Hallo zusammen,

ich weiß manche werden die Frage nun als doof oder unnötig abtun. Aber dennoch... Ich habe mir, da ich nun mal KDE testen möchte mir 3 VM's eingerichtet. Einmal mit ArchLinux, einmal mit Debian 7 und einmal mit Kubuntu 14.04.

Mir sind sofort mehrere Sachen aufgefallen, bei Debian 7 sind manche Pakete "sehr leicht" veraltet im Gegensatz zu den neueren von Kubuntu oder Arch.

Nun schwanke ich ein wenig zwischen Kubuntu und ArchLinux. Klar Arch ist ein RR und Kubuntu nicht, aber gibt es dennoch noch andere Unterschiede, gerade in der Richtung KDE?

Nun ging es mir aber jediglich mal darum, auf welcher Distribution benutzt ihr eigentlich KDE? Gibts da irgendwelche Vor- oder Nachteile?

Ich freue mich auf eure Antworten!

Gruß

Xerion21


P.S. Ich hoffe ich bin im richtigen Bereich gelandet 😮
xerion21 schrieb Mir sind sofort mehrere Sachen aufgefallen, bei Debian 7 sind manche Pakete "sehr leicht" veraltet im Gegensatz zu den neueren von Kubuntu oder Arch.
Ich hatte bevor ich zu Arch wechselte auch Debian, damals noch Lenny. Eigentlich war ich damit zufrieden, zum Problem entwickelte sich aber auch zunehmend die mangelnde Aktualität. Bei Debian erklärt man das ja mit Stabilität, die sich scheinbar nach deren Verständnis nicht mit Aktualität in Einklang bringen lässt. Auch die Backports waren am Ende keine große Unterstützung mehr, nicht mal mehr Chrome lief wegen mangelnder Kompatibilität zu den verwendeten Libraries.

Bzgl. KDE war es nicht ganz so schlimm weil Lenny noch mit KDE-3.5 ausgeliefert wurde, was ich zum damaligen Zeitpunkt für deutlich ausgereifter als KDE4 hielt. Da die Entwicklung von KDE-3.5 schon damals zugunsten KDE4 praktisch eingestellt war kamen auch keine Aktualisierungen mehr rein, deswegen konnte man mit der Situation gut leben.

Bei KDE4 sieht es aber gänzlich anders aus; das befindet sich aktiv in der Entwicklung, es kommen laufend Fehlerkorrekturen und Erweiterung, die Umstellung aug Qt5 ist in vollem Gange, da kann man sich eigentlich so einen Stillstand wie bei Debian, wo KDE praktisch seit dem Feature-Freeze auf eine bestimmte Version auf Jahre bis zum Erscheinen des nächsten Major-Release festgenagelt wird nicht mehr erlauben. Nun muss man aber auch fairerweise sagen, dass Debian nicht das typische Desktop-Betriebssystem ist, diese Lücke will Ubuntu füllen. Hier gibt es jedenfalls häufiger neue Releases.
Nun schwanke ich ein wenig zwischen Kubuntu und ArchLinux. Klar Arch ist ein RR und Kubuntu nicht, aber gibt es dennoch noch andere Unterschiede, gerade in der Richtung KDE?
Kann ich nicht sagen weil ich Kubuntu im Dertail nicht kenne. Aber die kurzen Releasezyklen haben mich schon davon abgehalten, mich überhaupt näher damit zu beschäftigen. Genauso wie mit jeder anderen Distribution, die das Konzept der festen Releasezyklen verfolgt. Das Rolling Release war für mich neben anderen Kriterien mit ein gewichtiger Grund, warum ich mich für Arch entschieden habe. Diese ständigen Versionsupdates anderer Distributionen mit all ihren Problemen war ich irgendwann einfach nur noch leid. Mit Arch läuft das alles deutlich entspannter ab. Man synchronisiert regelmäßig, hat immer aktuelle Software und instabiler ist es dadurch auch nicht.
Nun ging es mir aber jediglich mal darum, auf welcher Distribution benutzt ihr eigentlich KDE? Gibts da irgendwelche Vor- oder Nachteile?
Die Frage erübrigt sich in einem Arch-Forum eigentlich. Natürlich benutze ich KDE nur mit Arch, und die Vor- und Nachteile muss jeder für sich selber abwägen. Du musst dir selber Prioritäten setzen: ist dir Aktualität um jeden Preis wichtig, ist dir das Rolling Release wichtig oder kämst du auch mit festen Releasezyklen klar, usw. Schau dir beide Distributionen an und dann kannst du selber deine persönlichen Vor- oder Nachteile herausarbeiten.
@Martin-MS

Danke für deine schnelle Antwort.
Debian steht für mich außer Frage, da ich einfach kein Interesse daran habe, ein "veraltetes System" auf meinem Rechner stehen zu lassen....

