit 512 MiB und FAT 32

  • Eine unverschlüsselte Partition für /boot mit 512 MiB und ext4

  • Den Rest für den LUKS-Container

    • Entweder den ganzen Platz oder den meisten Platz für eine Partition mit BtrFs

      • Subvolume für das Wurzelverzeichnis /

      • Subvolume für das Benutzerverzeichnis /home

      • Eventuell weitere Subvolumen je nach Bedarf

    • Eventuell eine Swap-Partition

Das ist jetzt nur mal mein persönlich eingefärbter Vorschlag. Entscheiden und umsetzen musst du es schlussendlich selbst.
Vielleicht wäre es auch gut, wenn du zuerst in einer virtuellen Maschine übst, dich etwas einliest und in der virtuellen Maschine ausprobierst.

PS: Das grösste Problem sehe ich übrigens mit der Verschlüsselung und Suspend/Hibernate. Ich persönlich nutze Suspend und Hibernate nie, deswegen kann ich da auch keine Tipps geben.

Beitrag geändert von Gerry_Ghetto (13.04.2021 20:38:59)

Offline

#19 14.04.2021 12:51:51

Sonja
Mitglied

Re: arch auf BTRFS und (unverschlüsselt) LVM

Gerry_Ghetto schrieb:
Sonja schrieb:

Laut dem fedoramagazine erfolgt bei der ext4 zu brtrfs conversion nichts mit den gespeicherten Daten, der BTRFS Artikel hier im wiki besagt aber ,das ein Backup nach anderswo erfolgen muss, bevor man zu eine ext4 platte zu btrfs wandelt. Was stimmt nun? Denn mein Plan scheitert, daran, dass mein "home" 283G groß ist und mir die Möglichkeit fehlt dieses auf etwas externes zu sichern.

Ich denke, du verwechselst hier Dinge. BtrFs hat die Möglichkeit, ein existierendes ext4-Dateisystem in BtrFs umzuwandeln. Diese Dateisystemumwandlung kann gutgehen, muss aber nicht. Falls etwas schief ginge, könnte man die Datensicherung zurückspielen, falls man denn eine hätte.

Ein Backup ist eine Datensicherung. Wenn du wichtige Daten hast, dann hast du mindestens eine (!) Datensicherung, die physisch getrennt ist. Wenn du aktuell keine Datensicherung deiner wichtigen Daten hast, dann hast du faktisch auch keine wichtigen Daten. Eine Festplatte/SSD/Controller kann immer, aus den unterschiedlichsten Gründen, kaputt gehen.

Die Datensicherung kann auch auf einem anderen Dateisystem sein. Du kannst prinzipiell auch deine Dateien auf ext4 gespeichert haben und das Backup mit NTFS haben. Wobei ich schon sehr stark empfehlen würde, dass die Nutzdaten und die Datensicherungen alle mit dem gleichen Dateisystem arbeiten (aber auf unterschiedlichen Festplatten!), um Probleme mit den Berechtigungen und Einschränkungen der Dateigrösse zu umgehen.


Sonja schrieb:

Der Nutzen soll sein, den Systemboot (BIOS/UEFI PW kann man durch entfernen von Stromkabel und Batterie aushebeln) zu verschlüsseln, was meines wissens nur mit LVM geht. UNd was meine Daten betrifft, so sind mir diese sehr wichtig.

Ok, du möchtest also ein komplett verschlüsseltes System haben, um die Vertraulichkeit deiner Daten zu gewährleisten. Das hat nichts mit LVM zu tun.

Unter Linux verwendet man üblicherweise einen LUKS-Container (Linux Unified Key Setup), um die darin enthaltenen Daten zu verschlüsseln. Es gibt da die wildesten Optionen und Varianten, wie man LUKS, LVM und Dateisysteme miteinander kombinieren kann. Da ich dich eher als Anfängerin einschätzen würde, würde ich dir ganz grob in etwa folgendes vorschlagen:

  • Eine EFI-System-Partition (ESP) mit 512 MiB und FAT 32

  • Eine unverschlüsselte Partition für /boot mit 512 MiB und ext4

  • Den Rest für den LUKS-Container

    • Entweder den ganzen Platz oder den meisten Platz für eine Partition mit BtrFs

      • Subvolume für das Wurzelverzeichnis /

      • Subvolume für das Benutzerverzeichnis /home

      • Eventuell weitere Subvolumen je nach Bedarf

    • Eventuell eine Swap-Partition

Das ist jetzt nur mal mein persönlich eingefärbter Vorschlag. Entscheiden und umsetzen musst du es schlussendlich selbst.
Vielleicht wäre es auch gut, wenn du zuerst in einer virtuellen Maschine übst, dich etwas einliest und in der virtuellen Maschine ausprobierst.

