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niemand
08.01.2020 12:19:13

Ganz untergegangen ist auch die Tatsache, dass mit selbem Datum die Verwendung von Bisphenol-A im Thermopapier praktisch verboten und durch alternative Stoffe ersetzt wurde, …

… die zum Teil ’ne noch stärkere hormonähnliche Wirkung, sowie andere Probleme haben.

CBK
08.01.2020 12:11:59
JireeN8n schrieb:
niemand schrieb:

Abgesehen davon: ich weiß nicht, was ihr für Bäcker habt. Ich habe in den letzten Jahren nicht ein Brötchen gekauft, das nicht in die Registrierkasse eingegeben worden wäre – nicht mal beim fahrenden Bäcker. Das ging ganz prima auch ohne Bonpflicht. Und wenn man nun hochrechnet: lass es pro Jahr 500.000 Brötchen sein, die schwarz verkauft wurden, pro Brötchen sind’s roundabout 1¢ Steuern. Sind 5k€ für’s gesamte Bundesgebiet.

Leider bewegen sich die Steuerhinterziehungen in ganz anderen Dimensionen; angeblich soll es sich um bis zu 10 Milliarden € handeln. Und das sind dann Größenordnungen, die man auf Dauer nicht mehr ignorieren kann. Und die Steuerbetrügereien wurden auch nicht nur von ein paar "schwarzen Schafen", sondern offensichtlich in der Vergangenheit in großem Stil und branchenübergreifend praktiziert, und nicht nur durch den exemplarisch immer wieder gerne vorgezeigten Bäcker.

Ganz untergegangen ist auch die Tatsache, dass mit selbem Datum die Verwendung von Bisphenol-A im Thermopapier praktisch verboten und durch alternative Stoffe ersetzt wurde, die wieder über das Altpapier recycelt werden dürfen. In sofern kann das ganze Gesabbel selbsternannter Umweltexperten als Argumentationshilfe auch nicht länger herhalten.

Edit: Zahlen angepasst, auf Brötchen sind ja „nur“ 7% Wenigerwertsteuern – man kann sie ja meist essen.

In einem Geschäftsbetrieb fallen neben der Mehrwertsteuer auch noch andere, umsatzabhängige Steuern an, deswegen beschränkt sich der Betrug nicht auf die 7%.


Dann kannst Du uns ja auch sicherlich die Summe nennen, die Politiker(& damit meine ich nicht nur den Bundestag), den Steuerzahler jährlich kosten:)

ManfredB
08.01.2020 09:59:28

"Wir fördern die Digitalisierung mit mehreren Milliarden Euro" - so hört oder liest unsereins es in den letzten Jahren immer wieder.

Frage: was haben Bons für Brötchen mit Digitalisierung zu tun?
Etwas, das ich auch schon seit Jahren interessiert verfolge, wie zB bei meinem Einkauf zum Ende keine Warteschlangen mehr an den Kassen stehen,
sondern beim Eintritt ins Geschäft ein Kontakt mit meinem Smartphone entsteht, am Ende verlasse ich mit meinen eingekauften Produkten den Markt ohne Wartezeit - wieder ein Kontakt mit meinem Smartphone: Abrechnung liegt vor, Betrag wird abgebucht.

Papier - ich welcher Aufmachung auch - ist so langsam viel zu viel: jede Woche bekomme ich ein Paket mit Werbe-Prospekten in den Briefkasten geworfen,
die in einer Plastik-Hülle stecken. Plastik-Hülle in den Wertstoff-Müll, Werbe-Prospekte (die mich nicht interessieren) in den Papierabfall-Korb.

Irgendwie ist etwas merkwürdig in dem gesamten System.

Aber ich will niemanden kritisieren, egal ob er/sie Bargeld bevorzugt oder eher mit Karte bezahlt.

Es bleibe jedem/jeder überlassen, was er/sie für gut oder richtig oder besser hält.

Aber die grundsätzliche Frage bleibt: wohin bewegt sich unsere Gesellschaft in den kommenden Jahren?
Immer mehr Spaltung oder eher immer mehr WIR, sprich: Zusammenhalt, Respekt usw.

niemand
08.01.2020 09:17:53

Leider bewegen sich die Steuerhinterziehungen in ganz anderen Dimensionen; angeblich soll es sich um bis zu 10 Milliarden € handeln.

Leider wurde versäumt, das Zustandekommen dieser Zahlen nachvollziehbar darzulegen. Bestimmt, weil ein Teil der Antworten die Bevölkerung verunsichern würde, oder so. Ebenso, wie versäumt wurde, eine Folgenabschätzung darzulegen. Insbesondere wurde versäumt, konkrete Zahlen festzuschreiben und Kontrollmöglichkeiten zu schaffen, damit man die Prognosen am Ende des Jahres mal mit der Realität vergleichen könnte.  Dann gab’s noch einige weitere Versäumnisse, und unterm Strich stinkt die Sache ziemlich stark.

