#1 30.12.2018 21:41:45

micmen
Mitglied

Anfänger mit fertigem System inkl. Gnome: Bridge & Daten-Partition

Hi zusammen,
wahrscheinlich werdet Ihr mich jetzt eiskalt direkt erschießen, statt mir zu antworten big_smile aber ein Arch-Crack hat mir für meinen HTPC das bunte Ubuntu runtergeschmissen und sein geliebtes Arch Linux installiert, "weil das besser ist". Auf mein Betteln, daß sich die Maus jetzt doch so völlig unnütz vorkommt, kam gestern wiederwillig noch Gnome drüber, und als Benutzeroberfläche für den normalen Gebrauch war/ist Kodi drauf.
Ich fürchte, Arch Linux ist nicht so dafür optimal, es einem Linux-Anfänger in die Hand zu geben und Gnome draufzustülpen, damit der nicht völlig hilflos ist...?

Da alles schon ziemlich fertig eingerichtet ist, beschränken sich meine Fragen aber auf zwei Dinge:

  1. Ich finde mich Null mit diesen unixoiden Dateisystemen zurecht, bei denen aus Anfängersicht alles wild verstreut liegt in ellenlangen Verzeichnisstrukturen, deren kryptische Ordnernamen sich kein Schwein merken kann. Ich finde da immer nix, wirklich nix... Und dann noch dieses Mounten, wodurch ganze Partitionen irgendwo zwischen (Unter-)Ordnern hängen, so daß auf den ersten Blick gar nicht zu sehen ist, daß es sich dabei um eine komplette Partition handelt.
    Ich habe mir also in Erwartung diesen neuen Chaos-Gerätes wink die 2TB-Festplatte vorab partitioniert in eine mit ca. 700GB für Linux und alles, was das so mit sich bringt, und die andere mit so 1,3TB rein nur für die HTPC-Gebrauchsdaten und sonst wirklich absolut gar nichts. Da soll es im Stammverzeichnis ein paar ganz wenige Ordner geben für die verschiedenen Arten von Medien, und in denen liegen die Unterordner mit den Media-Dateien. Es soll da wirklich auch keine Log-Datei drauf gespeichert werden oder was auch immer, Linux soll da einfach die Pfoten von lassen big_smile  Unter Ubuntu hatte ich noch einen Plan, aber jetzt weiß ich nicht mehr, wie ich meine Daten-Partition finde und schaue, was da drauf liegt. Das sollte ja eigentlich auch mit Gnome (komfortabler) möglich sein?
    Kann mir jemand sagen, wie ich (möglichst mit Gnome) diese Partition "sauber" finde, also unvermischt mit Ordnern der System-Partition, und vielleicht auch Ordner dort anlegen kann, so daß wirklich 100% sichergestellt ist, daß dieser Ordner dann tatsächlich ein Ordner auf der Daten-Partition ist?

  2. Und angeblich soll es mit Bordmitteln relativ einfach sein, eine Bridge einzurichten? Das Gerät hat eine LAN-Schnittstelle auf dem Mainboard und eine zusätzliche WLAN-Karte und es soll das WLAN-Netz auf seiner LAN-Buchse "weitergeben", damit auch der Fernseher (hat nur LAN, kein WLAN) online kommt. Ist sowas Hardware-abhängig oder ist das eine universelle Konfigurations-Angelegenheit? Wo könnte ich denn eine Info finden, wie auch ein Anfänger das hinbekommt (mit Gnome geht das ja wahrscheinlich nicht)?

danke!

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#2 30.12.2018 21:58:19

Truemmerer
Mitglied

Re: Anfänger mit fertigem System inkl. Gnome: Bridge & Daten-Partition

Hey,

zu 1. Einmal: [https://wiki.ubuntuusers.de/Verzeichnisstruktur/]
       
Wenn du GNOME Benutzt dann wirst du wahrscheinlich Nautilus als Dateimanager benutzen.  Wenn die Daten-Partition nirgends eingebunden wurde, wirst du Sie unter "+ Andere Orte" finden.
ansonsten kannst du mal im Terminal " cat /etc/fstab " machen das listet alle Partitionen auf die Standardmäßig eingebunden werden.

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#3 30.12.2018 23:28:19

micmen
Mitglied

Re: Anfänger mit fertigem System inkl. Gnome: Bridge & Daten-Partition

Danke für den Link, das ist schonmal eine tolle Info, um mir dem "Linux-Chaos" sein Grauen zu nehmen... wink
/home eine Partition...
Woran erkennt man denn, ob etwas eine Partition ist, oder nicht?
Gibt es in Linux eine Ebene wie in Windows, in der alle logischen Laufwerke/Partitionen parallel zueinander aufgeführt sind, so daß man wirklich zuverlässig weiß, wie viele Partitionen es (im Moment) gibt und wie sie heißen?
Ich denke nicht, daß /home bei mir eine eigene Partition hat/ist.

Nautilus, etc., das schaue ich jetzt mal nach, ich melde mich wieder.

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#4 31.12.2018 00:34:34

micmen
Mitglied

Re: Anfänger mit fertigem System inkl. Gnome: Bridge & Daten-Partition

Dem Dateien-Tool von Gnome kann ich nicht entnehmen, daß es irgendeinen Namen hätte. Und etwas wie Nautilus sehe ich dort nicht. Dessen Icon sieht ähnlich aus wie das des Dateimanagers aus den 16bit-Windows-Versionen, nur in blau statt gelb.
Und ein "+Andere Orte" gibt es tatsächlich, darunter findet sich der Eintrag "Rechner", mit Zahlen für gesamten und freien Speicher, wie er zur Systempartition paßt, und wenn ich den öffne, sehe ich all die Linux-Verzeichnisse aus dem Link oben.
Was ich in dem Tool vermisse, ist das Typische "Home" und "Root", was man auch von Android so kennt.

Aber was ich jetzt mal geöffnet habe, das war mir bisher nicht so ins Auge gefallen, ist ein Gnome-Icon "Hilfsprogramme". Dort sehe ich in "Festplattenbelegung" ebenfalls nur die kleinere Systempartition, aber in "Laufwerke" sehe ich die interne HD mit ihren Partitionen so, wie ich als Windows-Mensch das in der Datenträgerverwaltung und in so ziemlich allen Partitionierungstools gewohnt bin - super. Partition 1 ist eine nur 524MB große FAT "eingehängt in /boot", 2 die kleinere (namenlose) Systempartition "eingehängt in Dateisystemwurzel" und 3 die große (namenlose) Daten-Partition "eingehängt in /home".
Ich habe dieses Tool mal verwendet, um der Daten-Partition einen Namen zu verpassen (HTPC_Daten), was angenommen wurde, aber seitdem meldet das Tool für beide ext4-Partitionen einen Fehler, wenn ich in das Fenster gehen will, das u.a. das Anpassen des Namens erlaubt, und cat /etc/fstab zeigt für diese Partition noch immer kein Label an.

