#1 19.07.2014 10:33:53

Wolfsrabe
Mitglied

Neuling wagt sich an Arch - ein paar Gedanken vorweg

Hallo liebe deutschsprachige Arch-Community!

Ich bin neu hier und möchte mich nach langem Zögern nun doch an Arch heranwagen. Außer dem Download der ISO habe ich bis zum jetzigen Zeitpunkt bisher noch nichts mit Arch zu tun gehabt. smile Das soll sich ab heute ändern.
Vielleicht mag mich jemand ermutigen oder auch vorwarnen und mir sagen, ob Arch überhaupt das richtige für mich ist. smile

Die Frage, was mich dazu brachte, jetzt Arch ausprobieren zu wollen, erklärt sich eigentlich recht einfach. In den 20 Jahren der Computerei hab ich eigene Ansprüche entwickelt. 1993 fing ich mit DOS 5.x und Windows 3.1 an und ließ bis heute keine Windowsversion aus. Parallel dazu fing ich 2011 an mich mit diversen Ubuntu-Deviraten auseinanderzusetzen. Ab 2012 blieb ich bei Xubuntu, welches seit dem mein Haupt-BS ist, während Windows zur Zweitinstallation für gelegentliches Spielen degradiert wurde.

Xubuntu ist schon schlank, dennoch bringt es viel mit, was ich gar nicht brauche. Der über die Jahre aufkommende Wunsch, ein völlig angepasstes BS zu haben, wurde also nie erfüllt. Als ich irgendwann auf den Namen „Arch“ stieß, wurde meine Hoffnung aber neu erweckt. smile Außerdem war ich von Anfang an vom Arch-Wiki und dem Arch-Forum begeistert. smile

Im Grunde genommen sind meine Erwartungen doch gar nicht so kompliziert:

  • stabil

  • schlank

  • ressourcenschonend, unabhängig von der Hardwareleistung (Anwendungsprogramme sollen ja die Leistung bekommen)

  • anpassbar

  • nur das was ich brauche

  • so wenig wie möglich, so viel wie nötig

  • Aktualität von Kernel, Treiber, Anwendungsprogrammen…


Ich will ja nicht nur am Betriebssystem herumbasteln, sondern habe selbstverständlich auch alltägliche Dinge am Rechner zu tun.
Das sind die Programme ich  die mir im Alltag wichtig sind:

  • Büro: Libreoffice, PDF-Reader, Firefox, Thunderbird

  • Grafik: Gimp, Hugin (Panorama-Werkzeug), Inkscape (vektorbasiert), Blender, ....

  • Ton+Film: Audacity, Openshot, mkvmerge, vlc, ...

  • Webentwicklung: nginx, php, mysql, fpm…., Geany (Editor), ...

  • sonstiges: VirtualBox

Eine Besonderheit zu Blender. Der Renderer Cycles bietet ja GPU-gestütztes Rendering. Zurzeit funktioniert es aber nur mit nvidias CUDA zuverlässig. Als Inhaber einer nvidia-Grafikkarte werde ich dafür also den proprietären Treiber verwenden müssen und ich hoffe, unter Arch auch immer den aktuellsten Treiber verwenden zu können (den Eintrag im Wiki hab ich schon gefunden smile ) .

Ich möchte XFCE wieder benutzen, da ich daran einfach gewöhnt bin und es doch eine recht schlanke Oberfläche für den Alltag ist.

Vor dem Terminal scheue ich mich nicht. Im Gegenteil: Ich würde viel mehr über das Terminal machen (können) als ich jetzt unter Xubuntu schon bewerkstellige. Unter Arch werde ich voraussichtlich noch viel mehr über das Terminal regeln müssen. Aber ich find das gut so und ich freue mich darauf, zu lernen! Grundsätzlich ist es aber so, daß ich meine alltäglichen Programme mit über Maus+Tastatur bedienen möchte, aber das sollte ja klar sein. smile

Zuguterletzt: Arch werde ich anfangs erst einmal auf einer VM unter VirtualBox ausprobieren und erlernen (natürlich kann ich hier den nvidia-Treiber nicht installieren). So habe ich das 2011 mit Ubuntu auch gemacht. Da kann man auch mal was falsch machen, ohne gleich den Zugriff auf wichtige Daten zu verlieren. big_smile

Wenn ich denke, soweit zu sein, werde ich Arch "real"  installieren. Hierbei soll aber Dualboot möglich sein, da Windows wie gehabt als Zweitsystem bestehen bleiben soll (auf einer separaten Festplatte).