PS: Das grösste Problem sehe ich übrigens mit der Verschlüsselung und Suspend/Hibernate. Ich persönlich nutze Suspend und Hibernate nie, deswegen kann ich da auch keine Tipps geben.


Danke für die Antwort. Allerdings möchte ich LVM mit Verschlüsselung und supend/hibernate.

https://wiki.archlinux.de/title/LVM#Tip … den_Alltag
Dieser Artikel ist insoweit schonmal ganz gut, nur fehlt noch der Teil zum Thema Verschlüsselung und suspend/hibernate.
Und an welcher Stelle kommt BTRFS auf sdb inklusive den subvolumes, ins Spiel?

Oder noch mal von vorn:
sda:
efi
boot
swap

sdb:
arch auf btrfs

Das ganze mit verschlüsselung und suspend/hibernate in einer LVM volume group.

Beitrag geändert von Sonja (14.04.2021 13:44:18)

Offline

#20 14.04.2021 13:24:47

HansHiasl
Mitglied

Re: arch auf BTRFS und (unverschlüsselt) LVM

Hallo

Ich möchte hier keinesfalls jemandem zu nahe treten oder sonstwie "ärgern".
Was andere Menschen machen geht mich nichts an.
Ich möchte hier nur die Frage stellen, für was man solch komplizierte (zumindest für mich erscheint das so) Konstrukte eigentlich braucht?
@ Sonja: Für eine professionelle Serverlösung kann es ja kaum sein, wenn Du nicht mal Dein 238G Home "extern zwischenlagen" kannst. Wobei ich als externes Zwischenlager eine simple USB 3 -Festplatte sehe.
Ich schließe daraus auch, dass Du nicht mal ein Backup Deiner Daten hast, die Dir so wichtig sind.

Offline

#21 14.04.2021 13:47:00

Gerry_Ghetto
Mitglied

Re: arch auf BTRFS und (unverschlüsselt) LVM

Sonja schrieb:

Danke für die Antwort. Allerdings möchte ich LVM mit Verschlüsselung und supend/hibernate.

Kannst du alles haben.

Du musst dich entscheiden, ob du lieber LVM in LUKS oder doch eher LUKS in LVM haben möchtest. Es ist beides möglich. Eine relativ gute Übersicht findest du => https://wiki.archlinux.org/index.php/Dm … ire_system

https://wiki.archlinux.de/title/LVM#Tip … den_Alltag
Dieser Artikel ist insoweit schonmal ganz gut, nur fehlt noch der Teil zum Thema Verschlüsselung und suspend/hibernate.

Da Verschlüsselung, suspend/hibernate und LVM drei bis vier völlig unterschiedliche Dinge sind, hat man sich gedacht, dass es besser wäre, all dies in unterschiedliche Wiki-Artikel zu packen. Dem LVM ist es völlig egal, ob es sich innerhalb eines LUKS-Containers befindet oder ob das LVM selbst einen LUKS-Container innerhalb eines Logical Volumes enthält oder nicht.

Weiter ist die Frage ob ich meine dritte Platte ohne Datenverlust ins LVM übernehmen kann.

Das hängt davon ab, wie du es machst.

Und an welcher Stelle kommt BTRFS ins Spiel? (Beispiel aus https://wiki.archlinux.de/title/Arch_au … auf_Btrfs):

An der Stelle, an der du das Dateisystem erstellst. Das kann in einem LV sein oder direkt im LUKS-Container.

Offline

#22 14.04.2021 15:15:15

Sonja
Mitglied

Re: arch auf BTRFS und (unverschlüsselt) LVM

Gerry_Ghetto schrieb:
Sonja schrieb:

Danke für die Antwort. Allerdings möchte ich LVM mit Verschlüsselung und supend/hibernate.

Kannst du alles haben.

Du musst dich entscheiden, ob du lieber LVM in LUKS oder doch eher LUKS in LVM haben möchtest. Es ist beides möglich. Eine relativ gute Übersicht findest du => https://wiki.archlinux.org/index.php/Dm … ire_system

https://wiki.archlinux.de/title/LVM#Tip … den_Alltag
Dieser Artikel ist insoweit schonmal ganz gut, nur fehlt noch der Teil zum Thema Verschlüsselung und suspend/hibernate.