Ich werde heute abend das Projekt ArchLinux auf meinem Laptop nochmal angehen (mein 1. Versuch mit Openbox ist nach der graphischen Einrichtung irgendwie am Netzwerk gescheitert...).
Martin-MS schriebKann ich nicht sagen weil ich Kubuntu im Dertail nicht kenne. Aber die kurzen Releasezyklen haben mich schon davon abgehalten, mich überhaupt näher damit zu beschäftigen. Genauso wie mit jeder anderen Distribution, die das Konzept der festen Releasezyklen verfolgt. Das Rolling Release war für mich neben anderen Kriterien mit ein gewichtiger Grund, warum ich mich für Arch entschieden habe. Diese ständigen Versionsupdates anderer Distributionen mit all ihren Problemen war ich irgendwann einfach nur noch leid. Mit Arch läuft das alles deutlich entspannter ab. Man synchronisiert regelmäßig, hat immer aktuelle Software und instabiler ist es dadurch auch nicht.
Ich habe bis jetzt nur Debian/Ubuntu verwendet, da ich damit eigentlich immer recht gut gelaufen bin... Dabei ging die Einrichtung bei Debian am einfachsten 😉

Martin-MS schriebDie Frage erübrigt sich in einem Arch-Forum eigentlich. Natürlich benutze ich KDE nur mit Arch, und die Vor- und Nachteile muss jeder für sich selber abwägen.
GIbt es sonst bei der Installation irgendwas was man noch speziell beachten sollte, was nicht gerade im Wiki drin steht? 😉
Moin,

war auch lange Jahre auf Arch, aber dann kamen zu viele Veränderungen auf einmal, und diverse Sachen funzten nicht mehr, die ich dringend zur Arbeit brauchte... Dann kam LMDE, aber das war nur eine kurze Exkursion, da sie prompt KDE-Support einstellten.

Seitdem bin ich auf Debian Testing, auch eine "RR-Distro", solide genug für mich und NICHT "veraltet".

Ich kann sowohl Arch als auch Debian nur empfehlen. Bei der Ersteren hast du natürlich das AUR, welches Türen zu Software öffnet, an die Debian nicht rankommt. Auch ist die Community vom Allerfeinsten, was man bei Debian nicht immer behaupten kann. Das Wiki ist natürlich legendär...

Falls Arch, dann wird von dir allerdings erwartet, dass du nicht einfach dumpf im Forum nachfragst, sondern dich erst einmal selbst hinter das Problem hängst. Wenn du aber bereit bist, Zeit zu investieren, sollte Arch nichts im Wege stehen.

Für was auch immer du dich entscheidest, hoffe, es macht dir Spaß!
toad schriebMoin,

war auch lange Jahre auf Arch, aber dann kamen zu viele Veränderungen auf einmal, und diverse Sachen funzten nicht mehr, die ich dringend zur Arbeit brauchte... Dann kam LMDE, aber das war nur eine kurze Exkursion, da sie prompt KDE-Support einstellten.
Was für Veränderungen meinst du genau?