Ich möchte von Anfang an so etwas wie eine Dokumentation erstellen. Sozusagen den Verlauf meines Kennenlernens von Arch. Und wer weiß, vielleicht gefällt mir Arch nachher so gut, daß ich irgendwann ein aktives Mitglied der Arch-Community werde und auch anderen helfen kann. smile

In diesem Sinne:
Fröhliches Archen! big_smile

Wolfsrabe

Offline

#2 19.07.2014 12:29:22

hm
Gast

Re: Neuling wagt sich an Arch - ein paar Gedanken vorweg

na, da kann man Dich nur ermutigen, paar Sachen, die sich bei mir bewährt haben:
Gar nicht lange mit länglichen/unaktuellen Einsteigeranleitungen aufhalten. Die Install-Skripts:
wiki.archlinux.de/title/Arch_Install_Scripts
sind immer superaktuell. Im Prinzip reichen die auch völlig aus, ggf. woanders (Wiki...) nachgucken, wenn Du irgendwas nicht verstehst.
Ein zweiter Rechner mit Netzzugang war für mich total praktisch.

Und, für mich ebenfalls sehr hilfreich: Alle Konsolenbefehle, die ich beim Installieren absetze, per copy&paste gleich in eine Textdatei, sodaß die beim nächsten Installieren (sofern das nötig sein sollte, sollte eigentlich nicht:-) einfach verfügbar sind. Profis können aus sowas dann sogar ein Skript machen, was die Installation total automatisiert, muß aber gar nicht sein.

Softwareauswahl ist natürlich immer subjektiv, Frage allerdings ob Deine dicken Dinger Libreoffice, Gimp.. sich mit "schlank" vertragen. Wo ich mich softwaremäßig rumtreibe (eher mathelastig) landen alle irgendwann bei TeX.

Viel Spaß!

#3 19.07.2014 12:53:47

Dirk
Moderator

Re: Neuling wagt sich an Arch - ein paar Gedanken vorweg

Wolfsrabe schrieb:

Im Grunde genommen sind meine Erwartungen doch gar nicht so kompliziert:

WIrd alles von ARch erfüllt, da bist du also schon mal auf dem richtigen Weg smile

Wolfsrabe schrieb:

Das sind die Programme ich  die mir im Alltag wichtig sind:

Alles nichts besonderes. Statt Openshot bin ich inzwischen auf Kdenlive umgestiegen (aufgrund der Tatsache, dass das Halb KDE mit nachzieht, steckt es neben einigen anderen fetten Kloppern, und Programmen, die ich nicht frei rumlaufen lassen will, in einem 32-Bit-Chroot, damit das System nicht verlottert *g*).

Wolfsrabe schrieb:

Ich möchte XFCE wieder benutzen, da ich daran einfach gewöhnt bin und es doch eine recht schlanke Oberfläche für den Alltag ist.

Warum XFCE, statt eines manuell installierten und konfigurierten Openbox mit nur den Zusatztools, die du auch wirklich benötigst?


Ansonsten: Willkommen im Club, du wirst nie wieder etwas anderes wollen big_smile

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#4 19.07.2014 18:57:15

skull-y
Mitglied

Re: Neuling wagt sich an Arch - ein paar Gedanken vorweg

Wenn du ein paar Vorbehalte hast, wie gut du auf Anhieb klar kommst, empfehle ich dir die ersten Schritte in einer virtuellen Maschine zu machen. Das vermeidet bei Fragen dann doch einiges an Frust.

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#5 20.07.2014 08:16:00

Francis
Gast

Re: Neuling wagt sich an Arch - ein paar Gedanken vorweg

Wolfsrabe schrieb:

Zuguterletzt: Arch werde ich anfangs erst einmal auf einer VM unter VirtualBox ausprobieren und erlernen (natürlich kann ich hier den nvidia-Treiber nicht installieren). So habe ich das 2011 mit Ubuntu auch gemacht. Da kann man auch mal was falsch machen, ohne gleich den Zugriff auf wichtige Daten zu verlieren. big_smile

skull-y schrieb:

Wenn du ein paar Vorbehalte hast, wie gut du auf Anhieb klar kommst, empfehle ich dir die ersten Schritte in einer virtuellen Maschine zu machen. Das vermeidet bei Fragen dann doch einiges an Frust.