Damit das andere:
Wenn ich den Befehl eingebe, kommt leider auch eher Kauderwelsch als eine saubere Anzeige, was existiert, und was nicht. big_smile
Man kann die Ausgabe auf jeden Fall in 4 Einleitungszeilen und darunter drei zweizeilige Texte einteilen, die jeweils durch eine Leerzeile getrennt sind. Und jede der drei Doppelzeilen beginnt mit einem "/def/sda"n, wobei n der Reihe nach 2, 1 und 3 ist. Die "Einleitung" wink besteht aus einer Textzeile, Leerzeile, Textzeile, Leerzeile. Danach kommt (reduziert) etwas der Art:

# /def/sda2
UUID=xxxx   /   ext4

# /def/sda1
UUID=xxxx   /boot   vfat

# /def/sda3
UUID=xxxx   /home   ext4

Nur bei sda1 ist ein Label (EFIBOOT) angegeben.

Beitrag geändert von micmen (31.12.2018 01:01:58)

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#5 31.12.2018 01:41:59

stefanhusmann
Moderator

Re: Anfänger mit fertigem System inkl. Gnome: Bridge & Daten-Partition

Meine Fresse, was für ein Rumgenöhle ... Wenn dir Windows besser gefällt, warum bleibst du nicht dabei?

Das mit der /etc/fstab ist schon alles richtig so.

cat /etc/fstab wird nie ein Label anzeigen, es sei denn, du trägst es ein. Aber das solltest du nicht tun, solange du nicht weist, wie man das macht. Dein Freund hat sich für UUIDs entschieden, was eine gute Wahl ist.

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#6 31.12.2018 01:58:40

micmen
Mitglied

Re: Anfänger mit fertigem System inkl. Gnome: Bridge & Daten-Partition

nein, erstens geht mir Windows sehr auf den Geist und zweitens wurde mir für einen HTPC eindringlich von Windows abgeraten - zu unsicher und zu viel ständiges Herumgepopel im Hintergrund

Das mit Arch war halt nicht meine Idee, vorher das Ubuntu hatte ich selbst eingerichtet und auch die Platte partitioniert, damit bin ich besser zurechtgekommen.
Was ich (u.a.) will, ist auf der Daten-Partition exakt die Ordner (und sonst absolut rein gar nichts), die ich unter der HTPC-Oberfläche brauche, und dazu will ich die "sicher" sehen und auch sicher gezielt dort Ordner anlegen können (daß die in Wahrheit nicht wo anders erstellt werden, als ich das wollte).
Und auf der System-Partition will ich einen leicht zu findenden Ordner haben, in den ich HTPC-fremde Sachen lege, wie Dokumentationen, Logfiles, Screenshots, unfertige Medien-Dateien, etc.

Dazu brauche ich halt etwas, was mir die Partitionsinhalte so anzeigt, daß ich verstehe, was wo ist.
Meiner Erinnerung nach war das vorher unter Ubuntu der Fall.

UUID muß ich mal nachschlagen, sagt mir nichts.

Da das System eigentlich ja "fertig eingerichtet" ist, schätze ich, daß ich mit der Betriebssystemseite nicht mehr viel zu tun habe, aber die beiden Dinge sind mir halt noch wichtig:
Wie sehe ich sicher, was auf welcher Partition ist, und wie richte ich diese Bridge ein.

danke

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#7 31.12.2018 04:09:13

Kerberos
Mitglied

Re: Anfänger mit fertigem System inkl. Gnome: Bridge & Daten-Partition

Eine Übersicht über die Partitionen kannst du mit dem Befehl fdisk -l¹ anzeigen lassen. In dieser findest du den Gerätenamen (/dev/sdax) und die Größe für jede Partition. Wenn du den Gerätenamen für die gewünschte Partition gefunden hast, kannst du dir mit mount | grep sdax den Mountpunkt anzeigen lassen.

¹ Diesen Befehl kann man nur als root ausführen

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#8 31.12.2018 09:31:35

niemand
Mitglied

Re: Anfänger mit fertigem System inkl. Gnome: Bridge & Daten-Partition

Das mit Arch war halt nicht meine Idee, vorher das Ubuntu hatte ich selbst eingerichtet und auch die Platte partitioniert, damit bin ich besser zurechtgekommen.

Dann würde ich halt wieder Buntu drauftun.

Was ich (u.a.) will, ist auf der Daten-Partition exakt die Ordner (und sonst absolut rein gar nichts), die ich unter der HTPC-Oberfläche brauche, und dazu will ich die "sicher" sehen und auch sicher gezielt dort Ordner anlegen können (daß die in Wahrheit nicht wo anders erstellt werden, als ich das wollte).
Und auf der System-Partition will ich einen leicht zu findenden Ordner haben, in den ich HTPC-fremde Sachen lege, wie Dokumentationen, Logfiles, Screenshots, unfertige Medien-Dateien, etc.

Mach’s halt so. ›cd‹, ›ls‹, ›mkdir‹, ›rmdir‹, etc., sind ja nun wirklich gundlegendste Grundlagen.

Dazu brauche ich halt etwas, was mir die Partitionsinhalte so anzeigt, daß ich verstehe, was wo ist.

Vielleicht zeigt dir ›lsblk‹ die Infos in einem genehmen Format an.

Da das System eigentlich ja "fertig eingerichtet" ist, schätze ich, daß ich mit der Betriebssystemseite nicht mehr viel zu tun habe

Regelmäßige Updates sollte man schon auch fahren. Und von Zeit zu Zeit gibt’s da auch Bedarf für manuelle Nachbearbeitung – normalerweise kein Problem, aber bei deinem Background vermutlich dann doch. Du solltest den Betreffenden fragen, wie er auf die Idee kommt, dir ’n System draufzutun, mit dem du absehbar nicht zurechtkommen wirst, und dich selbst, warum du den machen ließest.

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#9 31.12.2018 16:45:13

micmen
Mitglied

Re: Anfänger mit fertigem System inkl. Gnome: Bridge & Daten-Partition

micmen schrieb:

wahrscheinlich werdet Ihr mich jetzt eiskalt direkt erschießen, statt mir zu antworten big_smile

big_smile big_smile big_smile ...ich sehe schon, dieses Ereignis steht jetzt kurz bevor...  big_smile


Kerberos schrieb:

Eine Übersicht über die Partitionen kannst du mit dem Befehl fdisk -l¹ anzeigen lassen...

Ja, danke. Ich habe halt gehofft, daß ich nach dem Einrichten nicht mehr mit der Linux-Oberfläche zu tun habe, sondern so triviale Sachen wie Inhalt eines Laufwerks (Partition) anzeigen lassen und Ordner anlegen unter Gnome machen kann (oder mit was weiß ich für einem grafischen Tool)?


niemand schrieb:

Das mit Arch war halt nicht meine Idee, vorher das Ubuntu hatte ich selbst eingerichtet und auch die Platte partitioniert, damit bin ich besser zurechtgekommen.