Da Verschlüsselung, suspend/hibernate und LVM drei bis vier völlig unterschiedliche Dinge sind, hat man sich gedacht, dass es besser wäre, all dies in unterschiedliche Wiki-Artikel zu packen. Dem LVM ist es völlig egal, ob es sich innerhalb eines LUKS-Containers befindet oder ob das LVM selbst einen LUKS-Container innerhalb eines Logical Volumes enthält oder nicht.

Weiter ist die Frage ob ich meine dritte Platte ohne Datenverlust ins LVM übernehmen kann.

Das hängt davon ab, wie du es machst.

Und an welcher Stelle kommt BTRFS ins Spiel? (Beispiel aus https://wiki.archlinux.de/title/Arch_au … auf_Btrfs):

An der Stelle, an der du das Dateisystem erstellst. Das kann in einem LV sein oder direkt im LUKS-Container.

Ba, was ist das alles kompliziert
Also gut Luks on LVM mit hibernate und btrfs mit swapfile.

Oder doch zu Tumbleweed wechseln (ist auch ein Roling Release System, und der Instaler macht LVM Verschlüsselung automatisch wobei btrfs das default Dateisystem ist)

Offline

#23 14.04.2021 15:25:24

tuxnix
Mitglied

Re: arch auf BTRFS und (unverschlüsselt) LVM

Wenn es für mich selbst wäre und für zu Hause, wo ich nicht befürchten muss, dass mir jemand die Festplatte ausließt, dann hätten meine Daten und deren Sicherung oberste Priorität. Mit der vorhanden Hardware würde ich dann so vorgehen':

Vorschlag 1:
Konventionelles System mit automatischer Snapshot-Datensicherung + Suspend to Disk:

* Die 3TiB HDD mit den 220 GiB eigenen Daten erst mal zur Seite legen.
* SSD - 120GiB einrichten mit SWAP 35GiB, ansonsten dabei wie hier vorgehen: https://wiki.archlinux.de/title/UEFI-Rechner_grub_brs
* SSD - 220GiB 1Partition ext4 LABEL=HOME in die fstab eintragen und auf /home mounten.
* HDD -3TiB anschließen und Daten nach /home kopieren. Weil das aber schon richtig knapp wird: Auf der SSD -120GiB zusätzlichen Ordner ins Wurzelverzeichnis anlegen z.B. /Fotos oder /Videos oder /Musik und dorthin speichern.
* Wenn dann alle Daten auf den SSDs unter gebracht sind, die Dateisicherung auf die HDD mittes Snapshots vornehmen siehe https://wiki.archlinux.de/title/Automat … (Beispiel)

Vorteil: Einfache Handhabung und kann noch ca. 60GiB Daten verkraften ehe zusätzliche Hardware nötig ist.

Vorschlag 2:
Verschlüsseltes System, verschlüsselte Datensicherung + Suspend to Disk:
* Die 3TiB HDD mit den 220 GB eigenen Daten erst mal zur Seite legen.
* Im Weiteren wäre wie hier vorzugehen: https://wiki.archlinux.de/title/Moderne … %BCsselung, wobei LVM benötigt wird um ( und so hatte ich auch den Post #9 verstanden ) die Beiden SSDs zunächst einmal zu einem Volumen zusammen zu fassen sind um sie danach wieder logisch aufzuteilen zu können.
* Wenn das dann funzt und auch alle Daten dort verschlüsselt untergebracht sind, wäre dann noch die HDD hier als Sicherungsfestplatte ins LVM zu integrieren.

Falls oder wenn tatsächlich dies gebraucht wird, dann müssten wir die Einrichtung von dem LVM hier auch mal ganz exakt beschreiben. Das ist ja wirklich etwas komplizierter.

Dann ging Sonja aber gleich dazu über btrfs zu favorisieren. Und da musste ich persönlich abwinken, weil mit btrfs hab ich mich noch nie genauer befasst. Es sollte sich aber niemand hier zurückhalten wenn er damit eine Lösung parat hat.

Die Lösung von Gerry_Getto (Post #19) ist für sich genommen auch sehr gut um Verschlüsselung zu gewährleisten, aber ich sehe da noch nicht, wie ohne LVM mit den vorhandenen Datenträgern die 220 GiB Daten untergebracht werden können und dann später auch noch eine Datensicherung gewährleistet werden kann.

Edit:
Oh, da hat sich (siehe oben) jetzt was in der Konversation überschnitten.
Trotzdem schlage ich vor, die jeweils vorgeschlagenen Wege einmal klar zu skizzieren. Denke dann wird es übersichtlicher.