Ich würde eventuell noch in Erwägung ziehen, Arch ersteinmal in einer virtuellen Umgebung auszuprobieren, das kann Frust vermeiden und man verliert nicht fleich den Zugriff auf wichtige Daten, falls mal etwas schief läuft.

#6 21.07.2014 15:48:10

moskbnea
Mitglied

Re: Neuling wagt sich an Arch - ein paar Gedanken vorweg

Francis schrieb:

Arch ersteinmal in einer virtuellen Umgebung auszuprobieren, das kann Frust vermeiden und man verliert nicht fleich den Zugriff auf wichtige Daten, falls mal etwas schief läuft.

Das kann ich wirklich empfehlen. So habe ich es auch gemacht und erst danach installiert. Und bis jetzt den Schritt nie bereut. wink

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#7 21.07.2014 17:51:24

Kerberos
Mitglied

Re: Neuling wagt sich an Arch - ein paar Gedanken vorweg

Und ich Depp bin sofort und ohne Umwege ins kalte Wasser gesprungen...

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#8 21.07.2014 18:18:44

Dirk
Moderator

Re: Neuling wagt sich an Arch - ein paar Gedanken vorweg

Kerberos schrieb:

Und ich Depp bin sofort und ohne Umwege ins kalte Wasser gesprungen...

Ich damals auch, aber kaltes Wasser ist ja erfrischend! big_smile

Offline

#9 21.07.2014 18:24:30

Lycanthropist
Mitglied

Re: Neuling wagt sich an Arch - ein paar Gedanken vorweg

Dirk schrieb:
Kerberos schrieb:

Und ich Depp bin sofort und ohne Umwege ins kalte Wasser gesprungen...

Ich damals auch, aber kaltes Wasser ist ja erfrischend! big_smile

Und lehrreich. wink

Offline

#10 21.07.2014 22:19:38

efreak4u
Mitglied

Re: Neuling wagt sich an Arch - ein paar Gedanken vorweg

Lycanthropist schrieb:
Dirk schrieb:
Kerberos schrieb:

Und ich Depp bin sofort und ohne Umwege ins kalte Wasser gesprungen...

Ich damals auch, aber kaltes Wasser ist ja erfrischend! big_smile

Und lehrreich. wink

Genau... und ja, ich mag Fullsize-Quotes... eigentlich nicht... big_smile

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#11 22.07.2014 09:54:50

moskbnea
Mitglied

Re: Neuling wagt sich an Arch - ein paar Gedanken vorweg

Dirk schrieb:

aber kaltes Wasser ist ja erfrischend! big_smile

OK, ich oute mich als Warmduscher. cool

Offline

#12 25.07.2014 09:02:14

Wolfsrabe
Mitglied

Re: Neuling wagt sich an Arch - ein paar Gedanken vorweg

Guten Morgen allerseits!

Da bin ich letztes Wochenende vorgestürmt und dann kam mir was dazwischen, so daß ich mein großspurig angekündigtes Arch-Anfängerprojekt gar nicht angehen konnte. roll
Diesmal sollte es aber klappen! big_smile

Ersteinmal danke für eure Hinweise und euer Mutmachen. Meine Gedanken dazu:

hm (Gast) schrieb:

Gar nicht lange mit länglichen/unaktuellen Einsteigeranleitungen aufhalten. Die Install-Skripts... sind immer aktuell

Ein interessanter Vorschlag! Aber sind die Einsteigeranleitungen wirklich unaktuell? Auf der Wikiseite steht ganz unten das Datum der letzten Änderung von Ende Mai diesen Jahres...? neutral
Grundsätzlich nehme ich natürlich auch die Install-Skripts gerne an, sofern sie dokumentiert sind und ich begreife, was die Skripte im einzelnen machen, damit ich was lerne. Das ist mir sehr wichtig! Denn nur wenn man weiß was da passiert, kann man bei Problemen auch eingreifen, denke ich. smile

hm (Gast) schrieb:

Frage allerdings ob Deine dicken Dinger Libreoffice, Gimp.. sich mit "schlank" vertragen

Sicher, es ist mir bewußt, daß zumindest Libreoffice ziemlich fett ist. big_smile Trotzdem danke für den Denkanstoß. Libreoffice ist wieder so ein Gewohnheitsding. Ich werde mich natürlich nicht gegen Alternativen blind wehren. Bei Gimp wüßte ich allerdings gerade keine Alternative, da es ja recht mächtig ist. Viele Funktionen und "schlank" sind gewiß kaum miteinander vereinbar, es sei denn man baut die Software hochmodular auf. Aber das ist nicht mein Fachgebiet, ich bin kein Programmierer. wink