Dann würde ich halt wieder Buntu drauftun.

Jetzt habe ich ein fast 100% fertiges System und ich soll wieder von vorn anfangen...? und dann ohne einen Fachmann...
Aber klar, dann wärt Ihr mich los, dann würde ich ein anderes Forum quälen. big_smile


niemand schrieb:

Was ich (u.a.) will, ist auf der Daten-Partition exakt die Ordner (und sonst absolut rein gar nichts), die ich unter der HTPC-Oberfläche brauche, und dazu will ich die "sicher" sehen und auch sicher gezielt dort Ordner anlegen können (daß die in Wahrheit nicht wo anders erstellt werden, als ich das wollte).
Und auf der System-Partition will ich einen leicht zu findenden Ordner haben, in den ich HTPC-fremde Sachen lege, wie Dokumentationen, Logfiles, Screenshots, unfertige Medien-Dateien, etc.

Mach’s halt so. ›cd‹, ›ls‹, ›mkdir‹, ›rmdir‹, etc., sind ja nun wirklich gundlegendste Grundlagen.

ja, sicher nur Basics, und das habe ich auch schon unter MSDOS bis zum Abwinken so gemacht, aber ist das echt der aktuelle Arch-Stand, daß selbst so etwas rudimentäres noch nicht einfach und übersichtlich geht? Solche Explorer- /Finder- /Dateimanager-Tools gibt es doch seit Jahrzehnten?


niemand schrieb:

Dazu brauche ich halt etwas, was mir die Partitionsinhalte so anzeigt, daß ich verstehe, was wo ist.

Vielleicht zeigt dir ›lsblk‹ die Infos in einem genehmen Format an.

smile s.o. meinte ich ein Gnome-Tool o.ä.


niemand schrieb:

Regelmäßige Updates sollte man schon auch fahren. Und von Zeit zu Zeit gibt’s da auch Bedarf für manuelle Nachbearbeitung – normalerweise kein Problem, aber bei deinem Background vermutlich dann doch. Du solltest den Betreffenden fragen, wie er auf die Idee kommt, dir ’n System draufzutun, mit dem du absehbar nicht zurechtkommen wirst, und dich selbst, warum du den machen ließest.

micmen schrieb:

...aber ein Arch-Crack hat mir für meinen HTPC das bunte Ubuntu runtergeschmissen und sein geliebtes Arch Linux installiert, "weil das besser ist".

Die ganze Geschichte interessiert wohl nicht, kurz war's so: Ich dachte, er macht maximal ein Ubuntu-Update, aber er hatte den Multimedia-Teil der Sache gar nicht gesehen und dachte, er soll in erster Linie das System optimal einrichten, und das kann er halt mit Arch am besten. Und er wohnt hunderte Km entfernt, ich habe die Kiste erst wiedergesehen, als er fertig war.
Ja, sicher ist ab und an immer mal was zu tun. Aber da würde ich vielleicht auch jemanden finden. Es ist nicht so, daß ich Null Bock habe, an der Konsole zu arbeiten, das habe ich schon zur Genüge getan (auch damals unter Ubuntu ein wenig). Aber ich kam bei den meisten Konfigurations-Geschichten sofort an einen Punkt, wo es

  • keine 100% vollständige und eindeutig verständliche Doku gab

  • nicht 100% sicher war, ob mein System von Hardware und Konfiguration für einen bestimmten Befehl kompatibel war

  • vorab informiert wurde, daß der Befehl einem schlimmstenfalls das System zerschießen kann.

Und alle diese Sachen ohne Log, was ganz exakt am System verändert wurde (so daß man exakt das rückgängig machen könnte), und auch ohne Undo-Funktion - darauf hatte ich dann keine Böcke.


Also das mit der Bridge, da gehe ich schon von aus, daß ich das an der Konsole einrichte. Habe auch ein wenig drüber gelesen (Network bridge, Bridge with netctl), aber ich sehe auch da nicht 100% exakt, was davon zu meinen Verhältnissen paßt.

Aber mir meine Kodi-Datenpartition anschauen und Ordner anlegen, ich hätte echt gedacht, dafür habe ich Gnome?

danke

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#10 31.12.2018 16:49:16

niemand
Mitglied

Re: Anfänger mit fertigem System inkl. Gnome: Bridge & Daten-Partition

aber ist das echt der aktuelle Arch-Stand, daß selbst so etwas rudimentäres noch nicht einfach und übersichtlich geht?

Sorry, aber einfacher und übersichtlicher als in ’ner Shell geht’s nunmal nicht. Das ist der aktuelle Stand, und wird’s auch auf absehbare Zeit bleiben – bis was besseres erfunden wird. Die komplexen und unübersichtlichen grafischen Frontends für jeden Kram sind’s jedenfalls nicht.

Edit:

Und alle diese Sachen ohne Log, was ganz exakt am System verändert wurde (so daß man exakt das rückgängig machen könnte), und auch ohne Undo-Funktion - darauf hatte ich dann keine Böcke.

Nutze halt BTRFS oder auch LVM (dann mit beliebigem Dateisystem). Dann hast du ’ne Snapshot-Funktion, und kannst jede Änderung in Sekunden rückgängig machen (vorausgesetzt, du hast dann vorher ’nen Snapshot erstellt – dauert auch nur Sekunden). Aber ’n Gnome-Tool gibt’s dafür auch nicht, soweit ich weiß ….

Beitrag geändert von niemand (31.12.2018 16:52:51)

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#11 31.12.2018 19:02:59

micmen
Mitglied

Re: Anfänger mit fertigem System inkl. Gnome: Bridge & Daten-Partition

niemand schrieb:

aber ist das echt der aktuelle Arch-Stand, daß selbst so etwas rudimentäres noch nicht einfach und übersichtlich geht?

Sorry, aber einfacher und übersichtlicher als in ’ner Shell geht’s nunmal nicht. Das ist der aktuelle Stand, und wird’s auch auf absehbare Zeit bleiben – bis was besseres erfunden wird. Die komplexen und unübersichtlichen grafischen Frontends für jeden Kram sind’s jedenfalls nicht.

Ja, wie eingangs schon gesagt, ist Arch bestimmt nicht die best passende Lösung, wenn man da zum Arbeiten ein Gnome draufsetzt... Widerspricht sich ein wenig. Der mir den PC neu aufgesetzt hat, kannte auch keine der GUIs.
Und mein "aktueller Arch-Stand" paßte dann auch nicht richtig...
WENN es tatsächlich so sein sollte, daß der Dateimanager (oder wie der heißt) von Gnome nicht sehr umfangreich/brauchbar ist, dann würde ich mir auch was separates installieren für das bequeme und narrensichere Dateihandling.


niemand schrieb:

Edit:

Und alle diese Sachen ohne Log, was ganz exakt am System verändert wurde (so daß man exakt das rückgängig machen könnte), und auch ohne Undo-Funktion - darauf hatte ich dann keine Böcke.