Beitrag geändert von tuxnix (14.04.2021 16:23:16)

Offline

#24 14.04.2021 20:48:27

Sonja
Mitglied

Re: arch auf BTRFS und (unverschlüsselt) LVM

blub schrieb:

Hallo Sonja,
ich habe vor kurzem angefangen, mich mit btrfs zu beschäftigen, da ich das auf einem neuen PC demnächst auch einrichten will und auch vor habe Snapshots zu verwenden. Mir erschließt sich jedoch nicht, wieso du LVM benötigst. Bringt das irgendwelche Vorteile, die mit btrfs selbst nicht umsetzbar sind?

https://wiki.archlinux.de/title/Arch_auf_BtrFS

Offline

#25 14.04.2021 20:52:08

Sonja
Mitglied

Re: arch auf BTRFS und (unverschlüsselt) LVM

tuxnix schrieb:

Wenn es für mich selbst wäre und für zu Hause, wo ich nicht befürchten muss, dass mir jemand die Festplatte ausließt, dann hätten meine Daten und deren Sicherung oberste Priorität. Mit der vorhanden Hardware würde ich dann so vorgehen':

Vorschlag 1:
Konventionelles System mit automatischer Snapshot-Datensicherung + Suspend to Disk:

* Die 3TiB HDD mit den 220 GiB eigenen Daten erst mal zur Seite legen.
* SSD - 120GiB einrichten mit SWAP 35GiB, ansonsten dabei wie hier vorgehen: https://wiki.archlinux.de/title/UEFI-Rechner_grub_brs
* SSD - 220GiB 1Partition ext4 LABEL=HOME in die fstab eintragen und auf /home mounten.
* HDD -3TiB anschließen und Daten nach /home kopieren. Weil das aber schon richtig knapp wird: Auf der SSD -120GiB zusätzlichen Ordner ins Wurzelverzeichnis anlegen z.B. /Fotos oder /Videos oder /Musik und dorthin speichern.
* Wenn dann alle Daten auf den SSDs unter gebracht sind, die Dateisicherung auf die HDD mittes Snapshots vornehmen siehe https://wiki.archlinux.de/title/Automat … (Beispiel)

Vorteil: Einfache Handhabung und kann noch ca. 60GiB Daten verkraften ehe zusätzliche Hardware nötig ist.

Vorschlag 2:
Verschlüsseltes System, verschlüsselte Datensicherung + Suspend to Disk:
* Die 3TiB HDD mit den 220 GB eigenen Daten erst mal zur Seite legen.
* Im Weiteren wäre wie hier vorzugehen: https://wiki.archlinux.de/title/Moderne … %BCsselung, wobei LVM benötigt wird um ( und so hatte ich auch den Post #9 verstanden ) die Beiden SSDs zunächst einmal zu einem Volumen zusammen zu fassen sind um sie danach wieder logisch aufzuteilen zu können.
* Wenn das dann funzt und auch alle Daten dort verschlüsselt untergebracht sind, wäre dann noch die HDD hier als Sicherungsfestplatte ins LVM zu integrieren.

Falls oder wenn tatsächlich dies gebraucht wird, dann müssten wir die Einrichtung von dem LVM hier auch mal ganz exakt beschreiben. Das ist ja wirklich etwas komplizierter.

Dann ging Sonja aber gleich dazu über btrfs zu favorisieren. Und da musste ich persönlich abwinken, weil mit btrfs hab ich mich noch nie genauer befasst. Es sollte sich aber niemand hier zurückhalten wenn er damit eine Lösung parat hat.

Die Lösung von Gerry_Getto (Post #19) ist für sich genommen auch sehr gut um Verschlüsselung zu gewährleisten, aber ich sehe da noch nicht, wie ohne LVM mit den vorhandenen Datenträgern die 220 GiB Daten untergebracht werden können und dann später auch noch eine Datensicherung gewährleistet werden kann.

Edit:
Oh, da hat sich (siehe oben) jetzt was in der Konversation überschnitten.
Trotzdem schlage ich vor, die jeweils vorgeschlagenen Wege einmal klar zu skizzieren. Denke dann wird es übersichtlicher.

dd status=progress if=/dev/zero of=/dev/nvme0n1 schlägt fehl: kein Speicherplatz.
Aber Egal. Morgen werde ich mal versuchen zuerst die sda zu nullen und dann den https://wiki.archlinux.de/title/Moderne … %BCsselung  erneut versuchen.

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