Ansonsten gilt, was ich im Anfangspost sagte: Das Betriebssystem und die Arbeitsumgebung an sich möchte ich schlank haben. Und das trotz 2600K-CPU und 16GB RAM. Die Anwendungssoftware soll die Leistung bekommen und diese muß in meiner Vorstellung nicht zwangsweise auch schlank, sondern in erster Linie für mich nützlich sein (sie darf selbstverständlich auch nicht Bloatware, verbugt, instabil und sonstwas sein, das ist wohl klar. big_smile ). Aber wie gesagt, Alternativen höre ich gern, und wenn ein alternatives Programm die Funktionen und Bedienung bietet, die ich benötige, es dabei dennoch schlanker ist als das was ich aktuell verwende, dann nehme ich es sehr gerne an!

Dirk schrieb:

WIrd alles von ARch erfüllt, da bist du also schon mal auf dem richtigen Weg

Da bleibt mir nichts anderes zu sagen als: smile smile smile

Dirk schrieb:

Statt Openshot bin ich inzwischen auf Kdenlive umgestiegen (aufgrund der Tatsache, dass das Halb KDE mit nachzieht, steckt es neben einigen anderen fetten Kloppern, und Programmen, die ich nicht frei rumlaufen lassen will, in einem 32-Bit-Chroot, damit das System nicht verlottert

Moment, das hab ich jetzt nicht ganz verstanden. Daß das halb KDE mit nachzieht, beziehst du jetzt auf Openshot oder auf Kdenlive? Ich habe bisher beide Programme probiert (wie gehabt in Xubuntu), das allerdings auch noch nicht sehr intensiv. Das wird aber noch kommen, weshalb eine Entscheidung über das für mich passende Videobearbeitungsprogramm noch nicht wirklich getroffen ist. Openshot habe ich bisher lediglich in Gedanken, da Version 2.0 ansteht, es irgendwie sympatisch wirkt und es vielversprechend aussieht. wink


Dirk schrieb:

Warum XFCE, statt eines manuell installierten und konfigurierten Openbox mit nur den Zusatztools, die du auch wirklich benötigst?

Hehe, da hast du mich wohl erwischt und meine unvollständigen Gedanken enttarnt: Ich möchte alles manuell machen, denke aber an so ein komplettes XFCE-Paket mit fertigem Dateimanager und allem. Mit der Idee hast du mich voll überrumpelt. big_smile
Ok, also ich hatte irgendwann auch mal Lubuntu auf meiner VM-Testmaschine, und wenn mich nicht alles täuscht, basiert ja das LXDE auf Openbox, richtig? Also sind zumindest Optik und Bedieung nicht neu für mich.
Was mich im Moment ein bisschen besorgt: Wenn ich in Sachen Openbox alles wirklich manuell installieren und konfigurieren möchte, kommt man dann nicht irgendwann "vom hundertsten in's tausenste" ? Der Dateimanager ist ja unabhängig von Openbox und den kann ich mir auch wieder selber aussuchen, richtig?


skull-y & francis und alle anderen schrieb:

... in einer virtuelle Maschine... Sprung ins kalte Wasser

Ja, das wollte ich so machen. So eine VM ist schon echt eine prima Sache. Damals als 100%iger Windowsnutzer hab ich mein erstes Ubuntu auch in einer VM angetestet. Was eine VM natürlich nicht bietet, ist das Installieren und Konfigurieren von bestimmter Hardware. Das wird wohl immer der in diesen heißen Tagen so erfrischende Sprung ins kalte Wasser bleiben. big_smile big_smile big_smile

Also: Danke nocheinmal an euch alle. Ich melde mich beizeiten mit meinem hoffentlich positiven ersten Erfahrungsbericht (hoffentlich beinhalten die nicht so viele verzweifelte Hilfeschreie big_smile )

Bis dahin, beste Grüße und ein schönes Wochenende!

Wolfsrabe

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#13 25.07.2014 09:06:31

Wolfsrabe
Mitglied

Re: Neuling wagt sich an Arch - ein paar Gedanken vorweg

Hab mir grad die Install-Skripts angeguckt und bin verwirrt. Hab ich jetzt unter dem Begriff "Skript" was falsch verstanden...? neutral

Offline

#14 25.07.2014 10:11:31

Pjotr
Mitglied

Re: Neuling wagt sich an Arch - ein paar Gedanken vorweg

Was stellst du dir denn darunter vor?