Nutze halt BTRFS oder auch LVM (dann mit beliebigem Dateisystem). Dann hast du ’ne Snapshot-Funktion, und kannst jede Änderung in Sekunden rückgängig machen (vorausgesetzt, du hast dann vorher ’nen Snapshot erstellt – dauert auch nur Sekunden). Aber ’n Gnome-Tool gibt’s dafür auch nicht, soweit ich weiß ….

Nein, klar, sowas nicht für ein GUI, ich hatte da ja auch von Konsole gesprochen... Die Partitionen mit dem laufenden System werde ich nicht nochmal auflösen, anderes Dateisystem fällt dann wohl flach. LVM muß ich mir anschauen - aber das alles würde ja wohl hoffentlich auch frühestens in vielen Monaten erforderlich. Außer der besagten Bridge, die noch fehlt, ist mein System ja brandaktuell und komplett. Ich sehe nicht, daß ich in nächster Zeit Arbeiten ausführe, die mir das System zerschießen könnten.

Vielleicht hätte ich das trennen sollen: Frage nach der Bridge-Lösung hier und nach einem Dateimanager anderswo. Hier in diesem Forum haben es die User wohl nicht mit grafischen Oberflächen zur Bedienung reiner Systemfunktionen wie Dateihandling.
Aber wenn vielleicht doch jemand von hier einen brauchbaren Dateimanager kennen würde... big_smile ...der Partitionen so darstellt, wie sie tatsächlich aussehen, und nicht Inhalte anderer Partitionen/Laufwerke mit hineinmischt.


danke

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#12 31.12.2018 19:35:55

niemand
Mitglied

Re: Anfänger mit fertigem System inkl. Gnome: Bridge & Daten-Partition

WENN es tatsächlich so sein sollte, daß der Dateimanager (oder wie der heißt) von Gnome nicht sehr umfangreich/brauchbar ist

Hab ich so nicht gesagt. Nur für die gegebene Aufgabenstellung ist ein Dateimanager nicht die beste Wahl. Welcher auch immer. Mit Dateimanagern kann man Dateien handhaben, du wolltest aber, wenn ich das richtig interpretiert habe, erstmal wissen, wo deine Partition abgeblieben ist. Das ist nicht die Aufgabe eines Filemanagers.

Die Partitionen mit dem laufenden System werde ich nicht nochmal auflösen, anderes Dateisystem fällt dann wohl flach.

Kommt drauf an. Die ext-Dateisysteme ließen sich on the fly umwandeln. Nachträglich ’n LVM drunterzuschieben, ist etwas umständlicher.

das alles würde ja wohl hoffentlich auch frühestens in vielen Monaten erforderlich. […] Ich sehe nicht, daß ich in nächster Zeit Arbeiten ausführe, die mir das System zerschießen könnten.

Naja … wenn du dein Update erst nach vielen Monaten fährst, hast du aber ’ne recht hohe Chance, dass es dir bei deinem Stand das System zerschießt ….

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#13 31.12.2018 21:31:25

micmen
Mitglied

Re: Anfänger mit fertigem System inkl. Gnome: Bridge & Daten-Partition

niemand schrieb:

WENN es tatsächlich so sein sollte, daß der Dateimanager (oder wie der heißt) von Gnome nicht sehr umfangreich/brauchbar ist

Hab ich so nicht gesagt. Nur für die gegebene Aufgabenstellung ist ein Dateimanager nicht die beste Wahl. Welcher auch immer. Mit Dateimanagern kann man Dateien handhaben, du wolltest aber, wenn ich das richtig interpretiert habe, erstmal wissen, wo deine Partition abgeblieben ist. Das ist nicht die Aufgabe eines Filemanagers.

Nein, das WENN bezog sich auf niemanden, das ist nur so meine Einschätzung zut Zeit, kann es aber noch immer nicht ganz glauben. Na, "Partition abgeblieben", muß ich mich das echt fragen? Wo die eingehängt sind, hatte ich ja geschrieben (sind das schlechte Mountpunkte?) und Kodi findet auch die Datenpartition. Ich will einfach nur ein Tool mit der "Leistungsfähigkeit" des onboard-Dateimanagers der letzten 16bit Windows-Versionen, Anfang der 90er Jahre. Ich hoffe, das ist jetzt, 25 Jahre später, nicht zu viel verlangt. wink
Das Ding soll mir einfach jede Partition separat anzeigen, als separates Laufwerk (was es ja auch ist), und nicht Dateien/Ordner verschiedener Partitionen zusammengemischt zeigen, so daß man nicht ohne weiteres sieht, welches der angezeigten Elemente jetzt eigentlich wo liegt. Und dann will ich Ordner anlegen und Dateien hin und her kopieren können. Das war's schon. Eine ganz banale Allerweltsgeschichte, und auch das entspr. Tool aus Ubuntu scheint das problemlos bewältigt zu haben (ich habe damals die Platte partitioniert und die Ordner auf der Datenplatte erstellt und erinnere mich an keinerlei "Durchblick-Probleme").


niemand schrieb:

Kommt drauf an. Die ext-Dateisysteme ließen sich on the fly umwandeln. Nachträglich ’n LVM drunterzuschieben, ist etwas umständlicher.

ok


niemand schrieb:

das alles würde ja wohl hoffentlich auch frühestens in vielen Monaten erforderlich. […] Ich sehe nicht, daß ich in nächster Zeit Arbeiten ausführe, die mir das System zerschießen könnten.

Naja … wenn du dein Update erst nach vielen Monaten fährst, hast du aber ’ne recht hohe Chance, dass es dir bei deinem Stand das System zerschießt ….

Du meinst, die Updates sollte man häufiger als "nach vielen Monaten" machen? Das wäre dann eine kleine Ernüchterung: Ich dachte, das wäre ein Plus von Linux, daß es nicht wie Windows alle paar Monate ein Sicherheitsleck hat und unbedingt geupdatet werden sollte. Ich dachte, Linux ist mehr eine "never touch a running system"-Geschichte... smile

ja, danke
(und ich verabschiede mich dann mal für dieses Jahr wink )

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#14 31.12.2018 21:47:05

Kah9thie
Gast

Re: Anfänger mit fertigem System inkl. Gnome: Bridge & Daten-Partition

micmen schrieb:

Das Ding soll mir einfach jede Partition separat anzeigen, als separates Laufwerk (was es ja auch ist), und nicht Dateien/Ordner verschiedener Partitionen zusammengemischt zeigen, so daß man nicht ohne weiteres sieht, welches der angezeigten Elemente jetzt eigentlich wo liegt.

Geht doch, mit lsblk. Zeigt Laufwerke, deren Partitionen und wo sie eingehängt sind.