Bin noch recht neu un dhabe mir noch net alles durchgelesen 😃
xerion21 schrieb GIbt es sonst bei der Installation irgendwas was man noch speziell beachten sollte, was nicht gerade im Wiki drin steht? 😉
Aktuell fällt mir dazu nur der möglicherweise manuelle Eingriff für Intel-Systeme ein, bei denen die Microcode-Aktualisierungen seit Kernel-3.17 anders aktiviert werden.
toad schrieb Seitdem bin ich auf Debian Testing, auch eine "RR-Distro", solide genug für mich und NICHT "veraltet".
Ist es bei Testing nicht so, dass die Aktualität der Sicherheitsaktualisierungen gerade nach der Freigabe eines stable-Releases doch sehr zu wünschen übrig lässt, wenn sich der angestaute Kram von unstable in Richtung testing bewegt?
Ich hatte testing seinerzeit auch mal parallel zu Lenny installiert und ich muss schon sagen, dass es in der Zeit mehr als einmal zu Ungereimtheiten kam, auffallend häufig wegen kaputter Abhängigkeiten. Da fühle ich mich bei Arch deutlich besser aufgehoben.
Du, das ist schon ein paar Jahre her. Damals haben sie das /bin System umgestellt, sind zwei Wochen später auf systemd umgestiegen und obendrauf hat libvirt über Wochen hinweg nicht funktioniert, welches mir den Rest gegeben hat... Glaub jetzt nicht, dass demnächst wieder so ein Hammerprogramm der Arch-Gemeinde bevorsteht, aber eins ist gewiss: Als Sysadmin wird einem da nie langweilig 😉
xerion21 schriebIst es bei Testing nicht so, dass die Aktualität der Sicherheitsaktualisierungen gerade nach der Freigabe eines stable-Releases doch sehr zu wünschen übrig lässt, wenn sich der angestaute Kram von unstable in Richtung testing bewegt?
Ich hatte testing seinerzeit auch mal parallel zu Lenny installiert und ich muss schon sagen, dass es in der Zeit mehr als einmal zu Ungereimtheiten kam, auffallend häufig wegen kaputter Abhängigkeiten. Da fühle ich mich bei Arch deutlich besser aufgehoben.
Also, kann ich bisher noch nicht bestätigen, aber tät mich nicht wundern. Mann, wo gibt es denn die perfekte Distro??? 😉
toad schrieb
xerion21 schriebIst es bei Testing nicht so, dass die Aktualität der Sicherheitsaktualisierungen gerade nach der Freigabe eines stable-Releases doch sehr zu wünschen übrig lässt, wenn sich der angestaute Kram von unstable in Richtung testing bewegt?
Ich hatte testing seinerzeit auch mal parallel zu Lenny installiert und ich muss schon sagen, dass es in der Zeit mehr als einmal zu Ungereimtheiten kam, auffallend häufig wegen kaputter Abhängigkeiten. Da fühle ich mich bei Arch deutlich besser aufgehoben.
Also, kann ich bisher noch nicht bestätigen, aber tät mich nicht wundern. Mann, wo gibt es denn die perfekte Distro??? 😉
Dazu müsste man schon seine eigene schreiben 😃 😃
Ich kenne und arbeite mit allen drei genannten Distris - Debian Wheezy (Stable) auf all meinen eigenen und auf allen Kundenservern und noch kürzlich auch auf meinen Desktops, Kubuntu (seit letzter Woche ist die neue 14.10 raus) und seit ein paar Wochen auf meinen Desktops jetzt Arch.

Auf den Servern führt für mich eh kein Weg an Debian (Stable) vorbei. Da ist die Aktualität der Pakete unerheblich, es muss stabil und zuverlässig sein und auch nach dem Aktualisieren der Pakete muss alles ohne weitere Nachjustierungen immer perfekt laufen. Nur wenn Debian ernsthaft und endgültig das Initsystem auch noch auch systemd umstellt, dann kündige ich Debian nach über 16 Jahren die Freundschaft und suche mir eine andere Lösung 🙁

Auf dem Desktop sieht das wieder ganz anders aus. Gerade bei KDE ist der Fortschritt im Hintergrund von Version 4.8 (in Debian Stable), wo ich selbst das kio-mtp zum Verbinden mit Smartphones noch nachrüsten durfte und wo es hier dort noch zwickt und kneift, bis zur aktuellsten 4.14 in Arch schon enorm.

Rein auf den KDE bezogen, weil dieser spürbar gereift ist, würde ich immer zu einer aktuelleren Distri als Debian raten. Da hat Arch mit seinem RR-Prinzip klar Vorteile. Meine irgendwie ganz tief drin steckende Abneigung gegen systemd wäre momentan der einzige Grund, der mich doch wieder zum veralteten Debian zurück bringen könnte - dann allerdings wohl mit einem komplett selbst kompilierten KDE, was ich schon zu Zeiten von KDE 0.9 (!) gerne getan habe 😉

Nimmst Du statt dessen das aktuelle Kubuntu, hast Du halt die wesentlich einfachere Installation, findest danach aber effektiv den gleichen KDE vor wie bei Arch. Das nimmt sich da eigentlich nichts.

Ich persönlich mag nur Kubuntu bedingt. Keine Ahnung warum, ich kann es nicht sinnvoll erklären, aber irgendwas weigert sich bei mir innerlich dagegen. Um damit zu arbeiten, tut es da allemal. Und dank KDE ist es tausend mal besser als Ubuntu ohne 'K' mit dem Ubuntu-Eigengewächs Unity. Grausig.

Ansonsten würde ich diese Aussage...
toad schriebMann, wo gibt es denn die perfekte Distro??? 😉
...sofort unterschreiben 🙂
xerion21 schrieb
Debian steht für mich außer Frage, da ich einfach kein Interesse daran habe, ein "veraltetes System" auf meinem Rechner stehen zu lassen....
Die Aussage stimmt so nicht.

Debian kennt stable, testing, sid (und experimental). Unterscheidung = leicht veraltet, aktuell, sehr aktuell (für Debian).

