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sekret
14.03.2019 21:59:26
Bachsau schrieb:

Wieder mal die geballte Kompetenz hier...

Wozu?

Bachsau
14.03.2019 18:12:13

Wieder mal die geballte Kompetenz hier...

Aber es scheint, dass man dem Problem mit ein paar sysctl-Einträgen beikommen kann:

net.ipv6.conf.default.max_addresses     = 256
net.ipv6.conf.all.max_addresses         = 256
net.ipv6.conf.default.temp_prefered_lft = 86400
net.ipv6.conf.all.temp_prefered_lft     = 86400
net.ipv6.conf.default.temp_valid_lft    = 172800
net.ipv6.conf.all.temp_valid_lft        = 172800
net.ipv6.conf.default.addr_gen_mode = 1
net.ipv6.conf.all.addr_gen_mode     = 1
net.ipv6.conf.default.use_tempaddr  = 2
net.ipv6.conf.all.use_tempaddr      = 2

Es wird immer jeweils zunächst der Standardwert und dann der Wert für alle bereits registrierten Interfaces angepasst. Der erste Wert ist wahrscheinlich der wichtigste. Er gibt die Anzahl Adressen an, die für ein Interface maximal aktiv sein dürfen. Standardmäßig sind dies 16, und die können schnell voll sein, besonders dann wenn sich auch noch hin- und wieder das Präfix ändert. Mit dem zweiten Wert wird bestimmt, wie lange eine temporäre Adresse bevorzugt genutzt wird, bis eine neue erzeugt wird. Dies sind auch in der Standardeinstellung 24 Stunden, ich habe ihn hier aber der Vollständigkeit halber mit aufgenommen. Der dritte Wert bestimmt dann, wie lange der Rechner auf einer bereits aufgegebenen Adresse noch erreichbar sein soll, bevor sie endgültig verworfen sind. Die Standardeinstellung sieht völlig überzogene 7 Tage vor, was heißt, dass alte Adressen 6 Tage eigentlich ungenutzt aktiv bleiben. Mit dem oben zitierten Wert von 48 Stunden bleibt die Liste zugewiesener Adressen immer hübsch übersichtlich. Da man wohl in den seltensten Fällen eine einzelne Verbindung mehr als 24 Stunden geöffnet halten muss, reicht das vollkommen aus. Die letzten beiden Werte aktivieren die privacy extensions dann standardmäßig für alle Interfaces. Zwar tut der NetworkManager dies für das betreffende Interface von selbst, wenn die Verbindung so konfiguriert ist, aber vielleicht verhindert eine systemweite Standardeinstellung, dass ihm da was durch die Lappen geht. Ich weiß jetzt nicht, welche der Einstellungen letztlich den Ausschlag gegeben hat, aber bislang ist das Problem nicht mehr aufgetreten.

Bachsau
11.03.2019 05:50:03

Hi! Ich habe ein Problem mit den Privacy Extensions von IPv6. Wenn der Computer gerade gestartet wurde, werden temporäre Adressen wie eingestellt verwendet. Nachdem er dann aber mehrere Tage in Betrieb war, erwische ich ihn immer dabei, wie er wieder mit der festen Adresse ins Netz geht, obwohl gültige, temporäre Adressen vorhanden sind. Wird seitens der Telekom ein neuer Präfix zugewiesen, wird auch wieder eine Zeit lang ein temporärer Suffix verwendet.

Die Netzwerkkonfiguration erfolgt über NetworkManager, aber SLAAC wird ja eigentlich vom Kernel geregelt.

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