Mit den install scripts sind die arch-chroot, genfstab und pacstrap Bash Skripte gemeint, die dir jeweils ein paar Zeilen manuelle Eingabe abnehmen.

Beitrag geändert von Pjotr (25.07.2014 10:12:05)

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#15 25.07.2014 12:34:05

Wolfsrabe
Mitglied

Re: Neuling wagt sich an Arch - ein paar Gedanken vorweg

Aah... also verstehe ich das richtig, daß diese Anleitung die von dir genannten Skripte erfordern, die einem ein bisschen Arbeit abnehmen.

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#16 25.07.2014 16:23:43

hm
Gast

Re: Neuling wagt sich an Arch - ein paar Gedanken vorweg

...einfach machen, was da steht, und im WIKI gucken, wenn Du irgendwas nicht verstehst.
Beim Bootloader würde ich syslinux raten, sofern möglich, grub hat seine Kompliziertheiten.
Wenn Du mit all dem durch bist, dann hast Du allerdings erst das Basis-System, noch keinerlei Grafik, die kommt dann.
Als Desktopumgebung habe ich persönlich LXDE, bin ich bestens mit zufrieden.

#17 25.07.2014 17:23:43

Conian
Mitglied

Re: Neuling wagt sich an Arch - ein paar Gedanken vorweg

"Einfach machen" ist wirklich der beste Tipp, letztendlich ist es kein Hexenwerk und wenn irgendwas schief geht fängt man halt notfalls wieder von vorne an - Da ist ein Test in einer VM mit HDD-Snapshots aber auch sehr praktisch big_smile
Letztendlich werden die Install-scripts ja auch in jeder Einsteiger-Anleitung verwendet. Der Artikel im Wiki dazu ist letztendlich eine Kurzversion des "Beginners guide" . Der ist zwar sehr gut und ausführlich, aber letztendlich kann er auch verwirren, da man vieles im Einzelfall nicht braucht.

Ich würde also an deiner Stelle dich an die Anleitung zu den install-scripts halten und wenn du etwas nicht versteht, schlägst du es halt nochmal im Beginners Guide nach (gibts auch auf Deutsch, aber imho nicht so ausfühlich) - oder fragst halt hier nochmal nach smile

Offline

#18 25.07.2014 19:55:59

Pjotr
Mitglied

Re: Neuling wagt sich an Arch - ein paar Gedanken vorweg

Wolfsrabe schrieb:

Aah... also verstehe ich das richtig, daß diese Anleitung die von dir genannten Skripte erfordern, die einem ein bisschen Arbeit abnehmen.


Jo. Die Installation ist letztendlich ja sehr straight-forward. Du partitionierst deine Festplatte, mountest die Partitionen und installierst dann per pacman das System und konfigurierst das dann gleich noch per chroot aus dem System heraus. Damit du nicht händisch die fstab anlegen (mount weiß das Zeug ja eh schon), nicht mit den pacman Datenbanken und root Verzeichnissen herumspielen oder dich mit komischen chroot Befehlen herumärgern musst, gibt es halt die Skripte.

Wenn du dich in der Reihenfolge an die Überschriften der Wikiseite hälst, kann eigentlich nichts schief gehen (so lange du ein Backup hast wink )

Offline

#19 26.07.2014 08:09:19

Exar
Mitglied

Re: Neuling wagt sich an Arch - ein paar Gedanken vorweg

Ich muss sagen ich kam ja nur mit wenig Terminal Vorkenntnis zu Arch und die Installation mit dem gut dokumentierten Wiki lief dennoch recht gut. Hab sogar was bei gelernt wink

Offline

#20 30.07.2014 14:52:31

Wolfsrabe
Mitglied

Re: Neuling wagt sich an Arch - ein paar Gedanken vorweg

Zwischenmeldung...

.... Du meine Güte, was für ein Rausch! big_smile Ich bin noch nicht mal sehr weit (mir bleibt momentan weniger Zeit für Arch als ich gerne hätte sad ), aber es macht mir jetzt schon tierisch Spaß! big_smile Ich glaub ich mag Arch jetzt schon lieber als (X-)ubuntu...! tongue


In einer VM kann ich gefahrlos probieren, jedoch gibt es Szenarien, die ich hier einfach nicht durchspielen kann! Für die spätere Real-Installation bitte ich euch deshalb schon mal um einen Rat für eine Entscheidung bezüglich des Bootloaders.