Bei stable musst du wenig mitdenken. bei testing solltest du ab und zu mitdenken, bei sid musst du mitdenken.

Nach meiner Meinung ist Archlinux aktueller als sid und in den meisten Fällen nicht anfälliger für kleine Ungereimtheiten wie stable/testing.

Archlinux ist weniger kompliziert als Debian..Orgien von Abhängigkeiten und bis zur Unkenntlichkeit ge-pachte Pakete bleiben einem zum Glück erspart.

Archlinux ist immer genau das, was du daraus machst.

Wenn du, aus welchen Gründen auch immer, den aktuellen Neuigkeiten , nicht nachkommen kannst und vor Updates das AKKU von deinem Defibrillator panisch kontrollierst, ist Archlinux erst mal vielleicht nicht die richtige Wahl.

Dann schau doch mal

Manjaro = basiert auf Arch
Mageia = Sehr gut Distribution (Fork von Mandriva) Paketmanager RPM
MINT = basiert auf Ubuntu..basiert auf Debian

Und wenn du hundert Leute nach der perfekten Distro fragst, bekommst du hundert Antworten. Was Für den einen die Super-Distro ist für den anderen die Voll-Katastrophe . Es bleibt dir nichts anderes übrig als selber zu testen..Testberichte willkommen...
Auf einem produktiven, zum Arbeiten benötigten System würde ich von sid bzw. unstable generell die Finger lassen. Wenn man mutiger ist und weiß, was man da tut, könnte man durchaus testing nehmen. Spätestens, wenn jetzt im November der Freeze eingeleitet wird, ist es vielleicht auch nicht mehr ganz so tragisch, denke ich mal. Aber auch testing hinkt Arch in der Aktualität hinterher.

Ich hatte mich schon mal auf einem produktiven Desktop auf Testing eingelassen und bin damit ziemlich arg auf die Nase gefallen. Kommt halt schon mal vor, dass sich da nicht auflösbare Abhängigkeiten oder instabile Pakete einschleichen. Und dann stehst Du im schlimmsten Fall auch schon mal mit einem System auf Halbmast da und hast alle Hände voll zu tun, das Problem wieder gerade zu bügeln...

Henrikx schriebUnd wenn du hundert Leute nach der perfekten Distro fragst, bekommst du hundert Antworten.
Wenn ich mich mit hundert Leuten über die perfekte Distribution unterhalte, kann ich froh sein, wenn ich "nur" dreihundertsiebenundachtzig Antworten bekomme 😃
Alle reden von "stabil", was meinen die den damit?

Das Paketmanagement? 95 Prozent der Anwender haben überhaupt keinen Plan, wie was funktioniert?

Kann sich ja jeder mal mittels :
 dget -u http://ftp.de.debian.org/debian/pool/main/liba/libav/libav_0.8.16-1.dsc
einen "Debianisierten" Source runter laden und selber schauen wie (unnötig) kompliziert die Geschichte ist, das verstehen selbst aus dem Debianforum nur ein paar Eingeweihte.
Danach macht mal den Vergleich mit dem ffmpeg/libav PKBUILD.

Debianisiert doch mal Source, der über "Hello Wold", hinaus geht und vielleicht noch libs und devs bilden muss.
Bei 95 Prozent der Debian-Anwender ist nach "dh-make" schon Sendepause.

So und nun können wir über Paketmanagement und stabile System reden.

Der Lernaufwand um Debian zu verstehen ist ungleich höher als bei Archlinux.
Und von daher ist es vollkommen egal, ob man Windows oder Debian (Ubuntu) installiert hat. Man versteht eh beide Systeme nicht.

Aus diesem Blickwinkel ist ein System, wie Archlinux, dass mich zur Auseinandersetzung zwing, doch das sicherere und am Ende auch das stabilere System.
chakra wäre einen blick wert, so als reine KDE distri...schon mal weil pacman verwendet wird 🙂
Hallo,

also wenn du wirklich ein Vanilla KDE (also ein reines KDE) haben willst, dann empfehle ich dir Arch Linux. Bei Ubuntu ist immer gepatcht und daher automatisch nicht alles auf dem neusten Stand bzw. modifiziert. Das muss nicht automatisch schlecht sein, aber bei Ubuntu wurde KDE schon seit Anfang an nur stiefmütterlich behandelt und wird es auch in Zukunft werden.

Ich bin ein absoluter Gnome-Fan und deswegen auch von Ubuntu zu Arch Linux gekommen 🙂
Auf meinem alten Laptop hatte ich aber auch ein gutes Jahr lang mit KDE gearbeit, und es ging perfekt.

Liebe Grüße
ArchChem