JireeN8n
08.01.2020 02:22:04
brikler schrieb:

man denke sich nur, die milliarden semmeln wo keine märchensteuer bezahlt wurde, daß heißt, von dir schon aber nicht vom becker,…

Da wäre er aber schön blöd, da er die gezahlte Vorsteuer von der eingenommenen Umsatzsteuer saldieren kann.

JireeN8n
08.01.2020 02:15:12
niemand schrieb:

Abgesehen davon: ich weiß nicht, was ihr für Bäcker habt. Ich habe in den letzten Jahren nicht ein Brötchen gekauft, das nicht in die Registrierkasse eingegeben worden wäre – nicht mal beim fahrenden Bäcker. Das ging ganz prima auch ohne Bonpflicht. Und wenn man nun hochrechnet: lass es pro Jahr 500.000 Brötchen sein, die schwarz verkauft wurden, pro Brötchen sind’s roundabout 1¢ Steuern. Sind 5k€ für’s gesamte Bundesgebiet.

Leider bewegen sich die Steuerhinterziehungen in ganz anderen Dimensionen; angeblich soll es sich um bis zu 10 Milliarden € handeln. Und das sind dann Größenordnungen, die man auf Dauer nicht mehr ignorieren kann. Und die Steuerbetrügereien wurden auch nicht nur von ein paar "schwarzen Schafen", sondern offensichtlich in der Vergangenheit in großem Stil und branchenübergreifend praktiziert, und nicht nur durch den exemplarisch immer wieder gerne vorgezeigten Bäcker.

Ganz untergegangen ist auch die Tatsache, dass mit selbem Datum die Verwendung von Bisphenol-A im Thermopapier praktisch verboten und durch alternative Stoffe ersetzt wurde, die wieder über das Altpapier recycelt werden dürfen. In sofern kann das ganze Gesabbel selbsternannter Umweltexperten als Argumentationshilfe auch nicht länger herhalten.

Edit: Zahlen angepasst, auf Brötchen sind ja „nur“ 7% Wenigerwertsteuern – man kann sie ja meist essen.

In einem Geschäftsbetrieb fallen neben der Mehrwertsteuer auch noch andere, umsatzabhängige Steuern an, deswegen beschränkt sich der Betrug nicht auf die 7%.

Touhtouh Willi
08.01.2020 00:00:01

Bah, blöde Pille-Palle-Politik .. Wenn ich meine Bons vom Supermarkt mit nach HAuse nehme und da auf den Spieß stecke bis der voll ist, ist das AUsdruck meiner ganz persönlichen Zwangsneurose und geht Keinen was an. Aber so .. die Herrschaften wünschen wohl, die Dienerschaft möge die beschleunigte, flächendeckende Einführung des papiergeldlosen Zahlungsverkehrs fordern! Weshalb? Weil's halt "bequemer" ist, versteht sich; blöde Pille-Palle-Politik, halt.

niemand
07.01.2020 13:05:28

Ist doch immer so, dass die Wirtschaftslobbyisten den Regierung die Gesetze schon fertig nach ihrem Gusto vorgeschrieben zukommen lassen, und der gut geschmierte Bundestag das dann einfach fast 1:1 durchwinkt.

Hier war’s wohl noch etwas enger zusammen: Leute in der Regierung haben Anteile an Firmen, die unmittelbar davon profitieren. Wie schreibt Debilian-Felix immer so gerne? „Die beste Demokratie, die man für Geld kaufen kann!“

man denke sich nur, die milliarden semmeln wo keine märchensteuer bezahlt wurde

Man denke sich nur, das Politikerpack würde den Laden ordentlich führen, und nicht in die eigene Tasche, und die seiner Verwandten und Bekannten, wirtschaften, sowie eingenommene Steuern nicht verschwenden und verzocken. Dann erst könnte man überhaupt überlegen zu erklären, inwiefern der eine Cent Steuern beim Kauf eines Brötchens die Umweltbelastung und die zusätzlichen Kosten jenseits der reinen Steuer überhaupt im Ansatz aufwiegen könnte.

Abgesehen davon: ich weiß nicht, was ihr für Bäcker habt. Ich habe in den letzten Jahren nicht ein Brötchen gekauft, das nicht in die Registrierkasse eingegeben worden wäre – nicht mal beim fahrenden Bäcker. Das ging ganz prima auch ohne Bonpflicht. Und wenn man nun hochrechnet: lass es pro Jahr 500.000 Brötchen sein, die schwarz verkauft wurden, pro Brötchen sind’s roundabout 1¢ Steuern. Sind 5k€ für’s gesamte Bundesgebiet. Wenn man nun gegenrechnet, was der Scheiß kostet (und kosten wird – und die Gesundheitskosten für die durch das Thermopapier ausgelösten Krankheiten noch gar nicht mal berücksichtigt), dann muss man schon VWL auf parawissenschaftlichem Level betreiben, um den Vorteil der Aktion zusammenschwurbeln zu können. Bis auf natürlich den Vorteil für die beteiligten Anteilseigner – der liegt selbst für ’nen Hauptschulabbrecher auf der Hand …

Edit: Zahlen angepasst, auf Brötchen sind ja „nur“ 7% Wenigerwertsteuern – man kann sie ja meist essen.