Du meinst, die Updates sollte man häufiger als "nach vielen Monaten" machen? Das wäre dann eine kleine Ernüchterung: Ich dachte, das wäre ein Plus von Linux, daß es nicht wie Windows alle paar Monate ein Sicherheitsleck hat und unbedingt geupdatet werden sollte. Ich dachte, Linux ist mehr eine "never touch a running system"-Geschichte... smile

Es geht nicht nur um Sicherheitslecks, sondern auch um Bugfixes und funktionale Erweiterungen. Im Gegensatz zu Windows wird nämlich noch aktiv an Linux gearbeitet und man ruht sich nicht auf den Lorbeeren vergangener Tage aus. Und im Gegensatz zu Ubuntu kannst du den Zeitpunkt selber bestimmen, wann du aktualisieren möchtest, und bist nicht auf die festen Releasezyklen des Distributors angewiesen. Und bei Arch ist das update auch eine Sache von Minuten, die veranstalten nicht so einen Aufriss wie Ubuntu und Konsorten.

#15 31.12.2018 21:54:31

niemand
Mitglied

Re: Anfänger mit fertigem System inkl. Gnome: Bridge & Daten-Partition

Das Ding soll mir einfach jede Partition separat anzeigen, als separates Laufwerk (was es ja auch ist), und nicht Dateien/Ordner verschiedener Partitionen zusammengemischt zeigen.

Technisch gesehen ist ein Mountpoint ein Verzeichnis, und dein Dateimanager sollte das so anzeigen. Wenn du meinst, eine Partition in ein Unterverzeichnis zu hängen, ist das deine Sache – nicht Problem des Dateimanagers. Und nur, weil’s das Konzept bei der letzten 16Bit-Windowsversion nicht gibt (und auch nicht bei der aktuellen 64Bit-Version, nebenbei gesagt), muss es nicht schlecht sein. Wenn du etwas suchst, bei dem du so eingeschränkt wie bei Windows bist – dann nimm doch Windows?

Und dann will ich Ordner anlegen und Dateien hin und her kopieren können.

Und das kann der von dir derzeit genutzte Dateimanager nicht?

das entspr. Tool aus Ubuntu scheint das problemlos bewältigt zu haben

Dann nimm das doch einfach.

Du meinst, die Updates sollte man häufiger als "nach vielen Monaten" machen? Das wäre dann eine kleine Ernüchterung: Ich dachte, das wäre ein Plus von Linux, daß es nicht wie Windows alle paar Monate ein Sicherheitsleck hat und unbedingt geupdatet werden sollte.

Ähm … es ist genau andersrum: man muss bei gefundenen und behobenen Problemen nicht bis zu irgend’nem Dienstag warten und hoffen, dass der Hersteller das bis dahin in sein Updatepaket eingebaut hat, sondern die Fixes kommen rein, sobald sie bereitstehen.

Gerade bei Arch mit seinem Rolling-Release-Modell gilt das auch für Feature-Updates – im Gegensatz zu z.B. Buntu muss man da kein halbes Jahr warten, bis die Versionen mit den neuen Funktionen kommen, sondern bekommt sie ziemlich zeitnah. Entsprechend ist’s empfehlenswert, wenn zwischen den Updates nicht mehr als ’ne Woche liegt – staut sich sonst zuviel an. Wenn dir das nicht gefällt: Alternativen wären Windows (da funktioniert das mit den Laufwerken und so auch so eingeschränkt, wie du es zu wünschen scheinst), Buntu (da hast du dann ein halbes Jahr zwischen den OS-Versionen), oder auch Debian (da sind’s dann zwei bis drei Jahre). Da Securityfixes auch bei den beiden letztgenannten Distris zeitnah kommen, sollte man auch da regelmäßig Updates fahren. Wenn man immer ’ne Weile angreifbar sein möchte, bietet sich Windows an.

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#16 01.01.2019 15:20:42

J4son
Mitglied

Re: Anfänger mit fertigem System inkl. Gnome: Bridge & Daten-Partition

Ich glaube ehrlich gesagt auch dass Arch für dich nicht die richtige Wahl ist....oder evtl sogar Linux generell.

Ich meine das nicht böse. Aber aus deinen Texten lese ich raus dass du einfach ein System haben möchtest welches wie Windows aber kein Windows ist. In dem Fall solltest du dann
wirklich wieder auf Ubuntu oder ggf. auf Linux Mint umsteigen. Die sind deinem Windows ähnlicher.

Was bringt es dir dich jetzt ewig mit etwas zu beschäftigen was nicht deinen Wünschen entspricht...und wohl nie deinen Wünschen entsprechen wird, da es einfach kein Windows ist.

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#17 01.01.2019 19:09:25

die_guten_namen_waren_weg
Mitglied

Re: Anfänger mit fertigem System inkl. Gnome: Bridge & Daten-Partition

micmen schrieb:

aber ein Arch-Crack hat mir für meinen HTPC das bunte Ubuntu runtergeschmissen und sein geliebtes Arch Linux installiert, "weil das besser ist".

Dann soll er es dir auch für deine Bedürfnisse fertig einrichten. Du willst in 5 Minuten losfahren und dein Arch-Crack schenkt dir nen PKW Bausatz.

Anhand einiger deiner Aussagen bleibt dir wohl nur ein *buntu. Da hast du (fast) alles vorgefertigt und ein für (fast) alle Nutzungsszenarien eingerichtetes System.

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#18 01.01.2019 20:12:18

Kah9thie
Gast

Re: Anfänger mit fertigem System inkl. Gnome: Bridge & Daten-Partition

Ich denke, dass es auch eine Frage des persönlichen Anspruchs ist, ob man bereit ist, etwas dazu zu zu lernen und sich weiterzuentwickeln, oder ob man es vorzieht, lieber auf der Stelle zu treten.

Und das ist auch einmal mehr ein Paradebeispiel dafür, wie sehr man von den angeblich einsteigerfreundlichen Distributionen wie Ubuntu verdorben wird. In Wahrheit verstellen einem solche Distributionen die Sicht auf das Wesentliche. Beispielsweise sind Mountpoints ja keine Erfindung von Arch, sondern die gibt es genau so auch in Ubuntu. Und genau so wie man sie unter Ubuntu auf der Konsole sehen könnte, kann man sich auch in Arch den passenden Dateimanager installieren. Vom Ergebnis ist es gleich, nur der Weg dahin ist anders.

Den eigentlichen Fehler sehe ich darin, sich von einem Bekannten Arch installieren zu lassen; gut gemeint, aber wenig produktiv. Hätte er es selber installiert, hätte er auch beispielsweise manuell und bewusst sich die Partitionen der Platten in die Mountpoints eingehängt, und etliche der Fragen, die sich ihm jetzt stellen, wären gar nicht aufgetreten.

Wenn er sich wirklich weiterentwickeln und verstehen will, wie Linux tickt, sehe ich als einzige Lösung nur eine komplette, und dieses Mal von ihm selber nach der Beschreibung des Wikis durchgeführte Neuinstallation.

Die fortgesetzten Seitenhiebe in Richtung des besseren Windows oder Ubuntu lassen bei mir allerdings auch Zweifel aufkommen, dass er ernsthaft daran interessiert, sondern sich lieber nur durch ein „fertiges“ Linux klicken möchte. Dann kann er aber auch gleich beim besseren Windows bleiben.