Ich würde gern von Grub2 (mir bekannt aus (X)ubuntu) auf das schlankere Syslinux umsteigen, konnte bisher aber nicht in Erfahrung bringen, ob Syslinux mit folgender Konfiguration (für die Real-Installation später!) fertig wird:

  • Zwei Festplatten (SSDs)

  • eine SSD enthält Arch+Syslinux, die andere SSD enthält nur Windows

  • UEFI-Installation (möglicherweise ist Secureboot zu deaktivieren)

  • Alternativ kann ich von UEFI auf BIOS-Modus umstellen, weiß aber nicht ob spätere Mainboards und Laptops das noch anbieten werden?

  • Arch-Installation entweder Vollverschlüsselt oder nur die Home-Partition

  • Verwendung von GPT statt MBR

Daß Grub2 diese Konfiguration beherrscht, hab ich schon herausgefunden. Leider aber nicht, ob Syslinux ebenfalls dazu in der Lage ist. Kann mir das jemand sagen? Danke schonmal! smile

Beitrag geändert von Wolfsrabe (30.07.2014 14:56:01)

Offline

#21 30.07.2014 16:51:40

runiq
Mitglied

Re: Neuling wagt sich an Arch - ein paar Gedanken vorweg

Wolfsrabe schrieb:
  • UEFI-Installation (möglicherweise ist Secureboot zu deaktivieren)

Was meinst du, wie deine Arch-ISO gebootet wird? smile

  • Alternativ kann ich von UEFI auf BIOS-Modus umstellen, weiß aber nicht ob spätere Mainboards und Laptops das noch anbieten werden?

Was meinst du mit "umstellen"? Während der Laufzeit? Von einem Boot zum nächsten? Ich bin nicht mal sicher, ob Grub das kann…

  • Arch-Installation entweder Vollverschlüsselt oder nur die Home-Partition

  • Verwendung von GPT statt MBR

Benutz ich auch grad, kann Syslinux.

Beitrag geändert von runiq (30.07.2014 16:52:10)

Offline

#22 30.07.2014 17:00:38

maltem
Mitglied

Re: Neuling wagt sich an Arch - ein paar Gedanken vorweg

runiq schrieb:
  • Alternativ kann ich von UEFI auf BIOS-Modus umstellen, weiß aber nicht ob spätere Mainboards und Laptops das noch anbieten werden?

Was meinst du mit "umstellen"?

Gewöhnlich kann man im Bios/Uefi-Setup (wie nennt man das richtig?) einen Bios compatibility/legacy mode einstellen. Ob der gut funktioniert, hängt wie alles Uefi-bezogene sehr vom Mainboard ab.

Ich empfehpe für eine einfache Installation bei Uefi im Normalfall immer Gummiboot.

Offline

#23 30.07.2014 18:26:11

runiq
Mitglied

Re: Neuling wagt sich an Arch - ein paar Gedanken vorweg

maltem schrieb:

Gewöhnlich kann man im Bios/Uefi-Setup (wie nennt man das richtig?) einen Bios compatibility/legacy mode einstellen. Ob der gut funktioniert, hängt wie alles Uefi-bezogene sehr vom Mainboard ab.

Ich empfehpe für eine einfache Installation bei Uefi im Normalfall immer Gummiboot.

Ach so – also BIOS-Boot als Alternative, falls UEFI nicht funktioniert. Sollte sich also erledigt haben, da Syslinux UEFI kann, oder nicht?

Beitrag geändert von runiq (30.07.2014 18:26:22)

Offline

#24 30.07.2014 19:41:21

maltem
Mitglied

Re: Neuling wagt sich an Arch - ein paar Gedanken vorweg

Ja, im Grunde schon.

Offline

#25 23.04.2016 01:34:15

Stephan Lahl
Mitglied

Re: Neuling wagt sich an Arch - ein paar Gedanken vorweg

moskbnea schrieb:
Francis schrieb:

Arch ersteinmal in einer virtuellen Umgebung auszuprobieren, das kann Frust vermeiden und man verliert nicht fleich den Zugriff auf wichtige Daten, falls mal etwas schief läuft.

Das kann ich wirklich empfehlen. So habe ich es auch gemacht und erst danach installiert. Und bis jetzt den Schritt nie bereut. wink

War auch mein erster Schritt. Natürlich ist mir die VirtualBox damit dann weggeknallt. Aber ich wußte schon mal, was bei der Installation auf mich wartet und konnte mich vorbereiten.

Offline

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