Ich bin ja mal für ’ne Bonpflicht bei Parteispenden. Da würde dann das Kosten-/Nutzen-Verhältnis auch besser aussehen …

brikler
07.01.2020 13:04:38

wenn man einen bon hat, dann gings über die registrierkasse, über die registrierkasse ging, dann kommts kaum noch an der buchführung vorbei und darum gehts: eine ordentliche buchführung.
man denke sich nur, die milliarden semmeln wo keine märchensteuer bezahlt wurde, daß heißt, von dir schon aber nicht vom becker,…

Dirk
07.01.2020 10:14:00
niemand schrieb:

... weil einer der Marktführer in der Herstellung solcher Sachen zu großen Anteilen Leuten gehört, auf deren Drängen die Sache in die Diskussion gebracht, und letztlich beschlossen worden ist.

Ist doch immer so, dass die Wirtschaftslobbyisten den Regierung die Gesetze schon fertig nach ihrem Gusto vorgeschrieben zukommen lassen, und der gut geschmierte Bundestag das dann einfach fast 1:1 durchwinkt.

niemand
07.01.2020 09:08:40

Vielmehr ist es wohl so gedacht, dass die tausenden von Kilometer Bonpapier verschwendet werden sollen für den Fall, dass ein Testkäufer vom Finanzamt vorbeikommt, und dann später eine Steuerprüfung durchgeführt wird, oder das Unternehmen gleich vorsorglich angekackt wird, weil der Testkäufer zu seinem Vortagsweizenbrötchen aus der Kollektion „Gutes von Gestern“ für 8 Cent keinen Bon aufgenötigt bekommen hat.

Tatsächlich ist’s eher so gedacht, dass die tausende Kilometer Sondermüllpapier verschwendet werden, weil einer der Marktführer in der Herstellung solcher Sachen zu großen Anteilen Leuten gehört, auf deren Drängen die Sache in die Diskussion gebracht, und letztlich beschlossen worden ist.
Hab’s damals™ nur am Rande so mitbekommen und überflogen, die Fakten erschienen mir zu dem Zeitpunkt plausibel.

Kerberos
07.01.2020 01:55:49

Ich schließe mich der Meinung von @Malforias an. Den Scheiß einfach sammeln, und bei Gelegenheit dem Finanzamt in den Briefkasten werfen oder diese Monatlich per Paket an Olaf Scholz vom Finazministerium schicken (Ohne Absender und Porto natürlich)

Purzel am Montag
06.01.2020 22:52:44

Wenn ich ein Brot kaufe und keinen Bon bekomme, habe ich dann ein Schwarzbrot?

Photor
06.01.2020 21:46:35
Malforias schrieb:

ich werde diese Kassenbons aus diesem Thermopapier (was leider sogar sondermüll ist) sammeln und dann schön beim Finanzamt in den Briefkasten schmeisen. Sollen sie den Müll entsorgen den sie so dringend haben wollen.

... und wie dokumentenecht ist dieses Thermopapier eigentlich? Hatte schonmal ein Problem, meinen Pfandbon eingelöst zu bekommen weil der nach ca. 1 Woche nicht mehr zu lesen war. Ich denke, damit kann das Finanzamt auch nichts mehr anfangen (ich weiß, dass das nicht deine Intension ist wink )

Ciao
Photor

Dirk
06.01.2020 21:35:23
schard schrieb:

Was ich mich frage: Woher weiß der Fiskus, dass auf meinem Bon korrekt abgerechnet wurde.

Das wissen die gar nicht. Die Mär vom „zweiten Faktor“ ist hier glatt gelogen, da der zweite Faktor entweder direkt im Laden entsorgt wird, spätestens aber zu Hause im Müll landet, wenn man das nächste mal sein Portemonnaie ausmistet.

Vielmehr ist es wohl so gedacht, dass die tausenden von Kilometer Bonpapier verschwendet werden sollen für den Fall, dass ein Testkäufer vom Finanzamt vorbeikommt, und dann später eine Steuerprüfung durchgeführt wird, oder das Unternehmen gleich vorsorglich angekackt wird, weil der Testkäufer zu seinem Vortagsweizenbrötchen aus der Kollektion „Gutes von Gestern“ für 8 Cent keinen Bon aufgenötigt bekommen hat.

Photor schrieb:

Die Intension ist, dass Du als Kunde kontrollieren kannst (sollst), dass Dein Umsatz auch eingebucht wurde

Aber warum sollte mich als Kunde das interessieren? Wenn ich mir am Bahnhof ein maßlos überteuertes, halb aufgeschnittenes und zu einem Viertel belegtes Brötchen für 3,75 Euro kaufe, gebe ich dem Angestellten 4 Euro, bekomme 25 Cent und besagtes Brötchen wieder, und habe da dann für den angegebenen Preis das bekommen, was ich erwartet habe, damit ist das Geschäft für mich erledigt.

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