#19 01.01.2019 20:30:39

hollex
Mitglied

Re: Anfänger mit fertigem System inkl. Gnome: Bridge & Daten-Partition

Kah9thie schrieb:

Und das ist auch einmal mehr ein Paradebeispiel dafür, wie sehr man von den angeblich einsteigerfreundlichen Distributionen wie Ubuntu verdorben wird.

Ganz Deiner Meinung und dazu kommt noch folgendes (für diejenigen, die es noch nicht gesehen haben!):

https://www.youtube.com/watch?v=iO8pm9XKPWQ

Offline

#20 02.01.2019 02:33:36

micmen
Mitglied

Re: Anfänger mit fertigem System inkl. Gnome: Bridge & Daten-Partition

Kah9thie schrieb:

Geht doch, mit lsblk. Zeigt Laufwerke, deren Partitionen und wo sie eingehängt sind.

Ich weiß einfach nicht, wie ich es noch schreiben soll... Eigentlich hat sich doch seit meinem Eröffnungspost nichts geändert?

micmen (aus meinem Eröffnungspost) schrieb:

Kann mir jemand sagen, wie ich (möglichst mit Gnome) diese Partition "sauber" finde, also unvermischt mit Ordnern der System-Partition

Ok, "möglichst mit Gnome" war vielleicht nicht zu 100% unmißverständlich, ich hätte schreiben müssen "möglichst mit Gnome, ansonsten mit einem anderen grafischen Tool".
Wie ebenfalls schon geschrieben, habe ich im Eröffnungspost zwei Fragen gestellt, nicht nur eine. Irgendwie scheint das die Leute hier verwirrt zu haben? Frage 1 bezieht sich auf ein Tool mit grafischer Oberfläche (wie etwa den Dateimanager von Gnome), Frage 2 auf eine Arch-Konfig-Arbeit, von der ich von Anfang an bereit war, das an der Konsole zu machen:

micmen (aus meinem Eröffnungspost) schrieb:

mit Gnome geht das ja wahrscheinlich nicht

Kah9thie schrieb:
micmen schrieb:

Du meinst, die Updates sollte man häufiger als "nach vielen Monaten" machen? Das wäre dann eine kleine Ernüchterung: Ich dachte, das wäre ein Plus von Linux, daß es nicht wie Windows alle paar Monate ein Sicherheitsleck hat und unbedingt geupdatet werden sollte. Ich dachte, Linux ist mehr eine "never touch a running system"-Geschichte... smile

Es geht nicht nur um Sicherheitslecks, sondern auch um Bugfixes und funktionale Erweiterungen. Im Gegensatz zu Windows wird nämlich noch aktiv an Linux gearbeitet und man ruht sich nicht auf den Lorbeeren vergangener Tage aus. Und im Gegensatz zu Ubuntu kannst du den Zeitpunkt selber bestimmen, wann du aktualisieren möchtest, und bist nicht auf die festen Releasezyklen des Distributors angewiesen. Und bei Arch ist das update auch eine Sache von Minuten, die veranstalten nicht so einen Aufriss wie Ubuntu und Konsorten.

Ja, ok, verstanden. Aber das Thema war ja tatsächlich "touch a running system" oder nicht: Nicht "kriege ich vielleicht zeitnah neue Features" sondern "kann/darf ich die Kiste viele Monate lang laufen lassen, ohne am System was zu verändern". Mein Ziel ist es nicht, so viele Verbesserungen wie möglich zu bekommen, sondern, so selten wie nur irgend erforderlich bzw. ratsam am System herumzuschrauben. Und wie ebenfalls hier schon geschrieben, wurde mir gesagt, daß genau dafür Linux sehr gut wäre: Einmal aufsetzen und dann laufen lassen, laufen lassen, laufen lassen... funzt


niemand schrieb:

Das Ding soll mir einfach jede Partition separat anzeigen, als separates Laufwerk (was es ja auch ist), und nicht Dateien/Ordner verschiedener Partitionen zusammengemischt zeigen.

Technisch gesehen ist ein Mountpoint ein Verzeichnis, und dein Dateimanager sollte das so anzeigen.

Das verstehe ich ja. Und auch mein Arch-Sympathisant smile hat mir das als Vorteil gegenüber MS-Dateisystemen verkauft. Ich habe auch absolut nichts dagegen, diesen Vorteil nutzen zu können. Nur habe ich bei dem HTPC eben eine ganz konkrete Anforderung, auch die hatte ich hier bereits beschrieben:
Ich habe zwei ext4-Partitionen, von denen die eine Linux gehört mit allem, was irgendwie mit dem System zu tun hat, und eine gehört ausschließlich Kodi - auf der darf Nullkommanix liegen, was nicht Mediendatei für Kodi ist, inkl. den dafür benötigten Ordnern.
Ist das weltfremd, zu sagen, ich brauche ein Tool, das mir absolut zuverlässig 100% exakt den Inhalt dieser einen Partition anzeigt, damit ich 100% sicherstellen kann, daß A) alles, was ganz genau auf dieser Partition sein muß, auch wirklich dort liegt, und B) kein Kram auf ihr liegt, der dort nicht hingehört? Alle anderen Darstellungsvarianten darf es gern ebenfalls geben, aber diese eine 100% zuverlässige Darstellung benötige ich.
Und halt, wie gesagt, der Einfachheit halber unter einer grafischen Oberfläche, in der ich ganz einfach mit der Maus hin und her kopieren, verschieben, erzeugen kann, und sofort danach die Änderung übersichtlich vor Augen habe (das sind mehrere hundert Ordner). Solche Tätigkeiten werde ich regelmäßig auszuführen haben, die will ich nicht an der Konsole machen müssen.


niemand schrieb:

Wenn du meinst, eine Partition in ein Unterverzeichnis zu hängen, ist das deine Sache – nicht Problem des Dateimanagers. Und nur, weil’s das Konzept bei der letzten 16Bit-Windowsversion nicht gibt (und auch nicht bei der aktuellen 64Bit-Version, nebenbei gesagt), muss es nicht schlecht sein. Wenn du etwas suchst, bei dem du so eingeschränkt wie bei Windows bist – dann nimm doch Windows?

ja... der Punkt geht so halb an Dich... wink klar "konnte" der was nicht, was das System eh nicht geboten hat... Und ich habe nichts gehängt (meine ich zumindest?). Wo was hängt, hatte ich ja schon geschrieben, und auch gefragt, ob das "schlecht gemountet" ist. Und nein, ich will nicht eingeschränkt sein, ich brauche eben nur diese eine 100% zuverlässige Darstellung, ich muß mir meine Kodi-Partition "nackt", ohne Beimischungen aus fremden Partitionen anschauen können.


niemand schrieb:

Und dann will ich Ordner anlegen und Dateien hin und her kopieren können.

Und das kann der von dir derzeit genutzte Dateimanager nicht?

das entspr. Tool aus Ubuntu scheint das problemlos bewältigt zu haben

Dann nimm das doch einfach.

Doch, klar, DAS kann das Gnome-Tool, aber ohne das andere nützt mir das nix. Ich will ja nicht zwischen 2 Tools wechseln (zumal das Tool, das die Funktion bietet, eine Partition "sauber" anzuzeigen, wohl auch den Rest beherrscht). Und "einfach Ubuntu" ist eben "schweineaufwendig Ubuntu", weil da müßte ich ein ganzes System plattmachen und neu aufsetzen, auf dem eigentlich nur noch diese Bridge fehlt (und eben ein passendes grafisches Tool für Datei-Handling).


niemand schrieb:

Ähm … es ist genau andersrum: man muss bei gefundenen und behobenen Problemen nicht bis zu irgend’nem Dienstag warten und hoffen, dass der Hersteller das bis dahin in sein Updatepaket eingebaut hat, sondern die Fixes kommen rein, sobald sie bereitstehen.

Gerade bei Arch mit seinem Rolling-Release-Modell gilt das auch für Feature-Updates – im Gegensatz zu z.B. Buntu muss man da kein halbes Jahr warten, bis die Versionen mit den neuen Funktionen kommen, sondern bekommt sie ziemlich zeitnah. Entsprechend ist’s empfehlenswert, wenn zwischen den Updates nicht mehr als ’ne Woche liegt – staut sich sonst zuviel an. Wenn dir das nicht gefällt: Alternativen wären Windows (da funktioniert das mit den Laufwerken und so auch so eingeschränkt, wie du es zu wünschen scheinst), Buntu (da hast du dann ein halbes Jahr zwischen den OS-Versionen), oder auch Debian (da sind’s dann zwei bis drei Jahre). Da Securityfixes auch bei den beiden letztgenannten Distris zeitnah kommen, sollte man auch da regelmäßig Updates fahren. Wenn man immer ’ne Weile angreifbar sein möchte, bietet sich Windows an.

Ich wüßte keinen Grund, warum ich mich über dieses Arch-Konzept beschweren sollte, und daß Windows unsicher ist, weiß ich seit ewigen Zeiten. Nur komme ich von Windows nicht weg, da ich sehr viel mit Software arbeite, die ausschließlich von MS unterstützt wird.
Ich war heilfroh, daß ich für den HTPC endlich auch mal ein gutes Betriebssystem benutzen kann, Windows geht mir schon seit vielen Jahren dermaßen auf den Geist...


J4son schrieb:

Ich glaube ehrlich gesagt auch dass Arch für dich nicht die richtige Wahl ist....oder evtl sogar Linux generell.

Ich meine das nicht böse. Aber aus deinen Texten lese ich raus dass du einfach ein System haben möchtest welches wie Windows aber kein Windows ist. In dem Fall solltest du dann
wirklich wieder auf Ubuntu oder ggf. auf Linux Mint umsteigen. Die sind deinem Windows ähnlicher.

Was bringt es dir dich jetzt ewig mit etwas zu beschäftigen was nicht deinen Wünschen entspricht...und wohl nie deinen Wünschen entsprechen wird, da es einfach kein Windows ist.

Arch, wie schon gesagt, war wohl nicht die best passende Wahl. Aber ist nunmal geschehen und ich habe ein von einem Crack eingerichtetes, funktionierendes System mit der einen Ausnahme, daß diese Bridge noch konfiguriert werden muß. Ich wollte für den HTPC definitiv NIEMALS Windows, ich war froh, endlich mal ein Gerät zu haben, auf dem ich von dieser Plage befreit bin. Ich habe mir das Ubuntu damals auch alleine installiert, inkl. Partitionierung der Platte, bin dann aber gescheitet, Kodi einzubinden mit Unterstützung der dort benötigten Multimedia-Features. Ich will doch nur ein grafisches Tool, das einem die Möglichkeit gibt 100% sauber den Inhalt einer Partition anzuzeigen...


die_guten_namen_waren_weg schrieb:
micmen schrieb:

aber ein Arch-Crack hat mir für meinen HTPC das bunte Ubuntu runtergeschmissen und sein geliebtes Arch Linux installiert, "weil das besser ist".

Dann soll er es dir auch für deine Bedürfnisse fertig einrichten. Du willst in 5 Minuten losfahren und dein Arch-Crack schenkt dir nen PKW Bausatz.

Anhand einiger deiner Aussagen bleibt dir wohl nur ein *buntu. Da hast du (fast) alles vorgefertigt und ein für (fast) alle Nutzungsszenarien eingerichtetes System.

Ei, aber doch nur für dieses eine läppische Tool ein ganzes System wegwerfen, das fertig eingerichtet ist???
...plus eben die Bridge, aber die wird unter Ubuntu auch nicht leichter einzurichten sein...


Kah9thie schrieb:

Ich denke, dass es auch eine Frage des persönlichen Anspruchs ist, ob man bereit ist, etwas dazu zu zu lernen und sich weiterzuentwickeln, oder ob man es vorzieht, lieber auf der Stelle zu treten.

Und das ist auch einmal mehr ein Paradebeispiel dafür, wie sehr man von den angeblich einsteigerfreundlichen Distributionen wie Ubuntu verdorben wird. In Wahrheit verstellen einem solche Distributionen die Sicht auf das Wesentliche. Beispielsweise sind Mountpoints ja keine Erfindung von Arch, sondern die gibt es genau so auch in Ubuntu. Und genau so wie man sie unter Ubuntu auf der Konsole sehen könnte, kann man sich auch in Arch den passenden Dateimanager installieren. Vom Ergebnis ist es gleich, nur der Weg dahin ist anders.

Den eigentlichen Fehler sehe ich darin, sich von einem Bekannten Arch installieren zu lassen; gut gemeint, aber wenig produktiv. Hätte er es selber installiert, hätte er auch beispielsweise manuell und bewusst sich die Partitionen der Platten in die Mountpoints eingehängt, und etliche der Fragen, die sich ihm jetzt stellen, wären gar nicht aufgetreten.

Wenn er sich wirklich weiterentwickeln und verstehen will, wie Linux tickt, sehe ich als einzige Lösung nur eine komplette, und dieses Mal von ihm selber nach der Beschreibung des Wikis durchgeführte Neuinstallation.

Die fortgesetzten Seitenhiebe in Richtung des besseren Windows oder Ubuntu lassen bei mir allerdings auch Zweifel aufkommen, dass er ernsthaft daran interessiert, sondern sich lieber nur durch ein „fertiges“ Linux klicken möchte. Dann kann er aber auch gleich beim besseren Windows bleiben.

Laßt doch das von wegen "Seitenhiebe"... Ich suche ein grafisches Tool, also etwas das NIX mit Arch zu tun hat - wie könnte ich da Seitenhiebe verteilen? Ich habe da über Gnome geschimpft, besser gesagt, dessen Dateimanager-Tool, Arch kann Null für mein Problem und hat Null damit zu tun. Ubuntu hatte ein grafisches Dateihandling-Tool, das scheint's besser ist als Gnome, aber was hat Arch mit solchem GUI-Kram am Hut?
Und wie ebenfalls schon geschrieben, habe ich nicht "ihn Arch installieren lassen", sondern in seiner Hilfsbereitschaft hat er das hunderte Km entfernt gemacht, ohne daß ich damit gerechnet hatte. Er dachte, er kennt sich mit Linux besser aus, als ich, also kann er auch besser einschätzen, welches Linux das beste ist.

Und wie ebenfalls schon gesagt, habe ich mit Linux ganz alleine angefangen, und es auch hingekriegt. Daß das im Fall von Ubuntu eine Art Linux-für-Dummies ist, war mir klar. Aber mein Ziel war ja auch, einem HTPC sein Grundgerüst zu geben, und sonst nix, ich wollte da definitiv nicht nächtelang Studien betreiben.


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Ich versuche jetzt nochmal einen Schnitt...
Man kann das, wozu die Kiste dienen und was an ihr getan werden soll, in drei Teile unterscheiden:

  1. Installations-, Konfigurations- und Wartungsarbeiten (nur ich):
    Da bin ich sehr wohl bereit, mich mit der Materie zu beschäftigen, und gehe außerdem davon aus, daß ich das an der Konsole erledige. Mir ist Konsolenarbeit auch nicht fremd, habe ich schon unzählige Stunden betrieben - nur Linux ist für mich noch recht fremd.

  2. laufende "Datenpflege" (nur ich):
    Das wird regelmäßig zu tun sein, es werden ständig Mediendateien auf die Kodi-Partition zu kopieren sein, und das möchte ich gerne unter einer grafischen Oberfläche machen. Und da muß ich 100% zuverlässig den Überblick haben, wann ich auf welcher Partition bin. Was Kodi betrifft, werde ich ausschließlich auf "dessen" Partition arbeiten (aber es wird hin und wieder auch was auf der Systempartition zu tun geben wie z.B., Dokus anlegen, pflegen und verwalten und sowas).

  3. Kodi-Benutzung (jeder):
    Normalerweise sieht man von diesem HTPC nur die Kodi-Oberfläche und es gibt nirgendwo eine Tastatur und nirgendwo eine Maus, diese Multimedia-Funktionen werden zu 100% mit einer herkömmlichen Fernbedienung bedient bzw. auch mit Mobilgeräten mit der Kodi Remote App.

Für Teil 1 (z.B. die noch immer fehlende Bridge) bin ich hier in diesem Forum.
Teil 2 war wohl Käse, das hier zu fragen, das ist eher nicht so das Thema typischer User von hier, ich suche halt so ein Tool.
Für Teil 3 bin ich in einem Kodi-Forum, falls ich mal Probleme habe, das aber hat mit Linux kaum noch etwas zu tun.

Offline

#21 02.01.2019 04:04:53

Kerberos
Mitglied

Re: Anfänger mit fertigem System inkl. Gnome: Bridge & Daten-Partition

Für die Netzwerkbrücke hätte auch eine einfache Startpage Suche gereicht. Eine von den ersten Sechs Suchergebnissen dürfte für deine Bedürfnisse ausreichen.

Offline

#22 02.01.2019 06:17:40

J4son
Mitglied

Re: Anfänger mit fertigem System inkl. Gnome: Bridge & Daten-Partition

Ich kann zwar nach wie vor nicht verstehen was an der Verzeichnisstruktur von Linux unübersichtlich ist...aber gut.

Zu deinem Verständnis, wenn eine Partition in ein Verzeichnis gemounted ist dann werden auch alle Dateien die du in
dieses Verzeichnis kopierst auch auf der dort gemounteten Partition gespeichert.

Da du Kodi nutzt würde es wohl auch am meisten Sinn machen im Media Ordner von Kodi ein Verzeichnis zu erstellen.
Meinetwegen "Daten" und in dieses Verzeichnis deine Partition zu mounten.

Beitrag geändert von J4son (02.01.2019 06:26:38)

Offline

#23 02.01.2019 08:45:48

niemand
Mitglied

Re: Anfänger mit fertigem System inkl. Gnome: Bridge & Daten-Partition

Ich will doch nur ein grafisches Tool, das einem die Möglichkeit gibt 100% sauber den Inhalt einer Partition anzuzeigen.

Ich muss gestehen, ich sehe das Problem nicht. Du schreibst, du weißt, wo die Partition eingehängt ist. Also nimmst du einen x-beliebigen grafischen Filemanager, steuerst das betreffende Verzeichnis an, und es zeigt dir 100% sauber den Inhalt der Partition unter dem Mountpoint. Was genau ist dabei das Problem?

Edit: hab gerade mal mit Thunar (Dateimanager, der zu Xfce4 gehört) geschaut – da zeigt’s dir auf der linken Seite auch nochmal die vorhandenen Mountpoints an. Ist’s vielleicht sowas, das du suchst?

Beitrag geändert von niemand (02.01.2019 09:16:39)

Offline

#24 02.01.2019 13:09:14

k.osmo
Mitglied

Re: Anfänger mit fertigem System inkl. Gnome: Bridge & Daten-Partition

micmen schrieb:
  • Und angeblich soll es mit Bordmitteln relativ einfach sein, eine Bridge einzurichten? Das Gerät hat eine LAN-Schnittstelle auf dem Mainboard und eine zusätzliche WLAN-Karte und es soll das WLAN-Netz auf seiner LAN-Buchse "weitergeben", damit auch der Fernseher (hat nur LAN, kein WLAN) online kommt. Ist sowas Hardware-abhängig oder ist das eine universelle Konfigurations-Angelegenheit? Wo könnte ich denn eine Info finden, wie auch ein Anfänger das hinbekommt (mit Gnome geht das ja wahrscheinlich nicht)?

Die Info findest Du hier ->> wiki.archlinux.org: Software_access_point, allerdings setzt der Artikel, von der englischen Sprache abgesehen, die Kenntnis grundlegender Begriffe wie AccessPoint, DHCP, NAT, bridge usw. voraus. Kannst Du damit was anfangen? Falls nicht, hast Du die Lernkurve immer noch vor dir und solltest von vorne beginnen. Mit GNOME hat das im Übrigen nix, aber auch gar nix, zu tun. Und ja, das ist hardwareabhängig, ob eine WLAN-Karte den AP-Mode kann (erster Absatz im verlinkten Artikel).

Offline

#25 02.01.2019 13:58:04

schard
Mitglied

Re: Anfänger mit fertigem System inkl. Gnome: Bridge & Daten-Partition

Irgendwie ist dieser Thread total eskaliert.
Das Thema "Irgend ein Typ hat mir Arch aufs Notebook installiert und ich habe keine Ahnung davon, möchte jetzt aber Gnome 3 mit Kodi benutzen und einen Access Point bauen." scheint mir viel zu unspezifisch, voreilig und undurchdacht zu sein.

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